20. November 2011: Christkönigssonntag

Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiert die Kirche das Hochfest Christkönig. Anlässlich dieses Festes sagte Benedikt XVI. 2009 am Petersplatz: „Als Christus gekreuzigt wird, verspotten ihn die Priester, die Schriftgelehrten und Ältesten und sagen: »Er ist doch der König von Israel! Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben« (Mt 27,42). In Wirklichkeit hat sich Jesus gerade als Sohn Gottes frei seinem Leiden ausgeliefert, und das Kreuz ist das paradoxe Zeichen seines Königtums, das im liebevollen Willen Gottvaters gegenüber dem Ungehorsam der Sünde zum Ausdruck kommt. Und gerade dadurch, dass er sich selbst im Sühneopfer hingibt, wird Jesus zum universalen König, wie er selbst erklären wird, als er den Aposteln nach der Auferstehung erscheint: »Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde« (Mt 28,18).“

 

Der Heilige Vater beschreibt auch, worin die Macht Christi besteht: „Sie ist die göttliche Macht, ewiges Leben zu schenken, vom Bösen zu befreien, die Herrschaft des Todes zu besiegen. Sie ist die Macht der Liebe, die es versteht, Gutes aus dem Bösen zu gewinnen, ein verhärtetes Herz zu erweichen, Frieden in den härtesten Streit zu tragen, die Hoffnung im finstersten Dunkel zu entflammen.“ Da Christus gekommen ist, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen (Joh 18,37), stehe jedes Gewissen „vor der Notwendigkeit einer Entscheidung: Wem will ich folgen? Gott oder dem Verderber? Der Wahrheit oder der Lüge? Die Entscheidung für Christus garantiert keinen Erfolg nach den Kriterien der Welt, sichert jedoch jenen Frieden und jene Freude, die allein Christus schenken kann.“

 

Papst Benedikt lenkte den Blick auch auf Maria, der bei der Verkündigung die Verheißung gegeben wurde, „dass ihr Sohn der Erbe des Thrones Davids sein und für immer herrschen werde (vgl. Lk 1,32–33).

Sie musste sich dann zweifellos die Frage stellen, von welcher neuen Art das Königtum Jesu sei, und sie verstand es, als sie seine Worte hörte und vor allem als sie zuinnerst am Geheimnis seines Todes am Kreuz und seiner Auferstehung Anteil hatte. Bitten wir Maria, auch uns zu helfen, Jesus, unserem König, nachzufolgen, wie sie es getan hat, und mit unserem ganzen Dasein Zeugnis für ihn abzulegen.“






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