Statue der Gottesmutter
Menü

Komm & sieh

Keine Berufung fällt vom Himmel. Sie ist vielmehr ein lebenslanger Prozess. Sie ist ein Geschehen, das sich in der Liebesbeziehung Gottes mit dem Menschen vollzieht, und bleibt darum im Letzten auch ein Geheimnis. Gott will ja niemand zwingen. Er will unsere freie Zustimmung zu dem Weg, auf den er uns ruft.

Die Erfahrung zeigt aber, dass es Hilfen gibt für den Findungs- und Entscheidungsprozess:

Allen voran sind hier Zeiten der Stille und des Gebetes zu nennen. Ohne das persönliche Gespräch mit dem, der ruft, also mit Gott und seinem Sohn Jesus Christus, ist die Berufungsfindung kaum möglich.

Auch das Lesen der Hl. Schrift, insbesondere der Berufungsgeschichten in ihr, kann helfen zu verstehen, wie es denn vor sich geht, wenn Gott einen Menschen ruft.

Die (am besten schriftliche) Reflexion über das eigene Leben, über die eigenen Begabungen, Stärken und Neigungen, aber auch über die eigenen Schwächen ist vielen sehr hilfreich. Auch das Sammeln von Informationen ist wichtig. Wenn ich spüre, dass mich eine bestimmte Berufungsform besonders interessiert, dann ist es hilfreich, möglichst viel über sie in Erfahrung zu bringen. Auch das Gespräch mit Menschen, die für den Glauben und für eine geistliche Berufung aufgeschlossen sind und einen gut kennen, ist eine wichtige Hilfe (z.B. das Gespräch mit Seelsorgern, Eltern, Lehrern, Paten, Freunden usw.).

Schließlich sind auch praktische Erfahrungen wichtig: einfach mal ein paar Tage eine bestimmte Berufung aus der Nähe miterleben z.B. „Kloster auf Zeit“ um innerlich zu erspüren, ob einen diese bestimmte Lebensform anspricht oder nicht.