Gedanken zur Fastenzeit

Jetzt ist die Zeit, in der wir mit Vorliebe den sogenannten "Frühjahrsputz" beginnen. Am Beginn der Fastenzeit soll uns diese gründliche Reinigung unserer Räumlichkeiten aber auch daran erinnern, an uns selbst zu denken und den leiblichen und seelischen Ballast abzuwerfen. Es gibt viele Möglichkeiten dazu. Die Kirche lädt uns zum Fasten ein, vielleicht einmal in einer anderen Form um beispielsweise eine Situation die nicht änderbar ist anzunehmen oder den Kontakt zu einer Person herstellen, mit der wir uns schwer tun und die wir zu meiden gewöhnt sind. Machen wir uns in diesen vierzig Tagen auf, unser Leben zu erneuern und es wieder mit Freude zu füllen.

Auch das Lesen der Hl. Schrift ist eine guten Möglichkeit „vom Lärm des Alltags Abstand zu nehmen, um in die Gegenwart Gottes einzutauchen: Er möchte uns tagtäglich ein Wort zukommen lassen, das tief in unseren Geist eindringt, wo es Gut und Böse unterscheidet (vgl. Hebr 4,12), und das den Willen stärkt, dem Herrn nachzufolgen.“ (BOTSCHAFT VON BENEDIKT XVI. ZUR FASTENZEIT 2011)
Auch einmal etwas loszulassen dass uns sehr wichtig scheint, frei zu werden um noch wichtigeres in den Blick zu bekommen denn „wie kann man die Vatergüte Gottes verstehen, wenn das Herz voll von sich selbst und den eigenen Plänen ist, mit denen man sich einbildet, sich die Zukunft sichern zu können?“ (
BOTSCHAFT VON BENEDIKT XVI. ZUR FASTENZEIT 2011)
Und das Gebet kann uns neue Aspekte aufzeigen, vielleicht etwas, woran wir bisher noch nicht dachten. Denn „es erlaubt uns auch, eine neue Auffassung der Zeit zu gewinnen: Ohne die Perspektive der Ewigkeit und der Transzendenz unterteilt sie nämlich nur unsere Schritte auf einen Horizont hin, der keine Zukunft hat. Im Gebet finden wir hingegen Zeit für Gott, um zu erkennen, dass „seine Worte nicht vergehen werden“ (vgl. Mk 13,31), um einzutreten in jene innige Gemeinschaft mit Ihm, die „niemand uns nimmt“ (vgl. Joh 16,22) und die uns für die Hoffnung öffnet, die nicht zugrunde gehen lässt, für das ewige Leben“ (
BOTSCHAFT VON BENEDIKT XVI.
ZUR FASTENZEIT 2011)
Diese Fastenzeit ist auch eine Möglichkeit die Seele zu reinigen und ihre Wunden heilen zu lassen. Die geschieht wenn wir die Sakramente der Kirche in Anspruch nehmen, besonders die Hl. Beichte. Oft fragen sich Menschen wie ihr Leben besser gelingen kann, was sie besser machen sollten. Eine wichtige Frage in dieser Richtung steht im Evangelium. Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Kehr um, und glaub an das Evangelium!“ (Mk 1,15) „Wenn du das Leben erlangen willst, halte die Gebote!“ (Mt 19,17) Für Getaufte bedeutet Umkehr: Beichte (Sündenbekenntnis), Reue (+ Vorsatz), Buße tun (Besserung).Zum Verständnis der hl. Beichte muss man begreifen, dass jede Handlung des Menschen hier auf Erden mit weit reichenden Folgen versehen ist. Jede gute Handlung steigert sich ins unermessliche (da gute, gottergebene Handlungen positive Folgen haben), während Gott entgegengesetzte Handlungen in ihrer weiteren Folge schwerwiegende negative Auswirkungen haben können. Gott gab uns die 10 Gebote, um die Welt in einem harmonischen Gleichgewicht zu erhalten und allerlei Missstände zu verhindern. Sie sind nicht dazu da, uns einzuschränken oder zu schikanieren, sondern um uns den Weg zu wahrem Leben und wahrer Erfüllung in Gott aufzuzeigen. Jede Übertretung der 10 heiligen Gebote verzögert das Anbrechen von Gottes Reich auf Erden und zieht weit reichende Folgen für die Seele nach sich.

Eine gute Beichte hilft nicht nur dem Einzelnen, sondern der ganzen Familie, ja dem ganzen Volk Gottes.

Darum wollen wir Gott um den Mut und die Kraft bitten, diese heiligen vierzig Tage gut und gesegnet zu nützen!

 






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