08. Jänner 2012: Taufe des Herrn
Mit dem Fest Taufe des Herrn endet der Weihnachtsfestkreis; mit der Taufe Jesu im Jordan beginnt sein öffentliches Wirken.
Papst Benedikt XVI. sagte in der heutigen Ansprache vor dem Angelus: „Die Kirche feiert heute das Fest der Taufe Jesu: Am Jordan steht Christus mitten unter den sündigen Menschen, als einer von ihnen, und zugleich offenbart ihn der Vater im Himmel als seinen geliebten Sohn. Durch das Sakrament der Taufe werden auch wir zu geliebten Kindern Gottes, neugeschaffen nach dem Bild Jesu Christi. Möge der Heilige Geist uns helfen, die Würde der Gotteskindschaft in der Liebe zum Herrn in allen Wirrnissen zu bewahren und in unserem Leben zu bezeugen für die anderen. Der Herr schenke euch dazu seine Gnade." Jesus, der selbst ohne jede Schuld und Sünde war, nahm demütig die Bußtaufe des Johannes an. Cyrill von Jerusalem deutete dies so: „Hinabgestiegen in die Wasser, hat er gebunden den Starken." Auch Johannes Chrysostomus erkennt im „Untertauchen und Auftauchen" Jesu ein Bild für „Abstieg in die Hölle und Auferstehung." Nachdem sich Jesus demütig in die Reihe der Sünder gestellt hatte, bekannte Gott Vater: „Dies ist mein geliebter Sohn!" Wir dürfen vertrauen, dass er auch bei unserer Taufe dem ganzen Himmel verkündet hat: „Dies ist meine geliebte Tochter!" oder „Dies ist mein geliebter Sohn!" Freuen wir uns darüber, einen Vater im Himmel zu haben, der uns innig liebt – so wie wir sind, ohne Einschränkungen.
07. Jänner 2012: Herz-Maria-Sühnesamstag
Prälat Dr. Johannnes Gamperl sprach diesmal in der Einleitung der Heiligen Messe von der so genannten „
Höllenvision“ der drei Fatimakinder. Bevor Maria den Kindern die Hölle zeigte, bat die Gottesmutter: „Opfert euch für die Sünder.“ Nach dieser Vision sprach Maria zu den Kindern: „Ihr habt die Hölle gesehen, auf welche die armen Sünder zugehen. Um sie zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen einführen. Wenn man das tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet und der Friede wird kommen.“ Dann erklärte die Jungfrau, dass ein noch schrecklicherer Krieg käme, wenn die Menschen nicht auf sie hören würden. Vermutlich sind nicht viele Menschen dieser Bitte nachgekommen sodass man den von Maria prophezeiten 2. Weltkrieg als Folge ansehen kann. Maria hätte das Leid dieses Krieges gerne verhindert, denn sie sagte am 13. Juli 1917: „Um das zu verhindern, werde ich kommen, damit man die Welt meinem Unbefleckten Herzen weiht und die Sühnekommunion am ersten Samstag des Monats einführt.“ Am 13. Juni 1912 hatte Pius X. einen vollkommenen Ablass für einen
Sühnesamstag bewilligt. „Die Weihe Russlands und der Welt, die ganz entscheidend gewesen wäre, geschah erst am 25. März 1984 durch den seligen Papst Johannes Paul II.“, betonte Prälat Gamperl. Er fuhr fort: „Wir sind in diese Weihe eingetreten und wollen Sühne leisten. Wir wollen bitten und beten, dass alle Menschen gerettet werden.“ Dies werden wir auch am 04. Februar 2012 wieder tun. Beten Sie mit uns, damit das Wort der Gottesmutter wahr wird: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!“
06. Jänner 2012: 20. Abend der Barmherzigkeit
Bereits zum 20. Mal fand heute der Abend der Barmherzigkeit statt, der diesmal unter dem Stern von Betlehem stand, welcher uns, wie einst die heiligen Drei Könige, zu Christus führte.
P. Lukas Hofer SAC stand diesmal dem Abend vor. Dass uns in dem Kind in der Krippe „der König aller Könige, somit der Gesalbte, der Messias, der Christus geoffenbart wurde" und in ihm „der Erlöser, der Retter und Heiland der gesamten Schöpfung gekommen sei", darauf würden auch die Schätze, welche die drei Weisen aus dem Morgenland diesem Kind damals als Gaben dargebracht haben, nämlich Weihrauch, Gold und Myrrhe" hinweisen, so P. Lukas.
Er führte weiter aus: „Und das sind doch letztlich auch unsere Gaben, die wir Menschen im Heute diesem Kind zu der Krippe zu bringen haben. ... als Weihrauch unsere vom Heiligen Geist ermöglichten Gebete, als Myrrhe unser tägliches, in und mit Christus getragenes Kreuz, als Gold unseren im Feuer geläuterten Glauben an den einen Gott, den Dreifaltigen, Vater, Sohn und Heiligen Geist, den Schöpfer, den Neuschöpfer wie den Vollender unseres Lebens.”
Der Abend der Barmherzigkeit hat im Neuen Jahr schon eine kleine Änderung im Ablauf erfahren, die wir in Zukunft beibehalten werden.
Wir beginnen nach wie vor um 18:00 Uhr mit der Anbetung und dem Rosenkranz. Danach tragen wir unsere Bitten zur Muttergottes und bereiten uns mit ihr auf die um 19:00 Uhr beginnende Eucharistiefeier vor. Der Abend wird nach der Heiligen Messe fortgesetzt mit der Aussetzung des Allerheiligsten, dem Lobpreis und dem Heilungsgebet. Mit dem eucharistischen Einzelsegen wird der Abend der Barmherzigkeit abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Anbetung bis 22:00 Uhr sowie die Gelegenheit zur Beichte den ganzen Abend lang bleiben unverändert. Auch der gemütliche Ausklang bei einer kleinen Agape wird nicht fehlen.
Wir laden schon jetzt zum nächsten Abend am 03. Februar 2012 ein und möchten besonders Familien zum Kommen ermutigen, denn Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!"
06. Jänner 2012: Herz-Jesu-Freitag
Auf Grund des Hochfestes Erscheinung des Herrn konnte heute die Votivmesse vom Herz-Jesu-Freitag nicht gefeiert werden. Trotzdem zählt auch dieser Freitag zu den neun Freitagen, durch die uns, wie die heilige Margareta Maria Alacoque berichtet, besondere Gnaden gewährt werden.
Dem Beispiel der drei Heiligen Könige folgend, die sich auf die Suche nach dem göttlichen Kind gemacht hatten und anbetend vor ihm niedergefallen waren, fanden sich im Oratorium den ganzen Tag über Anbeter ein. Sie verehrten den großen Gott im kleinen Kind und den verborgenen Gott in der Hostie.
Jesus sagt: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich!“ Ein kleines Kind hat grenzenloses Vertrauen in seine Eltern und erwidert die Liebe, mit der es beschenkt wird. Das Jesuskind weiß sich geborgen bei seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater Josef. Setzen wir unser Vertrauen auf Gott, unseren liebenden Vater, und bitten wir das Jesuskind um ein wahrhaft liebendes Herz, das imstande ist, die Liebe des Vaters zu erwidern und allen Menschen in Liebe zu begegnen.
06. Jänner 2012: Erscheinung des Herrn
Der bei uns im Volksmund gebräuchliche Name für dieses Fest ist „Dreikönigtag“. Dieser Name wird nicht zuletzt durch die Sternsingeraktion der katholischen Jungschar und Jugend unterstrichen.
Was aber bedeutet Erscheinung des Herrn? Am Ende der weihnachtlichen Zeit werden wir darauf hingewiesen, dass wir Christus aus den „Augen verlieren“, die Krippe wird eingepackt und verstaut. Jesus, das kleine Kind, ist sozusagen nicht mehr zu sehen. Johannes (1 Joh 4,12) sagt uns dazu: „Niemand hat Gott je geschaut, aber wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet“. Epiphanie oder Erscheinung des Herrn geschieht immer dann, wenn wir den Menschen um uns in dieser Liebe begegnen: in unserem Lächeln, in unserer Dankbarkeit, in unserer Freude. In jeder liebenden Bewegung des Herzens feiern wir Erscheinung des Herrn, immer dann, wenn wir im DU Jesus Christus erkennen.
Das ist es auch, was die Begegnung der Weisen, Magier und Sterndeuter mit dem göttlichen Kind ausmacht: Sie suchen Großes, Mächtiges und entdecken die Liebe. Sie bringen Geschenke und sind doch selbst so reichlich beschenkt worden. Sie tragen das Licht der Liebe in eine dunkle Welt.
Lassen wir dieses Licht durch uns bei vielen Menschen aufleuchten, denn weil dieses Kind in Betlehem geboren wurde, weil uns in diesem Kind Gott selbst erschienen ist, gibt es Hoffnung für alle Menschen, auch für jene in der Ferne, für jene, die Gott suchen.
Im Tagesgebet des Dreikönigtages betet der Priester stellvertretend für uns: Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Lieben wir einander, um die Erscheinung des Herrn in der Welt sichtbar zu machen und viele auf dem Weg zur unverhüllten Anschauung Gottes mitzunehmen.
05. Jänner 2012: Priesterdonnerstag
Seit zweieinhalb Jahren kommen an jedem ersten Donnerstag eines Monats einige treue Beter, Schwestern sowie Laien, ins Oratorium, um gemeinsam für die Priester und um Priesterberufungen zu beten. Der erste gestaltete Priesterdonnerstag war am 02. Juli 2009, anlässlich des von Papst Benedikt ausgerufenen Priesterjahres. Wir blieben diesem Aufruf zum Gebet für die Priester auch über das Jahr 2010 hinaus treu und wissen uns auch für die Zukunft diesem Gebetsanliegen verpflichtet.
Da das Triduum um den Herz-Jesu-Freitag drei Tage hintereinander sein sollen, werden wir in Zukunft, so wie es dem Wunsch der Bischöfe entspricht, den Priesterdonnerstag immer am Donnerstag vor dem Herz-Jesu-Freitag begehen. Im heurigen Jahr ergibt sich im Juni daher eine Änderung: der Herz-Jesu-Freitag ist am 01. Juni, der Priesterdonnerstag schon am 31. Mai.
Der Patron des Priesterjahres war Johannes Vianney, der heilige Pfarrer von Ars. Er ist auch der Patron der Priester. Eine Statue des Heiligen, direkt aus Ars, hat seit dem vergangenen Advent einen Ehrenplatz in unserer Kapelle. Möge uns der Heilige daran erinnern, treu für alle Priester zu beten, denn wir schulden den Priestern den Dank und unsere Gebete für ihre treuen Dienste in der Kirche, zur Ehre Gottes und für das Volk des Herrn. Gerade in einer Zeit, in der das Priesteramt vielfach angegriffen wird, brauchen sie unsere Gebetsunterstützung. Bitten wir Gott gemeinsam mit dem heiligen Pfarrer von Ars um Gnade, Kraft und Segen für unsere Priester und für alle jungen Männer, die eine Berufung im Herzen tragen.
Der nächste Priesterdonnerstag ist am Tag des geweihten Lebens, dem 02. Februar 2012. Aus diesem Anlass beten wir von 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr nicht im Oratorium, sondern gemeinsam in der Kapelle. Anschließend setzen wir die Anbetung im Oratorium fort. Ab 16:40 Uhr ist wie jeden Priesterdonnerstag geistliche Lesung, gestaltete Anbetung und Priesterrosenkranz. An diesem Tag ist vor der Abendmesse Kerzenweihe und Lichterprozesson. Genaueres finden Sie unter „Termine“.
04. Jänner 2012: „Rauchen gehen“
Entsprechend der
Raunächte ist es besonders in ländlichen Gegenden noch Brauch „rauchen zu gehen". Das bedeutet mit einem Weihrauchfass oder einer Weihrauchpfanne und mit Weihwasser durch Haus und Hof zu gehen, um Gottes Schutz und Segen zu erbitten. Gewöhnlich geschieht das in der Weihnachtszeit drei Mal: am Heiligen Abend, zu Silvester und zu Dreikönig.
In unserer Gemeinschaft ist es üblich, wohl auch wegen der Größe unserer Gebäude, nur zu Dreikönig mit Weihrauch durch das Haus zu gehen. Dafür wird dann umso kräftiger gebetet, inzensiert und besprengt. Es ist ein schöner, alter und kraftvoller Brauch. Diesmal waren wir in zwei Gruppen stundenlang unterwegs, den Rosenkranz betend und im Vertrauen darauf, dass unsere Gebete mit dem Weihrauch zu Gott aufgestiegen sind. Wir dürfen sicher sein, dass Gott die Gebete seiner Kinder erhört und uns reichen Segen, Schutz vor allem Bösen und Hilfe in Not und Gefahr gewährt.
01. Jänner 2012: Patientenbesuch am Neujahrstag
Wie an allen großen Festtagen haben wir auch am heutigen Neujahrstag unsere Patienten besucht, um ihnen ein gesegnetes Jahr, Gesundheit, Kraft und Stärke zu wünschen. Unsere Novizinnen hatten diesmal Spruchkarten gebastelt, die zusammen mit einer „
wundertätigen Medaille" verschenkt wurden. Diese kleine Medaille, die schon vielen Menschen Schutz und Segen gebracht hat, wird von unseren Patienten gerne angenommen. Am 27. November 1830 hat Maria die heilige
Katharina Labouré gebeten, diese Medaille prägen zu lassen. Maria versprach: „Alle, die sie tragen, werden große Gnaden erlangen, besonders wenn sie dieselbe am Hals tragen. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die sie mit Vertrauen tragen." Auf der Website der Aktion
„Österreich braucht Mariens Hilfe“ oder der Aktion
„Deutschland braucht Mariens Hilfe“ können sie diese Medaillen beziehen und nähere Informationen einholen.
01. Jänner 2012: Gebet zur Mutter des Hauses
Der Beginn des Neuen Jahres steht im Zeichen der Gottesmutter. Das nehmen wir zum Anlass, das Gebet zu Ehren Marias zu intensivieren. Sie können hier ein Bild mit dem Gebet zur „Mutter des Hauses“
downloaden. Mit diesem Gebet wollen wir uns vertrauensvoll an Maria um Hilfe wenden, damit sie uns sicher zu ihrem Sohn Jesus Christus führt. Die Unbefleckte Empfängnis ist die Patronin unseres Hauses und deshalb sehen wir die reinste aller Jungfrauen auch als treue Mutter unseres Hauses an. Wir laden alle Freunde unseres Hauses und alle Verehrer der Muttergottes ein, mit uns zu beten und uns Gebetshilfe in unseren Anliegen zu schenken. Möge Maria auch für Ihr Haus als gute Mutter sorgen!
01. Jänner 2012: Hochfest der Gottesmutter Maria
Die Kirche hat es immer verstanden, großen Festtagen der Welt einen nicht minder wichtigen geistlichen Sinn zu geben. So wurde schon im 8. Jahrhundert das „Hochfest der Gottesmutter Maria“ am Neujahrstag gefeiert. Ursprünglich wurde dieser Tag „Natale S. Mariae“ genannt. Wie wichtig für die Kirche dieser Tag war, ist daran ersichtlich, dass das Fest der Mutterschaft Mariens auch heute noch im syrischen und byzantinischem Ritus gefeiert wird (am 26. Dezember) und auch in der koptischen Liturgie (am 16. Jänner). Dass dieser Ehrentag der Muttergottes von großer Bedeutung war, zeigen auch die aus dem frühen 8. Jahrhundert vorhandenen Messtexte: Orationen, Antiphonen und Responsorien. In ihnen wird die Mutterschaft Mariens verherrlicht. Der Lobpreis in den Texten gilt der reinsten Jungfrau Maria und ihrem Mitwirken am Heilsplan Gottes. Schon im Eröffnungsvers der heiligen Messe heißt es: Gruß dir, heilige Mutter, du hast den König geboren, der in Ewigkeit herrscht über Himmel und Erde.
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