Archiv: Chroniken
Die sieben Schmerzen und die sieben Freuden des heiligen Josef
1) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als du deine göttliche Braut verlassen wolltest, aber auch an jene Freude, als dir der Engel die Menschwerdung Christi offenbarte. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
2) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als du das göttliche Kind so arm zur Welt kommen sahst, aber auch an jene Freude, als du den Lobgesang der Engel hörtest. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
3) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als das göttliche Kind beschnitten wurde, aber auch an jene Freude über den süßen Namen Jesus. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
4) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden bei der Weissagung Simeons, aber auch an jene Freude, dass durch dieses Kind viele Seelen gerettet werden sollten. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
5) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als du mit dem göttlichen Kind nach Ägypten fliehen musstest, aber auch an jene Freude, als du die Götzen vor ihm niederfallen sahst. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
6) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als du wieder fliehen musstest, aber auch an jene Freude, dass du mit Jesus und Maria in Nazareth wohnen konntest. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
7) Ich erinnere dich, o heiliger Josef, an jenen Schmerz, den dein Herz empfunden, als du das göttliche Kind verloren hattest, aber auch an jene Freude, als du es wieder fandest im Tempel zu Jerusalem. Durch diesen deinen Schmerz und durch diese deine Freude bitte ich dich, komme uns zu Hilfe.
Vater unser… Ave Maria…
LITANEI FÜR DIE KRANKEN
Herr, erbarme dich der Kranken!
A: Herr, erbarme dich ihrer!
Christus, erbarme dich der Kranken!
A: Christus, erbarme dich ihrer!
Herr, erbarme dich der Kranken!
A: Herr, erbarme dich ihrer!
Christus, höre uns!
A: Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel
A: erbarme dich der Kranken!
Gott Sohn, Erlöser der Welt
A: erbarme dich der Kranken!
Gott Heiliger Geist
A: erbarme dich der Kranken!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
A: erbarme dich der Kranken!
Gott, Herr des Lebens und des Todes A: erbarme dich der Kranken!
Gott, der du durch Leiden wie Gold im Feuer läutern willst
Jesus, der du gekommen bist,
die Kranken zu heilen und die Betrübten zu trösten
Jesus, der du die Schwiegermutter des Petrus
vom Fieber befreit hast
Jesus, der du die Blinden sehend, die Tauben hörend,
die Stummen sprechend, die Lahmen gehend gemacht
und die Aussätzigen gereinigt hast
Jesus, der du die Tochter des Jairus und den Jüngling von Naim
wieder ins Leben gerufen hast
Jesus, der du den Lazarus, deinen Freund,
aus dem Grabe wiedererweckt hast
Jesus, der du versprochen hast,
alle Mühseligen und Beladenen zu erquicken
Jesus, der du selbst die größten Schmerzen wegen uns gelitten hast
Jesus, der du uns das herrlichste Beispiel der Geduld gegeben hast
Jesus, der du durch Leiden in deine Herrlichkeit eingegangen bist
Jesus, der du durch deine Auferstehung den Tod überwunden hast
Jesus, der du uns einst vom Tode wiedererwecken wirst
Jesus, du unser Helfer und Beschützer
Jesus, unsere Rettung und Zuflucht
Jesus, unsere Stärke und Geduld
Jesus, unser Heiland und Erlöser
Von den Schmerzen der Krankheit A: erlöse sie, o Herr!
Von allem Kleinmut und Verzagtheit
Von der Angst und Unruhe des Gewissens
Von der Anhänglichkeit an die Erde
Die Gnade einer wahren Reue A: schenke ihnen, o Jesus!
Die Gnade der Geduld in Schmerz und Leid
Die Gnade der Losschälung
Die Gnade der Vergeistigung
Die Gnade der Beharrlichkeit
Die Gnade des Vertrauens
Die Sehnsucht nach dem Himmel
Eine gute Vorbereitung auf den Tod
Den Schutz und Trost der Engel
Die mütterliche Obsorge Mariens
Den Beistand des heiligen Josef
Deine eucharistische Stärkung
Deinen heiligen Segen durch die Hand des Priesters
Ein seliges Ende
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt
A: tröste die Kranken, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt
A: stärke die Kranken, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt
A: erbarme dich der Kranken, o Herr!
Lasset uns beten: Herr, du kannst deinen Kranken helfen, wenn es dir gefällt. Eile ihnen zu Hilfe mit deiner Allmacht und heile sie, wenn es zu ihrem Heile ist. In Vereinigung mit all deinen Schmerzen und Peinen opfere ich durch die Schmerzensmutter Maria die Leiden und Schmerzen, Nöte und Ängste, Tränen und Seufzer aller Kranken der ganzen Welt dem ewigen Vater auf zur Sühne für alle Beleidigungen, die ihm stets zugefügt werden. Du aber, o Jesus, sei den Kranken immer nahe. Amen.
Maria, Mutter Christi
und unsere Mutter, wir danken dir für die Sorge, mit der du uns auf unserem Lebensweg begleitest, und wir bitten dich:
Stelle uns heute erneut Gott vor, unserem einzigen Gut, damit unser Leben, von Liebe verzehrt, zum lebendigen Opfer werde,
heilig und ihm wohlgefällig.
Johannes Paul II.
Ephräm der Syrer († 373) Aus dem Diatessaron
Herr, wer könnte mit seinem Geist auch nur eines von deinen Worten ganz verstehen?
Das, was wir nicht erfassen, bleibt größer als das, was wir verstehen, wie Dürstende, die an einer Quelle trinken.
Das Wort Gottes hat ja viele Seiten, die es den Lernenden je nach ihrer Auffassungsgabe darbietet.
Gott hat seinem Wort viele Farben gegeben. Wer es erforscht, soll an ihm etwas sehen können, was ihn anspricht.
Gott hat in seinem Wort Schätze von vielerlei Art niedergelegt; jeder von uns, der sich darum müht, soll daran reich werden können.
Das Wort Gottes ist ein Lebensbaum, der dir auf allen Seiten gesegnete Frucht anbietet, darin ähnlich jenem Felsen, der sich in der Wüste auftat und nach allen Seiten einen geistlichen Trank darbot.
Der Apostel sagt: „Alle aßen die gleiche gottgeschenkte Speise, und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank.“
Wer also einen Teil aus dem Schatz bekommt, meine nicht, das Wort enthalte nur das, was er selbst gefunden hat. Er soll sich vielmehr darüber klar sein, dass er aus dem reichen Inhalt nur diesen Teil finden konnte.
Er sage nicht, das Wort selbst sei dürftig und unfruchtbar, weil er nicht weiter kam und nur diesen Ausschnitt zu finden vermochte.
Er verachte das Wort nicht, sondern sage Dank für seine Reichtümer, die er selbst nicht zu fassen imstande ist.
Freu dich, dass du besiegt bist, und sei nicht traurig, weil das Wort dir überlegen ist.
Der Dürstende freut sich beim Trinken und trauert nicht darüber, dass er die Quelle nicht austrinken kann.
Die Quelle besiege deinen Durst, nicht dein Durst die Quelle.
Denn wenn dein Durst gestillt wird, ohne dass die Quelle ausgeschöpft ist, kannst du aufs neue trinken, falls du wieder Durst hast.
Wenn die Quelle ausgetrocknet wäre, nachdem du deinen Durst gestillt hast, dann wäre dein Sieg zum Unheil für dich geworden.
Danke für das, was du erhieltest, und betrübe dich nicht wegen des Reichtums, der übrigblieb.
Was du bekommen und erreicht hast, ist dein Anteil. Was übrig ist, wirst du einst erben.
Was du infolge deiner Unzulänglichkeit in dieser Stunde nicht erlangen kannst, bekommst du in einer anderen. Du musst nur durchhalten.
Versuche nicht fälschlicherweise mit einem einzigen Schluck zu nehmen, was man nicht auf einmal schlucken kann.
Aber höre auch nicht aus Feigheit auf, von dem zu nehmen, was du nur nach und nach empfangen kannst.
Gebet zum heiligen Josef
Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut; auf dich setzte Maria ihr Vertrauen; bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.
O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater, und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut, und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.
Zu dir, heiliger Josef (von Papst Leo XIII.)
Zu dir, heiliger Josef, fliehen wir in unserer Not!
Wir haben deine heiligste Braut um Hilfe angefleht und bitten nun vertrauensvoll um deinen väterlichen Schutz.
Um der Liebe willen, die dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, um der väterlichen Liebe willen, mit der du das Jesuskind umfangen hast, bitten wir dich flehentlich: Schau gütig herab auf die Kirche, die Jesus Christus durch sein Blut sich erworben hat, und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe.
Du hast in treuer Sorge gewacht über die heilige Familie; schütze nun auch die auserwählten Kinder Jesu Christi.
Liebreicher Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis.
Du starker Beschützer, steh uns vom Himmel aus gnädig bei in unserem Kampf gegen die Mächte der Finsternis.
Wie du einst das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr gerettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen alle Nachstellungen ihrer Feinde und gegen jede Widerwärtigkeit. Jeden von uns aber nimm unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiel und mit deiner Hilfe heilig leben, gut sterben und die ewige Glückseligkeit im Himmel erlangen. Amen.