Statue der Gottesmutter
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Dankbar für 160 Jahre Vorauer Marienschwestern (31.05.2025)

Alles begann vor 160 Jahren mit einem entschlossenen Ja einer Wenigzeller Bauerntochter, die am 30. Mai 1865 als Antwort auf den Ruf Gottes einen gewagten Schritt ins Ungewisse setzte, als sie mit ihrer Freundin Agnes Wasserbauer, einer Bauerntochter ebenfalls aus ihrem Heimatort, nur mit zwei Buckelkörben bepackt aufbrach, um im benachbarten Vorau ein gottgefälliges Leben mit gleichgesinnten Frauen zu beginnen. Barbara Sicharter bezog an diesem denkwürdigen Tag ein abgewirtschaftetes Gasthaus unweit des Stiftes Vorau, das Tonihäusl, welches sie gemietet hatte, und wurde so – ohne es zu beabsichtigen – zur Kloster- und später auch zur Spitalsgründerin in Vorau. Unter der Anleitung des Augustiner Chorherren Karl Englhofer begannen die jungen Frauen ein geistliches Leben als Terziarinnen des heiligen Franziskus in Armut und Gebet.

Am 30. Mai 2025, dem 160. Gründungstag unserer Gemeinschaft, die erst 1829 eine Kongregation wurde, erinnerten wir uns an den Beginn unserer Schwesterngemeinschaft mit einem großen Festakt.

Dieser wurde im kleinen Rahmen mit dem Besuch des Grabes unserer Gründerin, der Dienerin Gottes Mutter Barbara Sicharter, eröffnet. Gemeinsam mit Weihbischof Mag. Johannes Freitag beteten wir um ihre baldige Seligsprechung.

Im darauffolgenden Festgottesdienst, den viele Ehrengäste, Mitarbeiter und Freunde unserer Kongregation mitfeierten, zeigte Weihbischof Johannes in seiner Homilie auf, dass das mutige Ja Mutter Barbaras zum Plan Gottes, zur „Quelle der Gründung“ und zu einem großen „Strom des Lebens“ geworden sei, der vieles in Bewegung gebracht habe. Er wies darauf hin, dass jene, die an die „Quelle des Glaubens und des Lebens von Mutter Barbara“ denken würden, in dieser Quelle der Gründung auch ihren Lebensquell grundgelegt wissen dürften. Jeder Lebensstrom und Glaubensstrom, legte er weiter aus, führe in die Unendlichkeit des Meeres. Letztlich sei es Gott selbst, der jeden Weg der Nachfolge in den unterschiedlichsten Berufungen vollende. Er führe jeden einzelnen in eine Zukunft der Vollendung, in eine Unendlichkeit, in eine Weite, die wir nicht erahnen könnten. Im Strom der Zeit seien alle berufen, sich einzubringen.

Als drittes Highlight des Festtages folgte eine festliche Prozession zum nahegelegenen Kreisverkehr. Dort wurden als bleibende Zeichen der Erinnerung an den 160. Gründungstag der Gemeinschaft Bildtafeln unserer Gründerin von Weihbischof Mag. Johannes Freitag gesegnet. Zugegen waren auch – verantwortlich für die Seligsprechungsprozesse der Dienerinnen Gottes Mutter Barbara Sicharter und Sr. Maria Krückl – der bischöfliche Delegat Msgr. Dr. Gerhard Hörting und der Postulator P. Dr. Anton Witwer SJ.

Schauen Sie sich hier die Zusammenfassung der Jubiläumsfeierlichkeiten an.