"Raunächte"

„Hiaz is da raue Winter da“ heißt es in einem Volkslied. Als „rau“ bezeichnet man die Tage, bzw. die Nächte um den Jahreswechsel; sie werden deshalb auch „Raunächte" genannt.


Vielerlei Brauchtum, wie Perchtenumzüge, Glöckerlläufe oder das Knallen mit Peitschen kann man in der Steiermark noch erleben. Alle diese Bräuche haben mit dem Wunsch nach Vertreibung der bösen Geister zu tun und sind heidnischen Ursprungs.


Wir wissen, dass es das Böse tatsächlich gibt und dass wir dagegen ankämpfen müssen. Gott lässt uns in diesem Kampf nicht allein, wenn wir ihn um Hilfe bitten und ihm vertrauen.

Deshalb gehen die Bauern in unserer Gegend in den Tagen um den 6. Jänner betend über ihre Gründe. Sie bitten darum, dass diese von Hagel und Unwetter verschont bleiben und reiche Frucht bringen mögen. Alle Felder und alle zu einem Hof gehörigen Gebäude werden mit Weihwasser besprengt und beweihräuchert.

Die Tradition der Umzüge mit Weihrauch und Weihwasser sowie auch das Sternsingen der Jungschar zu Dreikönig haben ihre Wurzeln in den Dreikönigsumzügen des Mittelalters. Mit diesen wollte die Kirche den heidnischen Bräuchen des Glöckerllaufes und der Perchtenumzüge christliches Gedankengut entgegenstellen.






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