Statue der Gottesmutter
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Herr Jesus Christus

im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschst  in alle Ewigkeit.

Sr. Faustyna Kowalska über die Eucharistische Anbetung

 

Kein Elend vermag Dich zu erschöpfen! Du hast alle zur Quelle der Liebe gerufen, zur Quelle des göttlichen Erbarmens. Hier ist der Tempel Deiner Barmherzigkeit, das Heilmittel für unsere Ohnmacht. Zu Dir, Du lebendiger Quell, ziehen alle Seelen hin; einige wie Hirsche nach Deiner Liebe dürstend, andere, um die Wunde ihrer Sünden zu reinigen; wieder andere, vom Leben erschöpft, neue Kraft zu holen (TB 1747).

Die Größe dieser Gabe kann durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln ergründet werden, deshalb werden wir sie völlig erst in Ewigkeit erkennen. Wenn Engel neidisch sein könnten – stellte sie fest – würden sie den Menschen um die heilige Kommunion beneiden, in der sich Gott so eng mit Seinem Geschöpf vereint. In eine so enge Vertrautheit geht Gott sogar mit keinem der Engel ein (vgl. TB 1804).

Alle freien Augenblicke will ich zu Füßen des Meisters verbringen, der im Allerheiligsten Altarsakrament verborgen ist. Er lehrt mich von meiner frühesten Jugend an (TB 82)

Heiliger Peter Julian Eymard über die Eucharistische Anbetung

 

Alle guten Werke, Verdienste und Tugenden aller Heiligen zusammengenommen, können nicht so kostbar und wertvoll vor Gott sein, wie eine einzige heilige Messe. In jeder heiligen Messe schenkt sich uns Christus ganz: Sein Leben, Sein Herz, Seine Liebe, Seine Leiden, Seine Wunden und Seinen Tod, mit Seinen göttlichen Verdiensten.

Ich habe oft darüber nachgedacht, was die weltweite Abgestumpftheit der Katholiken heilen könnte, und ich finde nur ein einziges Heilmittel: die Eucharistie, die Liebe zum eucharistischen Jesus. Der Verlust des Glaubens kommt vom Verlust der Liebe.

Jetzt muss man an die Arbeit gehen, durch die göttliche Eucharistie Seelen retten und Frankreich und ganz Europa aufwecken, die sich in einem Schlaf der Gleichgültigkeit befinden, weil sie Jesus nicht kennen.

Er ist das Geschenk Gottes, der eucharistische Emmanuel.

Die Fackel der Liebe muss zu den lauwarmen Seelen getragen werden, die von sich denken, dass sie fromm sind. Sie sind es aber nicht, weil sie ihr Leben nicht auf den eucharistischen Jesus ausgerichtet haben.“

Unser Tabernakel in der Vorauer Spitalskapelle

bringt auch noch eine andere Wirklichkeit ans Licht: Der Blick des Betrachters fällt auf die Türen mit den Christussymbolen. Maria muss man entdecken, denn an den Seitenflächen und noch mehr auf der Rückseite dieses goldenen Hauses, kann man die Gottesmutter auf den ersten Blick nicht erkennen.

Sie bleibt vielen verborgen. Maria drängt sich nicht auf, sie ist von sich aus immer im Schatten ihres Sohnes. Und doch ist sie Miterlöserin von Anfang an. Sie, die sich im Schatten des Allmächtigen birgt, steht jetzt im Lichtglanz des Himmel und wurde zur Königin über Engel und Menschen gekrönt.

„Wer bin ich, dass die Mutter meines Erlösers zu mir kommt?“

Aber, um beim Festgeheimnis zu bleiben, noch ist Maria davon weit entfernt. Sie trägt ihren kleinen Jesus in ihrem Schoß und eilt Elisabeth entgegen – selbstlos – um ihrer Tante zu helfen, die in ihrem vorgerückten Alter ihr erstes Kind erwartet. Durch göttlichen Ratschluss verbindet die beiden Frauen vieles: die außergewöhnlichen Umstände hinsichtlich der Empfängis ihrer Kinder, die zumindest teilweise gemeinsame Zeit der Schwangerschaft, ihre tiefe Gottesliebe, ihr unerschütterlicher Glaube und ihre Kinder, für die der Herr einen außergewöhnlichen Auftrag in seinem Heilsplan hat. Diese Lebenspläne Gottes verbinden die beiden Kinder von Anfang an. Der eine, Jesus, ist der Gesandte, der andere sein Bote, sein Verkünder, sein Vorläufer, Johannes. Er wird das Volk mit dem Messias bekannt machen.

Schon im Mutterleib erkennt Johannes seinen Messias und er hüft vor Freude. Aber auch Elisabeth ist offen für das Wirken des Heiligen Geistes und erkennt Jesus, den erwarteten Retter, im Schoß der Heiligen Jungfrau. Deshalb ruft sie aus: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Erlösers zu mir kommt?“

Das ist eine Frage, die auch wir uns stellen dürfen. In Guadalupe kommt Maria auch als schwangere Frau zu uns, als Mutter des Messias. Das Azthekenvolk konnte das Bild lesen, welches auf unerklärliche Weise auf der Tunika des Juan Diego vor den Augen des Bischofs entstanden ist. Sie erkannten Jesus als Herrn und Gott und Maria als Mutter Gottes. Im Gnadenbild von Guadalupe will uns Maria begegnen wie einst ihrer Tante Elisabeth.

Und wir? Hüpfen wir vor Freude wenn wir vor Maria stehen? Erkennen wir das Kind in ihr? Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Guadalupe zeigt Maria in der Haltung einer betenden und zugleich tanzenden Frau. Diese Abbildung stellt Maria im Augenblick des Magnifikats dar, das sie bei ihrer Begegnung mit Elisabeth anstimmte: „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter!“

Mehr als 2000 Jahre später stimmt die ganze Kirche täglich das Lied der Gottesmutter an. In jeder Vesper, dem Abendgebet der Kirche, lobpreisen wir Gott mit den Worten der Jungfrau aus Nazareth, deren Herz von einer unsagbaren Freude erfüllt war. Die Kunst des Betens besteht hierbei darin, dieses Gebet nicht zur Gewohnheit verkommen zu lassen, sondern sich geistig in die Haltung Marias hineinzugeben, ihre Freude in sich selbst widerhallen zu lassen und mit ihr zusammen eine lobpreisende Stimme zu werden, die das Lob Gottes nie mehr verstummen lässt.

Große Geheimnisse verbinden die beiden Frauen gleichermaßen wie ihre beiden Kinder. An ihnen dürfen wir erkennen, dass Gott für jeden einen Heilsplan hat und dass für jedem in diesem Plan eine heilbringende Aufgabe vorgesehen ist. Jedes Ungeborene Kind träg ein großes Geheimnis in sich. Beten wir, dass die Eltern der Kinder ihnen das Leben schenken, damit sie ihre Aufgabe im Heilsplan Gottes eines Tages erfüllen können.

Wer ein Kind großzieht, hilft ihm, ein Helfer Gottes, ja Miterlöser zu werden. Allzuviele Menschen wissen das heute nicht mehr. Sie kennen weder die Pläne, die Gott mit ihnen hat, noch die, die er für ihre Kinder hat. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie eine imense Verantwortung hinsichtlich der Ewigkeit und dem Gesamtheil der Menschheit haben.

Danken wir Maria und Elisabeth, dass sie JA gesagt haben zu ihren Kindern, zu den Plänen Gottes. Danken wir ihnen, weil sie sich ganz für seine Pläne verwenden ließen. Und vergessen wir nicht: Jedesmal, wenn wir Maria begegnen, stehen wir der Mutter unseres Herrn gegenüber. Und wer sind wir, dass wir dazu würdig sind? Bedrückt müssen wir zugeben, dass wir die sind, die ihren Sohn durch unsere Sünden geschmäht, gegeißelt, gekreuzigt und letztendlich getötet haben. Also, wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Weihe der Familie an das Heiligste Herz Jesu

Heiligstes Herz Jesu,
Du hast der heiligen Margareta Maria [Alacoque]
Dein Verlangen kundgetan,
über die christlichen Familien zu herrschen.
Deinem Wunsche gemäß sind wir heute hier,
um Deine volle Herrschaft über unsere Familie anzuerkennen.

Wir wollen von jetzt an Dein Leben leben.
Im Schoße unsrer Familie sollen die Tugenden erblühen,
denen Du auf Erden den Frieden verheißen hast.
Der Geist der Welt, den Du verwirfst,
soll fernbleiben von uns.
Du sollst herrschen in unsrem Verstand
durch einen kindlichen Glauben,
in unsrem Herzen durch eine ungeteilte Liebe zu Dir.
Sie soll glühen in uns;
wir wollen sie stets lebendig erhalten
durch häufigen Empfang der heiligen Eucharistie.

Leite uns, göttliches Herz,
wenn wir zusammenkommen;
segne, was wir unternehmen
in geistlichen und weltlichen Dingen;
halte alles Missgeschick von uns fern,
heilige unsere Freuden, lindere unsere Leiden!

Und sollte einer von uns das Unglück haben
und Dich beleidigen, dann erinnere ihn daran,
dass Du, Herz Jesu, voll Güte und Erbarmen bist
gegen jeden Sünder, der Buße tut!

Und wenn die Stunde der Trennung schlägt
und der Tod Trauer in unsre Familie bringt,
dann wollen wir alle, die hinübergehen und die zurückbleiben,
uns Deinem ewigen Ratschluss unterwerfen.
Trösten soll uns der Gedanke, dass der Tag kommen wird,
da unsre Familie im Himmel vereinigt ist
und Deine Herrlichkeit und Deine Segnungen
preisen kann in Ewigkeit.

Das makellose Herz Mariä
und der ruhmreiche heilige Vater Josef
mögen Dir unsere Weihe überbringen
und die Erinnerung daran alle Tage unseres Lebens
in uns lebendig erhalten.

Gepriesen sei das Herz Jesu, unseres Königs und Vaters!

Weihe der Familie an die Heilige Familie

Jesus, unser liebenswürdigster Erlöser,
du bist vom Himmel gesandt,
um die Welt durch deine Lehre
und dein Beispiel zu erleuchten.
Du hast den größten Teil deines irdischen Lebens
im ärmlichen Haus von Nazareth zubringen wollen
und warst Maria und Josef untertan.
So hast Du jene Familie geheiligt,
die allen christlichen Familien ein Vorbild werden sollte.
Nimm unsere Familie gnädig auf,
die sich dir jetzt mit Leib und Seele weiht.
Beschütze und bewahre uns,
festige uns in der heiligen Ehrfurcht vor dir.
Erhalte in unserer Familie Frieden und Eintracht
im Geiste der christlichen Liebe,
damit sie dem göttlichen Beispiel deiner Familie ähnlich werde,
und damit alle, die ihr angehören, zur ewigen Seligkeit gelangen.

Heilige Maria, liebreichste Mutter Jesu Christi
und auch unsere Mutter,
erwirke uns durch deine gütige
und milde Fürbitte die Gnade,
dass Jesus unsere Weihe annehme
und uns seine Wohltaten und Segnungen verleihe.

Heiliger Josef, treuester Beschützer Jesu und Mariens,
komm uns in allen Nöten der Seele und des Leibes
durch deine Fürbitte zu Hilfe,
damit wir mit dir und der seligen Jungfrau Maria
dem göttlichen Erlöser Jesus Christus
Lob und Dank darbringen können in alle Ewigkeit. Amen.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater.

Ein Gott in drei Personen

„O mein Gott, Dreifaltigkeit, die ich anbete ich will mich vergessen um in dir zu wohnen regungslos und friedvoll, als weilte meine Seele schon in der Ewigkeit. Nichts soll meinen Frieden stören, nichts mich aus dir herausführ’n.

O mein Gott, unwandelbarer. Vielmehr soll jede Minute mich tiefer hineinführn in dein Geheimnis.

O ewiges Wort, Wort meines Gottes, ich will mein Leben damit verbringen, auf dich zu hören und alles von dir zu lernen. Durch alle Nächte und alles Unvermögen hindurch will ich den Blick auf dich richten und in deinem Licht bleiben.

O verzehrendes Feuer, Geist der Liebe, komm über mich damit in meiner Seele eine neue Menschwerdung des Wortes geschehe!
Ich will ihm eine zusätzliche Menschheit sein, in der er sein ganzes Mysterium erneuern kann.

Und du o Vater, neige dich über dein armes Geschöpf, bedecke es mit deinem Schatten. Sieh in ihm nur den Vielgeliebten an dem du dein Wohlgefallen hast.

O meine Drei, mein Alles meine Seligkeit, Unendlich Einer, Unermesslichkeit, in die ich mich verliere. Ich liefere mich dir als Beute aus, um in deinem Licht zu bleiben und deine Erhabenheit und Größe zu schauen.“

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein: Nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus in Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit, schenk deinen Frieden allezeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn, dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn, sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt und uns das Leben Gottes bringt.

Den Vater auf dem ewgen Thron und seinen auferstandnen Sohn,
dich, Odem Gottes, Heilger Geist, auf ewig Erd und Himmel preist. Amen.

V:  Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,   A:  und du erneust das Gesicht der Erde.

V:  Lasset uns beten: Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt.

Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.   A:  Amen.