Zeugnisse

Ein kurzes Vorwort: 

Seit einiger Zeit ist es Brauch geworden, dass sich manche Menschen mit allen Vorlieben und Neigungen mehr oder weniger lautstark der Öffentlichkeit präsentieren. Unter der Bezeichnung „Mut zur Wahrheit und Ehrlichkeit“ werden  Dinge aus dem privaten Bereich preisgegeben. Die Medien haben ihre Freude an solchen Offenlegungen, ist doch das Interesse daran garantiert.

Ganz anders sind die Berichte über Heilige oder über Märtyrer und ganz anders sind Glaubenszeugnisse. Diese haben niemals die einzelnen Personen selbst im Zentrum, sondern sie verweisen immer auf die liebevolle Führung Gottes und sein behutsames Eingreifen in die Geschichte der einzelnen Menschen.

Berichte über die Berufung sind sehr unterschiedlich, wie es im Leben eben ist. Die einen werden wie Paulus vom Blitz getroffen und erleben in der Begegnung mit dem Herrn die „große Liebe“. Bei manchen wächst die Liebe langsam, wie in einer langen Verlobungszeit. Sie wächst, bis der „Brautwerber“ Jesus Christus erhört wird und seine Braut in die Arme schließen kann. Einige gehen eine sogenannte Vernunftehe ein. Die Liebe wächst durch das Zusammenleben mit dem Geliebten als seine Braut.

Hier Wertungen über eine Berufung aufzustellen wäre nicht richtig. Die unterschiedlichen Erzählungen geben vielmehr Zeugnis davon, wie Gott ruft und wen er ruft. Sein Anruf ist immer ein großes Geschenk. Ihn anzunehmen und Antwort geben zu dürfen, ermöglicht uns seine Gnade, in der er uns schon von Anbeginn an erwählt hat.

So wollen wir Vorauer Marienschwestern mit unseren Zeugnissen Mut machen, auf den Anruf Gottes Antwort zu geben. ER ruft nicht die Lauten, die Starken, sondern jene, die sich ihrer Schwachheit bewusst sind und aus Überzeugung und mit Liebe singen: „Die Freude am Herrn ist meine Kraft!“


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