Die Unbefleckte Empfängnis

Die Schwestern, mit Sr. Barbara als ihrer geistlichen Mutter, lebten als Ordensfamilie zusammen. Diese wurde zu Lebzeiten ihrer Gründerin als Verein und im Jahre 1928 von der Kirche als Kongregation der Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis Mariens offiziell anerkannt. Allgemein werden  sie kurz "Vorauer Marienschwestern" genannt.

Der große Herzenswunsch der Gründerin Sr. Barbara war eine eigene Hauskapelle mit der Gegenwart Jesu in der heiligen Eucharistie. Damit verbunden war die Bitte, die hl. Messe im eigenen Haus feiern zu dürfen. Erst in den letzten Lebensjahren von Sr. Barbara erfüllte sich dieser Wunsch.

In der 1974 erbauten Kapelle fällt der Blick auf die große Statue Marias als der Unbefleckten Empfängnis. Dies bedeutet, dass Maria, als die von Gott Auserwählte, ohne Erbschuld im Schoße ihrer Mutter empfangen wurde. Sie wird auf der Erdkugel stehend dargestellt, unter ihren Füßen die Schlange, die von ihr niedergehalten wird. Durch ihre Sündenlosigkeit wurde sie die große Kämpferin und Siegerin gegen die höllische Schlange. Ihre Hände sind zum Gebet gefaltet. Das Gesicht strahlt voll Liebe und Güte. Durch entsprechende Beleuchtung erscheint ihr Schattenbild doppelt in unterschiedlicher Weise. Die Silhouette ergibt auf der rechten Seite ein Abbild Marias als Jungfrau und auf der linken Seite als werdende Mutter.

Im Bild steht Maria auf einer Löwenzahnblüte. Die Mitte ist Christus, den sie unter ihrem Herzen trägt, dargestellt im Christussymbol.  Das Symbol wird aus den vergrößerten Samen des Löwenzahns gebildet. Maria ist in hellen Farben gemalt - sie bringt uns das Licht der Welt. Der Same des Glaubens hat im Leben der Gründerin Sr. Barbara reiche Frucht gebracht, weil Christus auch die Mitte ihres Lebens gewesen ist.

Im rechts oben dargestellten Stift Vorau hat dieser Glaube Nahrung und Kraft bekommen durch die tägliche Mitfeier der hl. Messe, durch den Empfang der hl. Kommunion und das vertrauensvolle Gebet. Priester des Stiftes sind ihre Ratgeber gewesen. Unterhalb des Stiftes ist eine betende Schwester dargestellt. Beten bedeutet Hinwendung zu Gott, offen sein für sein Wort. Für Sr. Barbara war Maria das große Vorbild im Hören auf Gott und im Tun was er sagt.

Die links oben dargestellte Kapelle ist das geistliche Zentrum des Hauses. Hier wird täglich die hl. Messe gefeiert. Die Anwesenheit Jesu Christi im Tabernakel  lädt Schwestern, Patienten und Besucher während des ganzen Tages zum Verweilen und Beten ein.


"Die Unbefleckte Empfängnis" von Karin Wimmer am 09. August 2005


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