Statue der Gottesmutter
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Die Mauer von Jericho ging nicht schneller zugrunde nach dem Trompetenton von Josue,
als die falschen Lehren nach einem aufrichtigen Rosenkranzgebet.
Der Setzteich in Jerusalem heilte die Wunden der Leibkranken nicht so schnell wie das Rosenkranzgebet,
welches ein Medikament für die Seelenkranken ist.
(Alfons Liguori)

15 Verheißungen an Alano della Rupe

1. Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beharrlich beten, erlangen eine besondere Gnade.

2. Ich verspreche jenen, die andächtig den Psalter meines Rosenkranzes beten, große Gnaden und meinen besonderen Schutz.

3. Der Rosenkranz ist ein mächtiger Schild gegen den höllischen Feind; er vernichtet das Laster, verhindert die Sünde und rottet die Irrlehre aus.

4. Der Rosenkranz bewirkt das Wiederaufblühen der Tugend und Werke der Gottseligkeit. Durch ihn wird den Seelen die Fülle der göttlichen Erbarmungen zuteil; indem sie sich von der eitlen Anhänglichkeit an die Güter dieser Welt losschälen, werden sie erfüllt von dem Verlangen nach den ewigen Gütern; viele Seelen werden durch den heiligen Rosenkranz gerettet.

5. Die Seele, welche in rechter Weise durch meinen Rosenkranz ihre Zuflucht zu mir nimmt, geht nicht verloren.

6. Alle diejenigen, welche andächtig den Rosenkranz beten, und dabei die Geheimnisse betrachten, werden vom Unglücke nicht niedergebeugt und vor dem unvorhergesehenen Tode bewahrt bleiben. Sind sie in Sünden, so werden sie die Gnade der Bekehrung erlangen; die Gnade der Beharrlichkeit aber, wenn sie gerecht sind, und sie werden würdig befunden werden des ewigen Lebens.

7. Die Gläubigen, welche eine wahre Andacht zu meinem Rosenkranz haben, werden nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben.

8. Ich will, dass jene, die meinen Rosenkranz andächtig beten, während ihres Lebens und im Augenblicke ihres Todes der Fülle göttlicher Erleuchtungen und Gnaden teilhaftig werden sowie der Verdienste der Heiligen Gottes.

9. Jeden Tag befreie ich aus dem Fegfeuer die Seelen, welche in ihrem Leben die Andacht des heiligen Rosenkranzes beharrlich gepflegt haben.

10. Denen, die wahrhaft andächtig meinen Rosenkranz beten, wird im Himmel eine besondere Glorie zuteil werden.

11. Alles, was man mich vermittels des heiligen Rosenkranzes bittet, wird man erhalten.

12. Diejenigen, welche an der Verbreitung meines Rosenkranzes arbeiten, werden in all‘ ihren Nöten meine Hilfe erfahren.

13. Ich habe von meinem göttlichen Sohne die Gnade erlangt, dass alle, welche der Bruderschaft vom heiligen Rosenkranze einverleibt sind, die glückseligen Bewohner des Himmels zu ihren Brüdern und Schwestern haben, während ihres Lebens und in der Stunde ihres Todes.

14. Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beten, sind meine bevorzugten Kinder und Brüder Jesu Christi, meines eingeborenen Sohnes.

15. Die Andacht zum hl. Rosenkranz ist ein besonderes Merkmal der Auserwählung.

(Imprimatur: Patrick J. Hayes, D.D.; Archbishop of New York, USA.)

Maria, die Königin der Milde

Mit diesen 15 Versprechen verabschiedete sich Maria von Alano mit dem Auftrag: „Predige das, was Du gesehen und gehört hast. Hab keine Furcht: ich bin mit Dir: ich werde Dich und allen meinen Psalmodisten zur Seite stehen. Ich werde all jene bestrafen, die sich Dir entgegen stellen.“

In den zwei Lebensjahren, die dem frommen Mönch noch verblieben, erfüllte er die Bitten der Jungfrau Maria als ihr gehorsamer Sohn und verstand es durch seine Predigten die beliebte Marienverehrung zu verbreiten und die jeweiligen Bruderschaften zu gründen. Im Jahr 1474 gelang es ihm sogar, das Kapitel der Dominikaner Hollands davon zu überzeugen, zum ersten Mal das Rosenkranzgebet für die Lebenden und die Toten vorzuschreiben. Im selben Jahr wurde in Frankfurt, in der Kirche der Dominikaner, der erste Altar für eine Rosenkranzbruderschaft errichtet.

In seinem letzten Lebensjahr verfasste Alano die Apologia des Rosenkranzes Marias für einen gewissen Ferrico, Bischof von Tournai, in der er ihm all das berichtete, was er in den elf Jahren zuvor erlebt hatte. In Zwolle erkrankte Alano am 15. August, dem Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, schwer. Am 8. September darauf, das war damals der Vorabend von Maria Geburt, entschlief Alan im Kreise seiner Brüder im Rufe der Heiligkeit. Maria, die Königin der Milde, wie er sie in seinen Niederschriften nannte, hat ihn heimgeholt.

 

Oration

Gott, du ordnest alles mit Macht und Weisheit; Engeln und Menschen teilst du ihre Dienste zu. Gib, dass die Macht des Bösen nicht überhandnimmt, sondern sende deine heiligen Engel, die im Himmel vor dir stehen, in diese Welt, damit sie uns vor allem Unheil schützen.

Die 5 Steine gegen „Goliath“

 

Wie David 5 Steine sammelte, um den Bösen zu bezwingen, so gibt uns die Gospa 5 Steine anderer Art um unseren Goliath zu besiegen:

1.                 Beten mit dem Herzen
2.                 Heilige Messe
3.                 Bibel lesen
4.                 Fasten bei Wasser und  Brot (MI+FR)
5.                 Beichte

Stabat mater

Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint‘ von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer, seufzend unter Todesschauer, jetzt das Schwert des Leidens ging.
Welch ein Weh der Auserkornen, da sie sah den Eingebornen, wie Er mit dem Tode rang!
Angst und Trauer, Qual und Bangen, alles Leid hielt sie umfangen, das nur je ein Herz durchdrang.
Wer könnt‘ ohne Tränen sehen Christi Mutter also stehen in so tiefen Jammers Not?
Wer nicht mit der Mutter weinen, seinen Schmerz mit ihrem einen, leidend bei des Sohnes Tod?
Ach, für Seiner Brüder Schulden sah sie Jesus Marter dulden, Geißeln, Dornen, Spott und Hohn.
Sah Ihn trostlos und verlassen an dem blut’gen Kreuz erblassen, ihren lieben einz’gen Sohn.
Gib, o Mutter, Born der Liebe, dass ich mich mit dir betrübe, dass ich fühl die Schmerzen dein.
Dass mein Herz von Lieb entbrenne, dass ich nur noch Jesus kenne, dass ich liebe Gott allein.
Heil’ge Mutter, drück die Wunden, die dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein.
Ach, das Blut, das Er vergossen, ist für mich dahingeflossen; lass mich teilen Seine Pein.
Lass mit dir mich herzlich weinen, ganz mit Jesu Leid vereinen, solang hier mein Leben währt.
Unterm Kreuz mit dir zu stehen, dort zu teilen deine Wehen, ist es, was mein Herz begehrt.
O du Jungfrau der Jungfrauen, wollst in Gnaden mich anschauen, lass mich teilen deinen Schmerz.
Lass mich Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden fühlen wie dein Mutterherz.
Mach, am Kreuze hingesunken, mich von Christi Blute trunken und von Seinen Wunden wund.
Dass nicht zu der ew’gen Flamme der Gerichtstag mich verdamme, sprech für mich dein reiner Mund.
Christus, um der Mutter Leiden gib mir einst des Sieges Freuden nach des Erdenlebens Streit.
Jesus, wann mein Leib wird sterben, lass dann meine Seele erben deines Himmels Seligkeit! Amen.

Heilig Kreuz, du Baum der Treue Venantius Fortunatus

Heilig Kreuz, du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleich,
keiner so an Laub und Blüte, keiner so an Früchten reich:
Süßes Holz, o süße Nägel, welche süße Last an euch.

Beuge, hoher Baum, die Zweige, werde weich an Stamm und Ast,
denn dein hartes Holz muß tragen eine königliche Last,
gib den Gliedern deines Schöpfers an dem Stamme linde Rast.

Du allein warst wert, zu tragen aller Sünden Lösegeld,
du, die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt.
Du, gesalbt vom Blut des Lammes, Pfosten, der den Tod abhält.
Lob und Ruhm sei ohne Ende Gott, dem höchsten Herrn, geweiht.

Preis dem Vater und dem Sohne und dem Geist der Heiligkeit.
Einen Gott in drei Personen lobe alle Welt und Zeit. Amen.