Lebenswerk der Ordensgründerin Sr. Barbara Sicharter

Sr. Barbara führte ein vorbildliches Leben im Glauben und Vertrauen auf Gott. Das ermutigte und bestärkte viele Gleichgesinnte darin, denselben Weg zu gehen. Daraus entwickelte sich eine ständig wachsende Gemeinschaft von Schwestern. Zudem fühlten sich viele Kranke in ihrer Gegenwart geborgen und konnten Hilfe erfahren. Aus dem fürsorglichen Pflege- und Armendienst der Schwestern entstand eine Krankenstation, die sich langsam in ein immer größeres Krankenhaus mit vielen Betten umwandelte.

Das Bild zeigt die betende Mutter Barbara. Ihr Leben ist ganz Christus geweiht. Auf ihren Armen trägt sie auf der einen Seite die Kranken und auf der anderen Seite ihre Mitschwestern. Aus dem Gebet erhält sie die Kraft. Die betenden Hände sind wie eine Flamme, das Gesicht ist ganz ins Licht hineingenommen und der Friede Christi, der sich auf sie senkt, ist ihr Schmuck. Durch diese Kraft und Ausstrahlung angezogen, erheben sich die Kranken von ihren Betten und werden in das Licht hineingenommen. Christus selbst nimmt sich ihrer an. Sr. Barbara wird zur Mittlerin und Stütze.

Die Gesichter der Kranken sind zuerst von den gefalteten Händen angezogen, dann erheben sich ihre Blicke, bis sie frei in Christus stehen. Die Krankenbetten sind wie Unterlagen dargestellt - bildliche Unterstützungen im Heilungs- und Genesungsprozess. Das Aufstehen der Personen wird als ein innerliches Auferstehen gezeigt. Die Gnade Gottes gewährt Schutz und Kraft in dieser Zeit der inneren Entwicklung. Die Betten kommen aus Christus und münden gleichzeitig darin. Sie bilden ein Tor und laden zur Einkehr ein. Die Hilflosigkeit in der Krankheit will zur Erkenntnis des Wahren führen.

Auf der anderen Seite sind die Schwestern dargestellt. Sie unterstützen ihre Mutter und die Kranken  durch  ihre  Haltung. Im Knien kommt die Demut zum Ausdruck. Durch ihre Mitschwestern erfährt Sr. Barbara Hilfe, sie verstärken ihren Arm. Ebenso stehen sie den Kranken wie Vorbilder gegenüber. Ihre Herzen sind wie Blüten, die sich für Gott öffnen und sich von ihm führen und befruchten lassen. Umgekehrt schenkt Gott durch die Gnade Schönheit - reine Herzen aus seinem Licht, zur dienenden Liebe bereit. Solche Herzen sind das Tor zum Heil.

Aus den Armen der Gründerin erwachsen zwei Bäume wie Torwächter. Auf der Herzensseite Barbaras steht der Baum mit den Blüten. Er zeigt die Herzen, die für Gottes Berufung offen stehen - die Schwesterngemeinschaft. Auf der anderen Seite erwächst der Baum mit den Früchten - der Pflege- und Krankendienst an den Armen und Siechen - die gewährleistete Unterstützung im Glauben und aus dem Glauben heraus.

Das Lebenswerk stellt sich wie ein Tor dar, in dessen Mitte Christus steht, der sich selbst als das Tor zum Vater bezeichnet hat. Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Der Weg mündet in die Flamme der betenden Hände. Sr. Barbara wird als Mittlerin zwischen Gott und den Menschen dargestellt. Ihr Leben ruht in Christus, in seiner Liebe, die durch das Tor auf alle übergeht. Dieses Tor liegt dem Lebenswerk zugrunde.


"Lebenswerk der Gründerin Sr. Barbara" von Karin Wimmer am 20. Juli 2005


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