Statue der Gottesmutter
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Auf Grund des Hochfestes Erscheinung des Herrn konnte heute die Votivmesse vom Herz-Jesu-Freitag nicht gefeiert werden. Trotzdem zählt auch dieser Freitag zu den neun Freitagen, durch die uns, wie die heilige Margareta Maria Alacoque berichtet, besondere Gnaden gewährt werden.

Dem Beispiel der drei Heiligen Könige folgend, die sich auf die Suche nach dem göttlichen Kind gemacht hatten und anbetend vor ihm niedergefallen waren, fanden sich im Oratorium den ganzen Tag über Anbeter ein. Sie verehrten den großen Gott im kleinen Kind und den verborgenen Gott in der Hostie.

Jesus sagt: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich!“ Ein kleines Kind hat grenzenloses Vertrauen in seine Eltern und erwidert die Liebe, mit der es beschenkt wird. Das Jesuskind weiß sich geborgen bei seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater Josef. Setzen wir unser Vertrauen auf Gott, unseren liebenden Vater, und bitten wir das Jesuskind um ein wahrhaft liebendes Herz, das imstande ist, die Liebe des Vaters zu erwidern und allen Menschen in Liebe zu begegnen.

Der Abend der Barmherzigkeit hat im Neuen Jahr schon eine kleine Änderung im Ablauf erfahren, die wir in Zukunft beibehalten werden: Wir beginnen nach wie vor um 18 Uhr mit der Anbetung und dem Rosenkranz. Danach tragen wir unsere Bitten zur Muttergottes und bereiten uns mit ihr auf die um 19 Uhr beginnende Eucharistiefeier vor. Der Abend wird nach der Heiligen Messe fortgesetzt mit der Aussetzung des Allerheiligsten, dem Lobpreis und dem Heilungsgebet. Mit dem eucharistischen Einzelsegen wird der Abend der Barmherzigkeit abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Anbetung bis 22 Uhr sowie die Gelegenheit zur Beichte den ganzen Abend lang bleiben unverändert. Auch der gemütliche Ausklang bei einer kleinen Agape wird nicht fehlen.

Wir laden schon jetzt zum nächsten Abend am 3. Februar 2012 ein und möchten besonders Familien zum Kommen ermutigen, denn Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“

Erscheinung des Herrn

Der bei uns im Volksmund gebräuchliche Name für dieses Fest ist „Dreikönigtag“. Dieser Name wird nicht zuletzt durch die Sternsingeraktion der katholischen Jungschar und Jugend unterstrichen.

Was aber bedeutet Erscheinung des Herrn? Am Ende der weihnachtlichen Zeit werden wir darauf hingewiesen, dass wir Christus aus den „Augen verlieren“, die Krippe wird eingepackt und verstaut. Jesus, das kleine Kind, ist sozusagen nicht mehr zu sehen. Johannes (1 Joh 4,12) sagt uns dazu: „Niemand hat Gott je geschaut, aber wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet“. Epiphanie oder Erscheinung des Herrn geschieht immer dann, wenn wir den Menschen um uns in dieser Liebe begegnen: in unserem Lächeln, in unserer Dankbarkeit, in unserer Freude. In jeder liebenden Bewegung des Herzens feiern wir Erscheinung des Herrn, immer dann, wenn wir im DU Jesus Christus erkennen.

Das ist es auch, was die Begegnung der Weisen, Magier und Sterndeuter mit dem göttlichen Kind ausmacht: Sie suchen Großes, Mächtiges und entdecken die Liebe. Sie bringen Geschenke und sind doch selbst so reichlich beschenkt worden. Sie tragen das Licht der Liebe in eine dunkle Welt. Lassen wir dieses Licht durch uns bei vielen Menschen aufleuchten, denn weil dieses Kind in Betlehem geboren wurde, weil uns in diesem Kind Gott selbst erschienen ist, gibt es Hoffnung für alle Menschen, auch für jene in der Ferne, für jene, die Gott suchen.
Im Tagesgebet des Dreikönigtages betet der Priester stellvertretend für uns: Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Lieben wir einander, um die Erscheinung des Herrn in der Welt sichtbar zu machen und viele auf dem Weg zur unverhüllten Anschauung Gottes mitzunehmen.