Statue der Gottesmutter
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Zeugnisse - Gebetserhörungen

Zeichen der Verehrung

Mutter Barbara Sicharter war und ist für uns Schwestern, aber auch für viele Gläubige, ein nachahmenswertes Beispiel des christlichen Lebens. Menschen, die sie zu ihren Lebzeiten kannten, nannten sie eine Heilige.

Ohne dem Urteil der Kirche vorzugreifen, geben wir hier einige Zeugnisse wieder, die H.H. Pius Fank in seiner Biografie über Barbara Sicharter gesammelt hat. Wenn auch Sie ähnliche Erfahrungen machen durften, bitten wir Sie, uns diese mitzuteilen.


Vox populi - das Urteil der Menschen

Wenn man das Leben und Wirken Barbara Sicharters überschaut, scheint das eine sicher zu sein, dass sie ein Edelmensch und ein Musterchrist in der schönsten Entfaltung eines ganz Gott geweihten Lebens war. Sich ganz Gott weihen heißt, Gott und alles andere in Gott mit ganzer Seele lieben. Seitdem Barbara sich von der Welt zurückgezogen hat, finden wir bis zu ihrem Tode, also durch 40 Jahre, nichts in ihrem Leben und Wirken, das nicht im Dienste der Liebe zu Gott und zu den Menschen gestanden wäre. Diese ganz im Dienste der leidenden Brüder und Schwestern in Christus sich opfernde und verzehrende Liebe stellt zweifellos den Höhepunkt ihre so unauffälligen und doch so großen Lebens dar. Nur eine ganz große und für immer Gott sich schenkende, liebensstarke Seele konnte mit solch großmütiger und hochherziger Beharrlichkeit durch so lange Zeit täglich und stündlich zu jedem ihr möglichem Opfer im Dienste der Liebe bereitstehen.

Barbaras Leben und Wirken war in der nordöstlichen Steiermark überall bekannt. Wie hat das christliche Volk übe rsie geurteilt? Da ist zunächst die wichtige Tatsache festzustellen, dass niemand an ihrem lauteren Tugendleben und selbstlosen Liebeswirken zu zweifeln wagte. Darüber hinaus war die Überzeugung allgemein, dass ihre Tugendhöhe die Tugendgröße gewöhnlicher Christen weit überragte. Es ist darum nicht zu verwundern, dass schon vor ihrem Tode und noch mehr nach ihrem Ableben Stimmen laut wurden, die in irgendeiner Form aussprachen, was der schlichte Bauarbeiter, wie wir gehört haben, in die Worte kleidete: „So kunnt a Halige ausschaun.“ [So könnte eine Heilige ausschauen] Besonders unter den Schwestern, die Barbara am besten kannten und auch Schwächen und Fehler am ehesten bemerkt hätten, verstärkte sich nach ihrem Tode immer mehr das Urteil, dass man es unbedenklich wagen dürfe, Barbara für eine Heilige zu halten.

Auch außerhalb des Klosters wurden bald Stimmen laug, die nicht bloß die seltene tugendhaftigkeit Barbaras hervorhoben, sondern ihre hohe Meinung noch deutlicher zum Ausdruck brachten.

Eine Frau, die Barbara in den letzten Jahren ihres Lebens nahegestanden war, wagte den Ausspruch: „Schwester Barbara ist sicher eine Heilige gewesen.“

Ein Pfarrer, der sie gut kannte und auf der Bahre sah, äußerte sich, wenn er ein Anliegen hätte, würde er sich getrauen, zu Barbara zu beten, um Erhörung zu finden.

Besonders wertvoll ist hier das Urteil des Spitalsarztes Dr. Hand Mühlbauer (siehe Bild), der durch 15 Jahre das Leben und Wirken Barbaras fast täglich beobachten konnte. Wegen seiner höheren Bildung darf man ihm ein reiferes und richtigeres Urteil zutrauen. Er war ein Mann, der leicht in Gefahr kam, nach Art des Dichters Ganghofer sich lustig zu machen über das, was anderen als heilig galt. Er hatte ein Falkenauge für alles, was im Leben und Treiben seiner Umgebung anfechtbar war, und kam darum nicht leicht in Versuchung, eine Klosterschwester vorschnell als heilig zu bezeichnen. Er war aber auc hwieder unvoreingenommen und ehrlich genug, das Gold ganz echter christlicher Tugendgröße freimütig anzuerkennen. Von ihm kennen wir nun ein paar Aussprüche, die kaum zum Spaß und Spott aus seinem Munde kamen. Als man für die Krankenanstalt ein Siegel herstellen ließ, bestand Dr. Mühlbauer darauf, dass es die Umschrift trage: „Barbara Sicharter’sche Krankenanstalt.“ Zur Begründung fügte er bei: „Die wird sicher einmal seliggesprochen.“ Nach dem Tod Barbaras äußerte er sich eines Tages den Schwestern gegenüber: „Ihr ehrt eure Oberin zuwenig; wenn eine heilig war, ist es die gewesen.“

Quellen:

Fank, Pius: Barbara Sicharter; Landmädchen und Gründerin der Vorauer Schwestern; 2. erweiterte Auflage, 1969; Selbstverlag der Vorauer Marienschwestern; Seite 150ff

Vox Dei - das Zeugnis Gottes

Gott kann auf verschiedene Weise zu den Menschen reden. Die Sprache Gottes, die alle verstehen und als Gottesurteil anerkennen müssen, ist die Sprache des Wunders. Wenn etwas geschieht, was keine Macht der Erde vollbringen kann, dann ist klar, dass eine höhere Macht eingegriffen hat. So ersieht man aus den Wundern der Evangelien, dass Gott für Jesus eingegriffen hat, um Ihn als Seinen Gesandten zu bezeugen und um Sein Ja zu sagen zu dem, was Jesus selbst von sich sagte, nämlich, dass Er Gottes Sohn sei.

Wenn heute etwa in Lourdes einem Kranken ein zerstörtes Körperglied, wie eine vom Krebs zerfressene Zunge, wiederhergestellt wird oder wenn eine Krankheit, die zur Ausheilung Wochen und Monate braucht, ganz plötzlich verschwindet, dann ist etwas geschehen, das keine Wissenschaft erklären kann, ohne das Eingreifen einer höheren Macht anzunehmen; diese höhere Macht ist Gott. Wenn nun in Lourdes solche plötzliche Heilungen erfolgen, sobald bei der täglichen Sakramentsprozession der Kranke mit der Monstranz gesegnet wird, dann bezeugt Gott durch ein Wunder unseren Glauben an die Gegenwart Christi in der Eucharistie, aber auch unseren Glauben an die Macht der Fürbitte Mariens, auf deren Anrufungen das Wunder erwartet wurde und auch geschehen ist.

Durch das Wunder gibt Gott auch Sein Urteil kund über die Heiligkeit eines verstorbenen Menschen, wenn auf dessen Anrufung hin ein Wunder geschieht. Dieses Zeugnis Gottes verlangt die heilige Kirche, ehe es zur Seligsprechung kommen kann; es müssen sichere Wunder geschehen sein. Sicher sind sie dann, wenn vollständig glaubwürdige Menschen die wunderbaren Tatsachen bezeugen und wenn jede natürliche Erklärung dieser Tatsachen unmöglich ist.

Wie steht es nun mit unserer Barbara Sicharter? Die Antwort ist einfach: Barbara ist bald nach ihrem Tode angerufen worden und es liegen auffallende Gebetserhörungen vor. die wichtigsten sollen hier kurz vorgelegt werden.

Schwester Barbara hat geholfen

Es war naheliegend, dass zuerst die Vorauer Schwestern selbst die Hände falteten, um Gott zu bitten, Er möge auf die Fürbitte ihrer Gründerin hin in einem Anliegen Erhörung gewähren. Die Schwestern bezeugen, dass sich wiederholt Dinge ereignet hätten, bei denen sich der Gedanke aufgedrängt habe und auch ausgesprochen worden sei: „Da hat Schwester Barbara geholfen.“ Der Kreis derer, die sich in ihren Gebeten vertrauensvoll an Schwester Barbara wandten, erweiterte sich allmählich, wie aus der nun folgenden Auswahl von Gebetserhörungen ersichtlich ist.

 

Hilfe in Bedrängnis

Es war im Jahre 1924. Ein Dienstmädchen wurde von seiner Umgebung so schwer bedrängt, dass es nicht aus und ein wusste. In seiner Ratlosigkeit ging es zum Grab der Schwester Barbara, betete und weinte dort. Plötzlich merkte es einen Lichtschein über sich. Aufblickend sah es zwei Frauen in weißen Kleidern niederschweben bis zur Höhe der nahen Linden. Das Mädchen erkannte die eine als Schwester Barbara, die andere war ihm unbekannt. Nach einigen Minuten verschwanden die Gestalten wieder. Dem Mädchen war leichter. Es fühlte den Drang, den Dienstplatz zu verlassen. Nach einer Woche ging es wieder zum Grab Barbaras und vernahm – wie unhörbar – ihre Weisung: „Geh dorthin!“ Das Mädchen gehorchte, verließ bald seinen Posten und ging in das angewiesen Haus. Dort wurde ihr Kommen als Fügung Gottes betrachtet, weil gerade ein Mädchen sehr benötigt wurde; das Mädchen konnte in den folgenden Jahrzehnten dem Haus viele nützliche Dienste leisten. Es sagte selbst immer wieder; „Ich habe nicht einen Dienstplatz, sondern ein Heim gefunden.“

Heilung an Leib und Seele

Im Jahre 1939 lag im Altersheim in W. ein Mann, der an schwerer Atemnot litt. Trotz der ärztlichen Behandlung wurde sein Zustand immer bedenklicher, so dass man ein Ersticken befürchtete. Obschon in Todesgefahr, wies der Kranke den Priester mit höhnischem Lächeln ab. Zwei Pflegeschwestern begannen eine Novene zu Schwester Barbara. Am dritten Tag der Novene ließ sich der Kranke ohne schwierigkeiten versehen. er starb nicht, vielmehr besserte sich sein leibliches Befinden.

 

Heilung eines Säuglings

Im August 1942 brachte E. M. aus St. L. ihren drei Wochen alten Buben wegen schwerer Darmstörungen ins Krankenhaus zu V. Das Befinden des Kindes wurde von Tag zu Tag schlimmer. Es war voll Ausschlag, hatte hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden und große rote Flecken am Kopf. es ging nur viel Blut und Schleim ab; dazu häufige Fraisenanfälle [Krampfanfälle]. Der Bub magerte vollständig ab; er wog bei der Geburt 3.75 kg, nach zwei Monaten betrug sein Gewicht nur 2.40 kg. Aus Mitleid mit der Mutter begann die Pflegeschwester eine Novene zu Schwester Barbara. In den nächsten Tagen holte die Mutter das Kind, damit es daheim sterben könne. Nahezu leblos, mit 40 Grad Fieber, vom Arzt aufgegeben, trug sie mit ihrer Schwester den Buben heim. Sie nahm Sterbekerze und Zündhölzchen mit für den Fall, dass das Kind unterwegs sterben sollte. Beim Abschied teilte die Pflegeschwester der Mutter mit, dass sie zu Schwester Barbara eine Novene für ihr Kind halte. Die Mutter antwortete: „Beten Sie, Schwester, vielleicht hilft sie.“ Die Mutter selbst betete zur Schmerzensmutter von Pinggau. Am ersten Tag nach der Heimkehr hatte der Bub drei derartige Fraisenanfälle, dass die Mutter nach dem dritten ihn als tot weglegte. Man bereitete schon die Aufbahrung vor. Nach etwa zehn Minuten nahm die Mutter das Kind wieder in ihre Hände und sagte zum Staunen aller Anwesenden: „Er atmet ja.“ Auf den Rat eines Arztes wurde dem Kind ein Nährpräparat verabreicht. Es hatte noch Fraisenanfälle, erholte sich aber vollständig und war 1955 ein gesunder, munterer Hauptschüler.

Heilung eines Ileus

Im Jahre 1942 wurde J. H. aus B. mit schwerer Darmstörung (Darmverschluss und Darmlähmung) ins Krankenhaus zu V. eingeliefert. Alle Bemühungen des Arztes (Einspritzungen, Heißluft usw.) waren erfolglos. Der Kranke verlangte mit großem Heißhunger Speisen, die er bald mit großer Heftigkeit erbrach. Der Arzt erklärte, er könne Flüssigkeit zu sich nehmen; wenn das Erbrechen beginne, müsse der Magen ausgepumpt werden. So ging es Tage hindurch, ohne dass eine Besserung eingetreten wäre. Der Kranke verlor das klare Bewusstsein und wurde immer Schwächer. Da er das Versehen ablehnte, waren die Pflegeschwestern um das körperliche und seelische Wohl des Mannes gleich besorgt. Sie begannen eine Novene zu Schwester Barbara. Am siebenten Tag der Novene fing der Darm wieder an zu arbeiten. Der Arzt sah dies als sicheres Zeichen des nahen Todes an und gab die Hoffnung auf; er sagte zu den Pflegeschwestern, sie sollen nur spritzen, es helfe so nichts mehr. Am nächsten Morgen war der Kranke bereit, sich versehen zu lassen, und empfing die heiligen Sakramente. Er starb nicht, sein Zustand besserte sich von Tag zu Tag, nach kurzer Zeit konnte er das Krankenhaus verlassen und ging wieder wie früher seinem Berufe nach.

Heilung einer todkranken Dreijährigen

Das Mädchen M. K. aus S., drei Jahre alt, wurde am 10. Dezember 1942 wegen arger Bauchschmerzen und Fieber ins Krankenhaus in V. gebracht. Die ärztliche Untersuchung ergab Lungenentzündung und schwere Bauchfellentzündung. Das Kind litt sehr unter der von der Bauchfellentzündung hervorgerufenen Darmlähmung. In der dritten Krankheitswoche zeigten sich starke Fieberschwankungen. auf die Frage der Mutter, wie es mit M. stehe, gab der Arzt zur Antwort: „Sehr schlechte Herztätigkeit, es ist keine Aussicht, Sie müssen jeden Augenblick gefasst sein.“

In der Vertretung des Arztes der Anstalt kam ein zweiter Arzt, der sich auch der mutter gegenüber sehr bedenklich äußerte mit den Worten: „Es ist ganz schlimm.“
Hierauf traten neue Entzündungsherde in der Lunge auf; die Kleine war ganz abgemagert und vom Fieber vollständig entkräftet – dem Tode nahe.
Nun begann die Mutter eine Novene zu Schwester Barbara und betete am Grab derselben für ihr Töchterlein.
Von da an besserte sich der Zustand des Kindes.
Am 28. März 1943 wurde es geheilt aus dem Krankenhaus entlassen.

 

Besserung des Gesundheitszustandes

Der Priester J. G. aus G. schrieb am 20. September 1944 folgenden Bericht: „Anfang März 1944 kam ich mit einem chronischen Gallenleiden und einer schweren Magensenkung ganz entkräftet in das Krankenhaus Vorau.
Die Entkräftung war so weit fortgeschritten, dass ich 12 Tage nicht zelebrieren konnte.
Am 24. März zelebrierte ich zum erstenmal wieder, doch war ich so schwach, dass ich nicht fähig war, die Kommunion zu spenden.
Ende März machte ich nun eine Novene zu Schwester Barbara, ging täglich zu ihrem Grab und setzte mein ganzes Vertrauen auf ihre Fürsprache.
Tatsächlich besserte sich von da an der Zustand wesentlich.
Seit dieser Zeit hatte ich keinen Anfall, ich kam zu Kräften und konnte arbeitsfähig das Krankenhaus verlassen.“

 

Eine Sterbende lässt sich versehen

Frau G. A. aus V. befand sich mit Herzwassersucht im sommer 1944 im Krankenhaus in V.  Um dem Empfang der Sterbesakramente zu entgehen, ließ sie sich im schwerkranken Zustand nach Hause bringen. Am Freitag, dem 25. August, schlug sie der Pflegefrau die Bitte bezüglich des Empfanges der Sakramente ab.
Am Samstag, dem 26. August, ging Schwester H. zum Grab der Schwester Barbara und empfahl ihr die Kranke. Am Nachmittag besuchte Schwester H. die Kranke. Auffallenderweise fragte diese sofort: „Was machen wir mit dem Versehen?“ Sie war sofort bereit, empfing noch am gleichen Tag die Sakramente, war dann sehr glücklich und starb gottergeben am 2. September 1944.

 

Genesung einer Novizin

Schwester J. erkrankte 1945 als Postulantin; fortwährende starke Halsschmerzen, zeitweise Fieber, tägliches Erbrechen, bedeutende Gewichtsabnahme. Ein halbes Jahr lang konnte sie kein lautes Wort sprechen, flüssige Nahrung kam ihr durch die Nase zurück.
In ihrer schwierigen Lage wandte sie sich während des Noviziates vertrauensvoll an Schwester Barbara, betete öfter ein Ave Maria zu ihr und besuchte öfter ihr Grab.
Ihr Gesundheitszustand besserte sich langsam, und am Tage der Profess war sie geheilt. Seitdem sind keinerlei Beschwerden wiedergekehrt.

Aussöhnung mit Gott

Im Altersheim zu H. hatte der Pflegling M. S. aus F., 28 Jahre alt, infolge eines Unfalles die Füße wie gelähmt. Eine Aussöhnung mit Gott wies er zurück. Da nahmen die Pflegeschwestern ihre Zuflucht zu Schwester Barbara. Hierauf fingen die Füße des Kranken stark zu bluten an; er wünschte nun, dass bald ein Priester komme. Dieser kam und konnte dem Sterbenden noch bei vollem Bewusstsein die heiligen Sakramente spenden. Seine Patin und sein Dienstgeber wunderten sich, aber freuten sich auch, dass er sich habe versehen lassen.

 

Umkehr und Versöhnung auf dem Sterbebett

F. S. kam 1946 in hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus in W. Er war aus der katholischen Kirche ausgetreten. Hasserfüllt gegen seine Gegner war er aus dem Konzentrationslager gekommen. Er hatte nur den Wunsch, nochmal gesund zu werden, um an einem Gegner sich rächen zu können. Kaplan W. von G., mit dem er im Konzentrationslager beisammen gewesen war und den er schätzte, wollte ihn eines Tages besuchen. Der Kranke ließ ihn nicht vor, er habe zu viele Schmerzen, er möge ein anderes Mal kommen. Als der Kaplan wieder einmal kam, gab der Kranke dem Arzt ein Zeichen, dass er den Kaplan wegschicken möge, was auch geschah. Nun hielten die Schwestern des Spitals eine Novene zu Schwester Barbara. Am dritten Tag vor seinem Tod verlangte der Kranke selbst nach einem Priester. Da der erwähnte Kaplan nicht gleich kommen konnte, verlangte der Schwerkranke ein zweites Mal einen Priester; es möge der Ortskaplan T. kommen. Mit Zeichen aufrichtiger Reue empfing er die Sakramente.

Vollständige Heilung nach Darmdurchbruch

R. P., 19 Jahre alt, Bauernsohn aus G., wurde am 23. Oktober 1948 wegen Blinddarmdurchbruchs ins Krankenhaus in W. gebracht. Der Durchbruch war schon acht Tage alt, als er von zu Hause abreiste. In der Bauchhöhle sammelte sich der Eiter an. Dadurch konnte er es leichter aushalten. Im Spital ließ man ihn noch eine Woche liegen, da die Operation wegen der Bauchfellentzündung nicht sofort tunlich war. Am Allerheiligenabend trat plötzlich ein sehr starkes Fieber auf. Die Ärzte nahmen jetzt eine chirurgische Ableitung des gesammelten Eiters vor. Nach der Operation fühlte sich der Kranke anfangs wohler. Doch sein Zustand verschlimmerte sich bald wieder, so dass es trotz aller Gegenmaßnahmen der Ärzte am 12. Tag nach der Operation, am 13. November, zu einem akuten Darmverschluss kam. Am nächsten Tag wollten die Ärzte eine Operation vornehmen. Der Kranke litt große Schmerzen und wurde mit den heiligen Sakramenten versehen. Er lag fast ganz hoffnungslos da. In der Nacht vom 13. auf den 14. November riss der Darm. Gase und Darminhalt drangen durch die Bauchhöhle und Bauchwunde nach außen. Matt und verfallen lag der Kranke auf seinem Schmerzenslager. Die Ärzte taten weiter nichts, reinigten weder die Bauchhöhle noch nahmen sie einen sonstigen chirurgischen Eingriff vor. Wohl deshalb, weil ihnen alles zwecklos schien; sie hatten den Kranken aufgegeben. Doch am zweiten Tag war der Darm zugeheilt und vollständig frei; sein Inhalt nahm wieder den normalen Weg. Der Kranke erholte sich rasch und konnte Ende November das Bett verlassen. Am 9. Dezember wurde er gesund aus dem Krankenhaus entlassen. Der Kranke hatte selbst um Genesung gebetet und auch die Schwestern um ihr Gebet ersucht; zwei der Pflegeschwestern stammten aus seiner Heimatpfarre. Am 7. November hatten sie alle gemeinsam eine Novene zu Schwester Barbara begonnen. Der Darmdurchbruch war mit dem siebenten Tag der Novene zusammengefallen. Und am letzten Tag der Novene war festgestellt worden, dass der Darm wieder zugeheilt sei. Innerhalb eines Jahres hatte der Geheilte keinerlei Schmerzen. Nach einem Jahr ließ er sich auf Rat der Ärzte den Blinddarm wegnehmen. Dabei wurde festgestellt, dass an diesem keinerlei Narben vorhanden waren.

Rechtsprechung

J. W. in R. schreibt: „Im Jänner 1965 wurde ich beschuldigt, wegen eines Hühnerdiebstahls falsche Aussagen gemacht zu haben. Ich wusste, dass ich unschuldig war. Es kam zur Einvernahme und zur Verhandlung. Ich machte eine Novene zu Schwester Barbara Sicharter. Am letzten Tag der Novene war die Gerichtsverhandlung. Viele waren vorgeladen. Ich brauchte überhaupt nichts mehr zu sagen, es war alles in Ordnung. Ich danke Gott und Schwester Barbara.“

 

Ich will nur, was Gott will

Diese Gebetserhörungen werden der heiligen Kirche wahrscheinlich nicht genügen, um eine Seligsprechung Barbara Sicharters ernstlich in Erwägung zu ziehen, doch sie werden genügen, um in manchem Leser ein starkes Vertrauen zu Schwester Barbara zu wecken.

Im übrigen wird man hinsichtlich einer möglichen Seligsprechung so urteilen, wie Schwester Barbara gern zu sagen pflegte: „Wenn es der Wille Gottes ist, wird es geschehen; ich will nur das, was Gott will.“ Sollte es aber Gott gefallen, seine Dienerin zu verherrlichen durch die Einreihung in die Schar der Seligen und Heiligen seiner Kirche, so würde sie der gläubigen Welt vorgestellt werden können als leuchtendes Vorbild der Demut, des Gottvertrauens und der Liebe.

Quellen:

Fank, Pius: Barbara Sicharter; Landmädchen und Gründerin der Vorauer Schwestern; 2. erweiterte Auflage, 1969; Selbstverlag der Vorauer Marienschwestern; Seite 152ff

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