Predigt vom Abend der Barmherzigkeit

Kaplan Guido Martirani

Mitschrift vom 01.07.2011

Die Liebe Gottes triumphiert über alles andere, so hat es Jesus gewollt und getan. Er selbst ist gekommen und hat sein Reich der Liebe aufgebaut. Er hat als Mensch unter uns gelebt und geliebt. Vorher hatten viele, auch Weise, nicht begriffen, um was es geht.

So hat Jesus uns die Liebe vorgelebt bis zum Kreuz. Seine Liebe war so groß, dass er alle Hindernisse auf sich genommen hat und mit dieser schweren Last auf Golgatha gegangen ist. Was wir in jeder heiligen Messe feiern ist dieses Opfer, diese Liebe. Wenn wir ihn empfangen haben, hinausgehen und nicht lieben, dann haben wir ihn nicht mit dem Herzen empfangen! Er möchte in uns leben und durch uns lieben.

Er möchte alle Trennungen und Spaltungen in den Ortskirchen überwinden. In der Mitte zu sein ist etwas Schwieriges. Das ist der Platz beim Kreuz. Das ist unser Auftrag. Auch das Geheimnis des heutigen Festes.

Wir wollen einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott. Entscheiden wir uns für die Liebe. Die Kirche ist die Zentrale der Liebe, sie strahlt sie aus in die Welt. Die tiefste Sehnsucht des Menschen ist die Liebe.
Maria lehrt uns die Reinheit der Liebe. Sie führt uns zu ihrem Sohn. Er weiß, wie arm wir sind und wie durstig wir sind. Kommen wir zu diesem Quell der Liebe, welcher das heiligste Herz Jesu ist. Gehen wir zu Jesus. Beten wir ihn an.

Lassen wir die Sorgen draußen, damit er uns erfüllen kann. Mit den Sorgen können wir niemanden überzeugen. Lassen wir diese Lasten los. Aber meistens halten wir sie fest an uns gedrückt. Geben wir sie Jesus, er möchte sie uns abnehmen.
Das Kreuz tragen ist gut. Aber etwas mitschleppen, was nicht gut ist, hindert uns voranzukommen. Denn er hat diese Last schon getragen und hat uns frei gemacht. Manchmal wird die Kreuztheologie missverstanden. Geben wir alle Lasten, Ängste und unser ganzes Herz dem Herrn. Lassen wir uns beschenken im Herzen des Herrn und im Herzen der Mutter Kirche.






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