Segensgruß der Ordensgründerin Sr. Barbara Sicharter

Dem Bild liegen der Kelch und die Hostie zu Grunde- die Gegenwart Gottes in Brot und Wein. Darin wird die Sehnsucht der Gründerin  nach der hl. Eucharistie dargestellt. Ihr ganzes Leben erstrahlt im Licht der Gegenwart Gottes. Sr. Barbara ist transparent für dieses Mysterium. Die Hostie wird zu ihrem Heiligenschein. Ihr Glaube krönt sie.

Das weiße Licht wird erst durch die Zerlegung in seine Spektralfarben für uns erkennbar. In der Natur brechen sich die Sonnenstrahlen in den Regentropfen, und wir können am Himmel den Regenbogen beobachten. Der Regenbogen gilt als Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen. Gott wird in seiner Schöpfung offenbar.

Liebe, Gebet und Glaube werden durch die Werke der Gründerin konkret. Ihr Herz schwingt in allen Farben - es ist erfüllt von Gott. Schöpfung Gottes in der herrlichsten Farbenpracht - das ist " Barbaras" Herz. Die Kraft geht durch die Hand Barbaras auf den Baum über. Durch ihr Wirken ist sie zur Hilfe für die Armen, Kranken und Siechen geworden.

Aus dem Glauben heraus hat Sr. Barbara Werke geschaffen, denen eine Vision  zugrunde liegt. Sr. Barbaras Anliegen war es, den Menschen als Baum zu sehen. Das Bild zeigt ihre schützende, stützende und wegweisende Hand um jeden, der sich dem Licht öffnet und sich im Guten entfaltet. Ihr Herz wirkt auf den Baum wie eine zweite Sonne, die ihn zusätzlich mit Kraft und Geborgenheit unterstützt.

Die rechte Hand von Sr. Barbara ist zum Segensgruß erhoben, geöffnet verströmt sie sich. Damit ist das Wirken von Sr. Barbara durch ihr Gebet dargestellt - das Segnen. Sie ist zur Mittlerin Gottes geworden, zur " Heiligen". Jeder Gedanke an sie ist schon heilsam. Durch ihr Leben, das sie ganz dem Wirken des Hl. Geistes zur Verfügung gestellt hat, ist sie den Menschen zum Trost und zur Hoffung geworden. Viele konnten durch sie wieder die Gnade Gottes erkennen.

Die Segenshand von Sr. Barbara ähnelt dem Baum, der auf der gegenüberliegenden Seite konkret gemalt ist. Das Lebenswerk von Sr. Barbara hat sich langsam, mit guten Wurzeln und im Licht des Glaubens, entfaltet. Die Schwesternkongregation der Unbefleckten Empfängnis, sowie das Marienkrankenhaus Vorau sind zu einem mächtigen kraftspendenden Baum angewachsen, durch den die segnende Hand von Sr. Barbara bis heute spürbar ist.

Die Liebe ist symbolisiert durch Sr. Barbaras Herz. Der Glaube entfaltet sich durch den blühenden Baum. Das Gebet erreicht uns wie die Strahlen der segnenden Hand.

Liebe, Glaube und Gebet sind in Regenbogenfarben gemalt und bilden ein Ganzes. Der Kelch wird zum großen Kreis und zum Widerschein der Hostie, oder besser zur Vergrößerung des Leibes Christi. Barbaras Hingabe wird durch ihr Leben, ihre Herzensgesinnung und ihr Werk zum sichtbaren Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen.


"Der Segensgruß der Gründerin Sr. Barbara" von Karin Wimmer am 9. Juni 2005


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