Statue der Gottesmutter
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Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Hungernde und Dursthabende nach Liebe!

In der Fastenzeit soll man sich ordentlich sättigen, mehr noch als sonst. Wir sollen uns sättigen mit der Liebe Gottes, mit den Speisen, die Gott uns gibt. Das heißt: Wir sollen das Geistliche neu entdecken, das was unser Herz satt macht. Diese Speise bekommen wir hier, wo uns die Barmherzigkeit geschenkt wird. Herr, wir haben Hunger nach deiner Liebe, sättige uns. Gott ist bereit, uns in Überfülle zu sättigen. Er will uns seine Gnaden geben. Gott weiß, dass wir seine Liebe, seine Barmherzigkeit, seinen Trost und die Barmherzigkeit der Mitmenschen brauchen.

Zentral ist die Liebe und die Barmherzigkeit auch in der heutigen Lesung und im Evangelium.

Wir sind gerufen, einander zu segnen und nicht zu verfluchen. Wenn wir hören: „Du sollst nicht töten!“, dann sagen wir uns: „Ich habe doch niemanden getötet!“ Aber wir töten jedes Mal, wen wir schlecht über andere sprechen, wenn wir sie verfluchen und verleugnen.

Jesus sagt: „Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.“ (Mt 5,22)

Also, wenn wir das tun, dann verdienen wir schon eine Strafe, denn wir kommen hier in das Reich der Finsternis hinein. Wenn wir über unseren Nächsten urteilen und über ihn schimpfen, ihn Dummkopf nennen, so sagt Jesus, dass der Mensch das Feuer der Hölle verdient. Wir sagen so leicht: du Dummkopf, du Narr, du Trottel, oder? Wir töten in diesem Moment, das müssen wir uns bewusst machen.

Ich erinnere mich an ein 8-jähriges Kind, das zwischen Psychologen und Priestern hin und her geschoben wurde. Die Eltern hatten Flüche auf dieses Kind gelegt, indem sie ihm ständig sagten: „Du bist ein Dummkopf!“ Die Folge war, dass dieses Kind nicht mehr leben wollte – mit 8 Jahren!

Fragen wir uns selbst: Habe ich immer gesegnet? Habe ich für meine Verfolger gebetet? War ich gut zu meinen Leuten? Habe ich Gutes gesagt und getan? Was habe ich mit der Gabe des Wortes getan? Habe ich das Gute gefördert? Habe ich zum anderen gesagt: „Du Gesegneter!“ oder „Du von Gott gesegnetes Kind?“

Überlegen wir es. Nehmen wir das Sakrament der Beichte in Anspruch. Wir dürfen ruhig hingehen zu Jesus mit unserem schmutzigen Herzen, damit wir das größere Herz bekommen. Und dann können wir sagen: „Ich liebe dich, Gott! Danke, dass du mich geschaffen hast!“

Wir bekommen heute hier das Herz Jesu, wir werden es anbeten, wir werden zur Beichte gehen. Gehen wir mit Maria, lassen wir Maria nicht aus der Hand. Sie ist unsere Rettung.

In Medjugorje bietet Maria ein ganz einfaches Fastenprogramm: Fasten am Mittwoch und Freitag, den Rosenkranz beten mit dem Herzen, die monatliche Beichte, das tägliche Lesen in der Heiligen Schrift und den Besuch der Heiligen Messe. Maria führt uns hin zum Messopfer und zur Eucharistischen Anbetung.

Diese fünf Steine bietet sie uns an, um Satan zu besiegen. Wir werden frei werden aus reinster Gnade mit diesem Weg des Evangeliums. Wir müssen uns nur an Maria halten und wir werden das Osterfest in Freude feiern!

Auf Grund des Hochfestes Erscheinung des Herrn konnte heute die Votivmesse vom Herz-Jesu-Freitag nicht gefeiert werden. Trotzdem zählt auch dieser Freitag zu den neun Freitagen, durch die uns, wie die heilige Margareta Maria Alacoque berichtet, besondere Gnaden gewährt werden.

Dem Beispiel der drei Heiligen Könige folgend, die sich auf die Suche nach dem göttlichen Kind gemacht hatten und anbetend vor ihm niedergefallen waren, fanden sich im Oratorium den ganzen Tag über Anbeter ein. Sie verehrten den großen Gott im kleinen Kind und den verborgenen Gott in der Hostie.

Jesus sagt: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich!“ Ein kleines Kind hat grenzenloses Vertrauen in seine Eltern und erwidert die Liebe, mit der es beschenkt wird. Das Jesuskind weiß sich geborgen bei seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater Josef. Setzen wir unser Vertrauen auf Gott, unseren liebenden Vater, und bitten wir das Jesuskind um ein wahrhaft liebendes Herz, das imstande ist, die Liebe des Vaters zu erwidern und allen Menschen in Liebe zu begegnen.

Der Abend der Barmherzigkeit hat im Neuen Jahr schon eine kleine Änderung im Ablauf erfahren, die wir in Zukunft beibehalten werden: Wir beginnen nach wie vor um 18 Uhr mit der Anbetung und dem Rosenkranz. Danach tragen wir unsere Bitten zur Muttergottes und bereiten uns mit ihr auf die um 19 Uhr beginnende Eucharistiefeier vor. Der Abend wird nach der Heiligen Messe fortgesetzt mit der Aussetzung des Allerheiligsten, dem Lobpreis und dem Heilungsgebet. Mit dem eucharistischen Einzelsegen wird der Abend der Barmherzigkeit abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Anbetung bis 22 Uhr sowie die Gelegenheit zur Beichte den ganzen Abend lang bleiben unverändert. Auch der gemütliche Ausklang bei einer kleinen Agape wird nicht fehlen.

Wir laden schon jetzt zum nächsten Abend am 3. Februar 2012 ein und möchten besonders Familien zum Kommen ermutigen, denn Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“

Erscheinung des Herrn

Der bei uns im Volksmund gebräuchliche Name für dieses Fest ist „Dreikönigtag“. Dieser Name wird nicht zuletzt durch die Sternsingeraktion der katholischen Jungschar und Jugend unterstrichen.

Was aber bedeutet Erscheinung des Herrn? Am Ende der weihnachtlichen Zeit werden wir darauf hingewiesen, dass wir Christus aus den „Augen verlieren“, die Krippe wird eingepackt und verstaut. Jesus, das kleine Kind, ist sozusagen nicht mehr zu sehen. Johannes (1 Joh 4,12) sagt uns dazu: „Niemand hat Gott je geschaut, aber wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet“. Epiphanie oder Erscheinung des Herrn geschieht immer dann, wenn wir den Menschen um uns in dieser Liebe begegnen: in unserem Lächeln, in unserer Dankbarkeit, in unserer Freude. In jeder liebenden Bewegung des Herzens feiern wir Erscheinung des Herrn, immer dann, wenn wir im DU Jesus Christus erkennen.

Das ist es auch, was die Begegnung der Weisen, Magier und Sterndeuter mit dem göttlichen Kind ausmacht: Sie suchen Großes, Mächtiges und entdecken die Liebe. Sie bringen Geschenke und sind doch selbst so reichlich beschenkt worden. Sie tragen das Licht der Liebe in eine dunkle Welt. Lassen wir dieses Licht durch uns bei vielen Menschen aufleuchten, denn weil dieses Kind in Betlehem geboren wurde, weil uns in diesem Kind Gott selbst erschienen ist, gibt es Hoffnung für alle Menschen, auch für jene in der Ferne, für jene, die Gott suchen.
Im Tagesgebet des Dreikönigtages betet der Priester stellvertretend für uns: Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Lieben wir einander, um die Erscheinung des Herrn in der Welt sichtbar zu machen und viele auf dem Weg zur unverhüllten Anschauung Gottes mitzunehmen.

Predigt zum Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Wir sind wieder zusammengekommen in einer besonderen Zeit. Lassen wir uns von Gott stärken in dieser Zeit der Umkehr. Seien wir bereit, ja zu sagen zur Hilfe Gottes. Gott ist da in der besonderen Zeit der Sehnsucht nach seinem Wiederkommen. Wir Christen leben in dieser großen Hoffnung, dass er kommen wird. Es ist sicher, dass er kommt – auch in unsere Herzen. Warten wir auf ihn.

Freuen wir uns auf sein Kommen, auf den Moment, wo er dann ganz da ist. Denken wir an seine Geburt,
an das kleine Kind im Stall von Bethlehem.Es weint in seiner Krippe. Warum? Es war zuvor in der geborgensten Stille die es gibt. Jesus war in Maria, in ihrem Schoß ganz geborgen.

Wie er, so sind auch wir geladen, diesen Weg zu gehen. In Maria finden auch wir die Geborgenheit, den Frieden. Neben Maria war auch der heilige Josef da, der Jesus seine väterliche Nähe geschenkt hat. Aber vergessen wir nicht: In Maria ist immer Geborgenheit. Die Adventzeit ist diese Zeit in Maria. Im Advent feiern wir die Roratemessen – es sind immer Marienmessen.

Nützen wir diese Zeit, um uns in und mit Maria auf seine Ankunft vorzubereiten. Maria entzündet unsere Herzen, sie schenkt uns ihre Liebe, um Jesus mehr zu lieben. In Jesus werden wir das Heil finden.

Wie im Evangelium die zwei Blinden, die nicht gesehen haben, seien auch wir voll Glauben. Als sie hörten, dass Jesus da war, da schrieen sie laut: „Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!“ Sie haben keine Angst und Menschenfurcht gehabt und sie haben einen starken Glauben gehabt in Jesus Christus. Es war ihnen egal, wer sie gehört hat, wer sie gesehen oder beobachtet hat. Es war ihnen egal, wie die anderen über sie dachten. Und Jesus hat ihren Glauben belohnt.

So sollen auch wir unser Hoffnung und unseren Glauben ganz auf ihn ausrichten. Er kann uns auch heute heilen. Lassen wir uns von ihm lieben, lassen wir uns heilen durch seine Liebe. Schreien wir wie die Blinden: „Hab erbarmen mit uns!“

Es brennt schon ein Licht am Adventkranz – es sagt uns: Er wird kommen mit seiner ganzen Fülle. Deshalb bereiten wir uns auf sein Kommen vor. Die Kirche schenkt uns jedes Jahr diese Zeit des Advents dazu.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Tag für Tag erleben wir, was alles unternommen wird, um ein Produkt zu verkaufen; wie viel Einsatz, wie viel Arbeitszeit wird dafür investiert.
Wir sollen hier ein wenig lernen von den Kindern der Welt.
Wir wollen klüger sein, mutiger vorangehen, uns nicht mehr schämen Katholiken zu sein, sondern hinausgehen in die Welt. Wir haben der Welt das Kostbarste zu geben – das Heil, Jesus Christus! Versuchen wir Mut zu fassen und JA zu sagen zur Verkündigung und zur Evangelisation – so wie der heilige Paulus, der den Sohn Gottes machtvoll verkündet hat.

Jetzt ist eine Zeit, wo das Heil verkündet werden muss. Auch wenn es viele Gesellschaften und Bünde gibt, die gegen die Kirche sind. Jeder von uns hat erfahren, wenn wir etwas Gutes tun, gibt es Widerstand. Lassen wir uns nicht abhalten, lassen wir uns stärken. Wir leben mitten im Leib Christi, mitten in einem Land, das (noch) katholisch ist. Wir sind aufgerufen, den Glauben zu erneuern, den Glauben an den dreifaltigen Gott und an die Kirche. Was für eine Größe!

Täglich dürfen wir die heilige Messe besuchen. Wir haben Priester, die uns von der Sünde lossprechen. All das ist uns von Jesus geschenkt, also brauchen wir uns nicht zu schämen. Jesus sagt uns, dass wir Kinder des Lichtes sind, die er in seiner Nähe haben will. Wir wollen allen Verlockungen widersagen, allem, was uns von Gott abzieht. Er ist uns so nahe und unbegreiflich ist seine Nähe! Nehmen wir die Hand unseres Nachbarn und sagen wir einander unsere Liebe zu.

Wieso verwünschen wir uns im Alltag oft gegenseitig? Warum sagen wir nicht dem neben uns: „Ich verzeihe dir! Ich liebe dich!“ Denn in diesem Menschen ist ja Jesus gegenwärtig. Seien wir kluge Verwalter der Gnade Gottes! Nur fromm tun und nicht danach leben ist ein Anstoß und macht Platz für Satan. Denken wir daran: Selbst im bösesten Menschen ist Jesus gegenwärtig; er ist in ihm wie ein Gefangener, aber er ist in ihm. Die Liebe befreit diese Menschen durch unsere Vergebung. Denken wir daran: Jesus ist in diesem Menschen und er ist bedürftig nach Liebe. Jesus ist überall! Besonders in euch Schwestern! Ihr werdet die Liebe Gottes hinausbringen in die Welt. Und wie die Schwestern sind auch wir alle gerufen, auf Gott zu schauen, bei ihm zu sein. Und wir müssen lernen, auf Jesus zu schauen, der im Nächsten ist!

Versuchen wir heute den zu umarmen, mit dem wir uns in der letzten Zeit am Schwersten getan haben, um Jesus in dieser Person zu befreien! Amen.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Für Gott ist nichts unmöglich. Er ist Mensch geworden und ist als Freund gekommen. Er ist durch Maria gekommen. Gott hat in großer Liebe auf Maria geschaut. Bei Maria beginnt alles – unsere Rettung, unsere Erlösung, unsere neue Mutter. In Maria beginnt die neue Schöpfung. Sie ist keine Konkurrenz zu Gott. Wenn wir sie in die Mitte stellen, wird ihr Sohn wieder Platz bekommen. Sie führt uns zur wahren Verehrung Gottes. Maria zeigt uns den Sohn.

Dort, wo Erneuerung geschieht, dort wird Maria verehrt. Wie viele Früchte hat Medjugorje gebracht. Was für ein Pfingsten der Liebe geschieht in unserer Kirche. Erkennen wir die Knospen in unserer Kirche.

In dieser Woche fand wieder die Kaplanswoche statt. Noch vor vier Jahren waren viele „rebellische“ Kapläne. Heuer konnte ich feststellen, dass es etwas Neues in der Kirche gibt. 90% der Kapläne haben wieder den Mut, sich durch Collarhemd oder Talar als Priester erkenntlich zu zeigen. Sie brennen für Gott und möchten Hirte für die Menschen sein. Sie zeigen deutlich: Ich will treu mit dem Heiligen Vater und dem Ortsbischof die Menschen zu Christus führen!

Für Gott ist nichts unmöglich! Glaubt ihr das? Oft sehen wir alles schwarz. Wir müssen aber das Neue in der Kirche sehen. Schon lange gab es nicht so viele fromme Priester und so viele tiefgläubige Menschen.

Denken wir zurück an Madrid: 2 Millionen Jugendliche, die gebrannt haben für den Herrn! Wir dürfen nur nicht alles schwarz malen, stattdessen sollten wir wieder lernen, das Gute in der Kirche sehen. Der Teufel hat nur einen schwarzen Pinsel, mit dem er alles schwarz anmalt. Maria hat nur bunte Farben. Sie gibt uns diese bunten Farben, damit wir unsere Kirche schön machen. Und dieser Pinsel der Gottesmutter ist der Rosenkranz.

Mit dem Rosenkranz in der Hand dürfen wir beitragen zur Erneuerung der Welt. In unserer Umgebung soll Maria alles wieder schön machen. Der Heilige Geist gibt uns die Hoffnung auf Erneuerung, wenn wir den Rosenkranz beten. Machen wir kleine Schritte zur Kirche hin, zum Lehramt, zum Bischof – und wir werden einen neuen Frühling der Kirche erleben.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Im Wort Gottes finden wir Halt für unser Leben, es formt uns. In seinem Wort wartet Gott selbst auf jeden von uns und wir bekommen Antwort wenn wir darum beten. In der Heiligen Schrift erleben wir die Liebe Gottes. Sein Wort ist Nahrung für unsere Seele. Wir erfahren wer Gott ist. Gott ermahnt uns, in der Liebe zu bleiben.

Dort, wo Mauern sind zwischen Pfarrkind und Pfarrer, innerhalb der Familie, zwischen Nachbarn, da sind wir nicht in der Liebe. Diese Mauern müssen wir fallen lassen. Lassen wir uns frei machen, befreien von Gott selbst, lassen wir uns heilen im Namen Jesu. Jesus hat diese Mauern am Kreuz besiegt. Er hat allen Hass auf sich genommen. Er hat am Kreuz gesagt: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Dieser Schrei erschallt auch heute bei jeder Heiligen Messe, bei jeder Beichte. Jesus hat Frieden gestiftet zwischen Himmel und Erde. Lassen wir uns nicht verunsichern durch den Aufruf zum Ungehorsam. Jesus ist stärker. Wir haben den Auftrag für alle zu beten, dass sie zur Liebe gelangen. Auch wir sollen sagen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Die Gottesmutter erfleht unser Gebet. Auch sie verurteilt keinen. Aber sie erinnert daran, dass Satan mächtig ist, dass er die Ursache für jede Spaltung in der Kirche ist. Sie fordert uns auf, unsere Bischöfe zu lieben, für sie zu beten. Beten wir, dass wieder Frieden und Liebe in der Kirche herrsche. Jesus will, dass alle die Liebe Gottes erkennen.

Wir sollen das Salz der Erde sein. In den Sakramenten haben wir einen großen Reichtum. Gott gibt sich uns selbst zur Speise. Unser Schöpfer will in uns wohnen, damit wieder Friede und Liebe sei. Wo Streit und Spaltung ist, will er selbst unser Frieden und unsere Liebe sein. Sagen wir ja zu Jesus und Maria. Amen.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit P. Florian Parth CM

Wir sind erst wirklich da, wenn wir in den Lobpreis einstimmen, sonst sind wir nur vorsichtige Christen. Wir sollen nicht vorsichtig sein, sondern alles von ihm erwarten.

Gott teilt sich selber ganz mit. Wir brauchen eine persönliche Beziehung zu Gott, um ihn wirklich zu kennen. Bei der Menschwerdung wird Gott einer von uns, er wird uns gleich. Und er stellt uns damit ins Paradies.

Schauen wir unser Leben an: Es sind Lasten da, oft große Belastungen (vgl. Buch Genesis). Es ist nur die Sünde, die uns wirklich belastet, sonst nichts. Was auf uns liegt sind Belastungen, die durch die Schuld entstehen. Dazu sagt uns Jesus: „Nehmt mein Joch auf euch …“. Jesus ist mächtig, er ist stark genug, um unsere Lasten zu tragen und zu ertragen. Das ist die Erlösung! Gott schenkt sich selber, seine ganze Liebe.

„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir!“ – es ist ein Bild, das uns zeigt, wie Christus uns zur Seite steht. Aber wir sagen: „Mein Joch genügt mir! Jesus, ich will nicht deines auch noch tragen.“ Viele sagen es genügt, dabei wird es aber immer schwerer.

Wenn der Sonntag nicht mehr gehalten wird, weil wir uns sagen: „Ich brauche meine Ruhe, weil ich am Samstag lange gefeiert habe, muss ich am Sonntag lange ausschlafen.“ Das ist eine selbst gemachte, erdachte Ruhe, um am Montag vom Wochenende neu belastet in die Woche zu gehen. Wir wollen uns der Lasten entledigen und sie uns fern halten. Wir denken oft, dass wir gescheiter als Gott sind und legen uns damit nur neue Lasten auf.

Was ist ein „Joch“? Früher hat man das Joch auf ein Tragtier gelegt, damit es die Last leichter tragen konnte und das Tier geschont wurde. Es geht hier um eine Wirklichkeit, wo der Einzelne geschont wird. Es gab auch ein Tragholz (Joch) wo zwei Tiere zusammengespannt wurden, da wurde die Last aufgeteilt. Das einzelne Tier hat nur mehr die Hälfte der Last zu tragen.

Wenn ich also mit Christus zusammengespannt bin, wird es leichter. Bei zwei Tieren kann der Pflug auch tiefer gesetzt werden. Mit Christus gemeinsam kann ich mein Leben umgraben, es durchpflügen und alles anschauen. Ich muss es nicht mehr verdrängen. Alle Belastungen mit Christus getragen, werden leichter. Mit ihm kann ich mein Leben ansehen und aufarbeiten.

Zu zweit muss man Schritt halten – man kann nicht wie sonst einfach drauf losgehen. Man muss Rücksicht nehmen auf den anderen. Wenn wir alleine losziehen, werden wir schnell müde. Christus passt seinen Schritt an unseren an und er führt uns. Er nimmt unsere Last auf sich. Wenn ich mit Christus gehe, wird es in meinem Leben keinen Stillstand geben, er wird mich führen und leiten.

Der Film „Die Passion“ stellt das in der Szene bei 5. Station am besten dar: Als Simon von Cyrene gezwungen wurde, das Kreuz Jesu mit zu tragen. Simon sträubte sich zuerst und trug zuletzt doch freudig das Kreuz. Simon sagte: „Warum soll ich diesem Sträfling das Kreuz tragen?“ Aber er wird gezwungen das Kreuz zu tragen. Und dann tragen sie beide das Kreuz. Es gibt die Vielen in der Menge, die Jesus verspotten und schlagen. Jesus nimmt das hin und Simon sieht das.

Wie Simon werde auch ich erst entdecken, was Jesus für uns getan hat, wenn ich mich auf ihn einlasse. In seiner Nähe erkenne ich, dass er alle Lasten trägt. Er ist der eigentliche Träger meiner Lasten. Er will mich in das Paradies führen. Wenn ich entdecke, dass Jesus wirklich meine Last trägt, werde ich bei ihm bleiben.

Wir alle wollen „Ruhe finden“, aber es geht dabei nicht meine Ruhe, sondern um die Ruhe, die mir von Jesus geschenkt ist.

Wie geht das? Am Sonntag stehe ich auf und gehe zu ihm. Das ist eine innere Pflicht, dass ich mein Leben zu ihm hintrage. Jesus sagt: „Mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“ Das sehen wir zum Beispiel an Mutter Theresa, die viel getragen hat und doch immer gelächelt hat.

In meinem Leben muss es um die Frage gehen: „Wie lasse ich mich mit Christus zusammenspannen, um mein Leben tiefer umzugraben?“

Ich kann mein Leben in der Beichte und im Gebet umgraben. Deshalb brauche ich eine gewisse Zeit des Gebetes, um Jesus alles anzuvertrauen. Jeder Christ soll sich bewusst Zeit nehmen zum Gebet. Das ist dann eine heilige Zeit, die ich mit Jesus alleine verbringe.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Die Liebe Gottes triumphiert über alles andere, so hat es Jesus gewollt und getan. Er selbst ist gekommen und hat sein Reich der Liebe aufgebaut. Er hat als Mensch unter uns gelebt und geliebt. Vorher hatten viele, auch Weise, nicht begriffen, um was es geht.

So hat Jesus uns die Liebe vorgelebt bis zum Kreuz. Seine Liebe war so groß, dass er alle Hindernisse auf sich genommen hat und mit dieser schweren Last auf Golgatha gegangen ist. Was wir in jeder heiligen Messe feiern ist dieses Opfer, diese Liebe. Wenn wir ihn empfangen haben, hinausgehen und nicht lieben, dann haben wir ihn nicht mit dem Herzen empfangen! Er möchte in uns leben und durch uns lieben.

Er möchte alle Trennungen und Spaltungen in den Ortskirchen überwinden. In der Mitte zu sein ist etwas Schwieriges. Das ist der Platz beim Kreuz. Das ist unser Auftrag. Auch das Geheimnis des heutigen Festes.

Wir wollen einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott. Entscheiden wir uns für die Liebe. Die Kirche ist die Zentrale der Liebe, sie strahlt sie aus in die Welt. Die tiefste Sehnsucht des Menschen ist die Liebe.
Maria lehrt uns die Reinheit der Liebe. Sie führt uns zu ihrem Sohn. Er weiß, wie arm wir sind und wie durstig wir sind. Kommen wir zu diesem Quell der Liebe, welcher das heiligste Herz Jesu ist. Gehen wir zu Jesus. Beten wir ihn an.

Lassen wir die Sorgen draußen, damit er uns erfüllen kann. Mit den Sorgen können wir niemanden überzeugen. Lassen wir diese Lasten los. Aber meistens halten wir sie fest an uns gedrückt. Geben wir sie Jesus, er möchte sie uns abnehmen.
Das Kreuz tragen ist gut. Aber etwas mitschleppen, was nicht gut ist, hindert uns voranzukommen. Denn er hat diese Last schon getragen und hat uns frei gemacht. Manchmal wird die Kreuztheologie missverstanden. Geben wir alle Lasten, Ängste und unser ganzes Herz dem Herrn. Lassen wir uns beschenken im Herzen des Herrn und im Herzen der Mutter Kirche.