Predigt zum Abend der Barmherzigkeit

von Kaplan Guido Martirani

Mitschrift vom 02. Dezember 2011:


Wir sind wieder zusammengekommen in einer besonderen Zeit.
Lassen wir uns von Gott stärken in dieser Zeit der Umkehr.
Seien wir bereit, ja zu sagen zur Hilfe Gottes.
Gott ist da in der besonderen Zeit der Sehnsucht nach seinem Wiederkommen.
Wir Christen leben in dieser großen Hoffnung, dass er kommen wird.
Es ist sicher, dass er kommt – auch in unsere Herzen.
Warten wir auf ihn.

 

Freuen wir uns auf sein Kommen, auf den Moment,
wo er dann ganz da ist.
Denken wir an seine Geburt,
an das kleine Kind im Stall von Bethlehem.
Es weint in seiner Krippe. Warum?
Es war zuvor in der geborgensten Stille die es gibt.
Jesus war in Maria, in ihrem Schoß ganz geborgen.


Wie er, so sind auch wir geladen, diesen Weg zu gehen.
In Maria finden auch wir die Geborgenheit, den Frieden.


Neben Maria war auch der heilige Josef da, der Jesus seine väterliche Nähe geschenkt hat.


Aber vergessen wir nicht: In Maria ist immer Geborgenheit.
Die Adventzeit ist diese Zeit in Maria.
Im Advent feiern wir die Roratemessen – es sind immer Marienmessen.


Nützen wir diese Zeit, um uns in und mit Maria auf seine Ankunft vorzubereiten.
Maria entzündet unsere Herzen, sie schenkt uns ihre Liebe, um Jesus mehr zu lieben.
In Jesus werden wir das Heil finden.

 

Wie im Evangelium die zwei Blinden, die nicht gesehen haben, seien auch wir voll Glauben.
Als sie hörten, dass Jesus da war, da schrieen sie laut: „Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!“
Sie haben keine Angst und Menschenfurcht gehabt und sie haben einen starken Glauben gehabt in Jesus Christus.
Es war ihnen egal, wer sie gehört hat, wer sie gesehen oder beobachtet hat.
Es war ihnen egal, wie die anderen über sie dachten.
Und Jesus hat ihren Glauben belohnt.


So sollen auch wir unser Hoffnung und unseren Glauben ganz auf ihn ausrichten. Er kann uns auch heute heilen.
Lassen wir uns von ihm lieben, lassen wir uns heilen durch seine Liebe.
Schreien wir wie die Blinden: „Hab erbarmen mit uns!“

Es brennt schon ein Licht am Adventkranz – es sagt uns: Er wird kommen mit seiner ganzen Fülle. Deshalb bereiten wir uns auf sein Kommen vor. Die Kirche schenkt uns jedes Jahr diese Zeit des Advents dazu.





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