Statue der Gottesmutter
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Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Tag für Tag erleben wir, was alles unternommen wird, um ein Produkt zu verkaufen; wie viel Einsatz, wie viel Arbeitszeit wird dafür investiert.
Wir sollen hier ein wenig lernen von den Kindern der Welt.
Wir wollen klüger sein, mutiger vorangehen, uns nicht mehr schämen Katholiken zu sein, sondern hinausgehen in die Welt. Wir haben der Welt das Kostbarste zu geben – das Heil, Jesus Christus! Versuchen wir Mut zu fassen und JA zu sagen zur Verkündigung und zur Evangelisation – so wie der heilige Paulus, der den Sohn Gottes machtvoll verkündet hat.

Jetzt ist eine Zeit, wo das Heil verkündet werden muss. Auch wenn es viele Gesellschaften und Bünde gibt, die gegen die Kirche sind. Jeder von uns hat erfahren, wenn wir etwas Gutes tun, gibt es Widerstand. Lassen wir uns nicht abhalten, lassen wir uns stärken. Wir leben mitten im Leib Christi, mitten in einem Land, das (noch) katholisch ist. Wir sind aufgerufen, den Glauben zu erneuern, den Glauben an den dreifaltigen Gott und an die Kirche. Was für eine Größe!

Täglich dürfen wir die heilige Messe besuchen. Wir haben Priester, die uns von der Sünde lossprechen. All das ist uns von Jesus geschenkt, also brauchen wir uns nicht zu schämen. Jesus sagt uns, dass wir Kinder des Lichtes sind, die er in seiner Nähe haben will. Wir wollen allen Verlockungen widersagen, allem, was uns von Gott abzieht. Er ist uns so nahe und unbegreiflich ist seine Nähe! Nehmen wir die Hand unseres Nachbarn und sagen wir einander unsere Liebe zu.

Wieso verwünschen wir uns im Alltag oft gegenseitig? Warum sagen wir nicht dem neben uns: „Ich verzeihe dir! Ich liebe dich!“ Denn in diesem Menschen ist ja Jesus gegenwärtig. Seien wir kluge Verwalter der Gnade Gottes! Nur fromm tun und nicht danach leben ist ein Anstoß und macht Platz für Satan. Denken wir daran: Selbst im bösesten Menschen ist Jesus gegenwärtig; er ist in ihm wie ein Gefangener, aber er ist in ihm. Die Liebe befreit diese Menschen durch unsere Vergebung. Denken wir daran: Jesus ist in diesem Menschen und er ist bedürftig nach Liebe. Jesus ist überall! Besonders in euch Schwestern! Ihr werdet die Liebe Gottes hinausbringen in die Welt. Und wie die Schwestern sind auch wir alle gerufen, auf Gott zu schauen, bei ihm zu sein. Und wir müssen lernen, auf Jesus zu schauen, der im Nächsten ist!

Versuchen wir heute den zu umarmen, mit dem wir uns in der letzten Zeit am Schwersten getan haben, um Jesus in dieser Person zu befreien! Amen.

Während einer Pestepidemie im Jahre 1576 kümmerte er sich persönlich um das Wohlergehen der Bürger, besuchte sie in den Spitälern und sprach den Menschen Mut zu. Gleichzeitig beschränkte er sich auf das Nötigste und lebte von Wasser und Brot. Diese aufopfernde und demütige Haltung brachte ihm den Respekt und die Liebe der Stadtbevölkerung ein.

46-jährig starb Karl Borromäus am 3. November 1584 in Mailand mit den Worten: „Herr, ich komme!“ Sein Leichnam wurde in der Krypta des Mailänder Domes beigesetzt. Er war ein Mann der unermüdlichen Arbeit und des Gebets, der sich vom Glanz seiner Karriere nicht blenden ließ. Am 1. November 1610 wurde er heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 4. November. Karl Borromäus, unermüdlich für die moralische Erneuerung der Kirche im Einsatz, gilt als Patron der Seelsorger, der Priesterseminaristen und der Pestkranken.