Statue der Gottesmutter
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Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Hungernden und Dürstenden nach der Barmherzigkeit Gottes. Hier an diesem Ort öffnet sich das Herz Gottes. Hier will uns Gott das Kostbarste schenken. Er will uns heilen. Er will sich hier mit seiner ganzen Liebe offenbaren. Hier hat uns Maria im Rosenkranz und im Gebet vorbereitet, Jesus in seiner Fülle zu begegnen. Deswegen haben wir uns ganz ihrem Herzen anvertraut. Nur dort, im Herzen der Mutter Maria, sind wir zuhause. Wir sind hineingeschlüpft in das Herz der Gottesmutter und dort wollen wir bleiben, weil es unsere Wohnung geworden ist. Dort sind wir geborgen und haben wir Freiheit.

Auch jede Schwester ist in das Herz der Gottesmutter geschlüpft und dort sind sie geborgen. Wisst ihr nicht, wie gut es den Schwestern dort geht? Maria ist die »Chefin« dieser Zeit und sie schenkt uns Freiheit. Sie zeigt uns die Liebe Gottes und seine Barmherzigkeit. Sie ist die Königin und Prophetin unserer Zeit. Das ist es, was wir brauchen. Wir werden sehen, wie Gott durch Maria alles geben will. Maria ist immer bemüht, die Sünder zu nehmen, wie sie sind. Sie liebt ihre Kinder, wie sie sind. Sie hat Geduld mit uns und kritisiert nicht! Wie lange erscheint sie schon und will uns retten. Bei den Erscheinungen sehen wir: Sie schimpft nicht mit uns. Sondern sie spricht zu uns und liebt uns 100%ig. Und diese Liebe wird uns nach und nach ändern, verwandeln, heiligen.

Mit Maria kommt der Heilige Geist, denn sie ist die Braut des Heiligen Geistes. Wir brauchen in dieser Zeit die Fülle des Heiligen Geistes. Maria sammelt eine Armee Gottes in unserer Zeit, eine Armee, die nicht mit Waffen sondern mit dem Rosenkranz in der Hand kämpft. Maria ist die neue Eva! Sie ist die Mutter, die schon am Anfang der Bibel angekündigt wird. Beten wir den Rosenkranz, weihen wir uns Maria und wir werden frei werden durch sie. Sie ist die Exorzistin. Denn wo sie ist, ist der Teufel weg!

Denken wir an den marianischen Papst Johannes Paul II., was hat er für eine Liebe gehabt! Schauen wir, wie er die Menschen geliebt hat und sie in seiner Vaterliebe an sich gedrückt hat als Stellvertreter Christi. Welch reine Liebe, die er als Hirte, als Vater der Menschen, verströmt hat. Von Kindheit an ist er den Weg durch und mit Maria gegangen und er war voller Liebe zu den Menschen. Er hat erkannt: Maria gibt mir Freiheit und Liebe. Sie gibt diese Liebe, die der Mensch braucht.

Wir wollen dem Bösen widersagen. Machen wir einen Tausch mit Gott: Geben wir ihm unsere Sünden und er gibt uns dafür seine Reinheit. Beichten wir ganz und gründlich und kommen wir von der Beichte mit einem neuen Herzen zurück. Wo Maria gegenwärtig ist, dort sind auch Orte der Beichte. Denn sie weiß, was ihr Sohn für unsere Sünden gelitten hat. Also beichten wir gründlich, indem wir die 10 Gebote betrachten und eine gute Gewissenserforschung machen und gut beichten. Machen wir uns folgenden Vorsatz: Wir sagen alles in der Beichte! Alles! Wir müssen alle Farben spielen in der Beichte, rot, blau, grün, …, denn es muss alles weg!

Nichts dürfen wir aus Scham vor Gott verborgen halten. Nur so werden wir frei.

Viele waren schon jahrelang nicht beichten. Maria weiß, was wir alles gelitten haben – durch den LKW der Sünden, den wir mit uns herumschleppen. Also machen wir eine gründliche Beichte, damit dann alles weg ist. Maria wird uns dabei helfen.

Jesus liebt die Sünder am meisten, denn für sie ist er ans Kreuz gegangen. Die Beichte macht uns die größte Liebe Gottes erfahrbar. Im Sakrament der Beichte ergießt sich seine Barmherzigkeit über uns.

Wenn wir die Beichte vernichten, vernichten wird Gottes Werk! Wir müssen die Priester aufrütteln, dass sie dieses Sakrament wieder anbieten. Das Tor zur Barmherzigkeit Gottes ist die Beichte. In der Beichte dürfen wir in der Liebe seines Herzens Platz nehmen. Die Beichte bereitet uns auf die Eucharistie vor, denn nach der Beichte empfangen wir Jesus ganz anders als ohne Beichte. Wenn wir gut gebeichtet haben, wird die Kommunion „süß“ für uns. Wenn sie noch nicht „süß“ schmeckt und sie uns noch nicht ganz erfüllt, dann fehlt uns noch die heilige Beichte. Eine 89-järige Frau hat mich unlängst zurückgehalten, weil sie die Beichte mit großer Sehnsucht erwartete. Sie sagte: „Heute möchte ich eine Lebensbeichte ablegen, denn zwei Sünden habe ich noch nie gebeichtet.“ Danach hat sie Jesus in der Krankenkommunion mit großer Freude empfangen. Die Beichte ist ein Fest, denn Gott vergibt alles. Das ist das Geheimnis!

Wenn der „Rauch Satans“ (nach Paul VI.) in die Kirche eingedrungen ist, dann deshalb, weil die Beichte „abgeschafft“ wurde. Wir dürfen nicht verurteilen, das ist böse, teuflisch. Durch Maria kommen wir auf den richtigen Weg. Mit ihr lernen wir die Kirche lieben, keinen zu verurteilen und neu zu beten. Diejenigen, die uns hassen, brauchen einen ganzen Rosenkranz. So will Gott mit uns diesen Weg des Friedens gehen. Der Heilige Geist drängt, den Sündern nachzugehen und sie zur Wahrheit zu führen. Wie bei Mutter Teresa, der großen Heiligen unserer Zeit. Wir dürfen Kraft tanken bei Gott. Mit ihm gehen wir mutig in die Welt hinaus, um auch die Letzten zu lieben. Wir sollen die Sünder lieben wie Mutter Teresa. Deshalb hat sie gesagt, zuerst kommt die Anbetung, dann die Armen, denen wir die Liebe Gottes bringen. Zuerst finden wir Jesus in der Eucharistie, dann gehen wir zu den Armen, denn dort ist auch Jesus.

Viele fragen sich: Was soll ich machen? Welche Berufung habe ich im Leben? Dort, wo wir sind, ist unsere Berufung. In der Taufe und in der Firmung liegt unser Auftrag. In der Taufe empfangen wir unsere Berufung, in der Firmung unsere Sendung in die Welt. Das ist unsere Aufgabe: Unsere große Berufung anzunehmen und Getaufte und Gefirmte zu sein für diese Zeit! Wir haben genug zu tun, denn wir sind Gesandte für unsere Zeit! Gehen wir voran mit Jesus!

Der nächste Herz-Maria-Sühnesamstag wird ausnahmsweise auf den 2. Samstag im September verlegt. Wir laden Sie zum 40. Herz-Maria-Sühnesamstag, am 8. September 2012 ein. Beginn ist um 17 Uhr mit Rosenkranz, Betrachtung und Anbetung. Um 18 Uhr feiern wir die Heilige Messe.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Man sagt als Priester immer wieder bei der Heiligen Messe, am Beginn der Predigt oder bei Vorträgen: „Liebe Gläubige!“ wir sagen das oft nur so dahin, aber es ist ein großes Wort. Es bezeugt und ermahnt Glauben zu haben an Gott, an Jesus Christus.

Der Heilige Vater ruft zu einem Jahr des Glaubens auf. Der Glaube ist etwas Kostbares. Wir haben heute im Evangelium gehört, dass Jesus „wegen ihres Unglaubens“ nur wenige Wunder wirken konnte. Wir leben in einer Zeit, in der wir eine wirkliche Erneuerung brauchen.

Das Wichtigste ist dieser Glaube, der uns eint mit Jesus Christus. Dieser Glaube, den die Leute in Nazareth nicht gekannt haben. Worin besteht der Unglaube dieser Leute? Sie sagten damals: „Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?“

Sind nicht auch die heutigen Menschen so? Wieviele sagen heute: „Ja, diese Priester, haben die nicht das oder das getan? Und die Kirche, hat sie nicht das oder das getan? Diese Skandale! Diese Krisen!“ Die Leute damals glaubten nicht an Jesus, weil sie Jesus zu wenig gekannt haben. Sie haben nur auf sein Äußeres geschaut, dass er Zimmermann war und so weiter. So reden die Menschen auch heute schlecht über die Kirche, weil sie Jesus nicht wirklich kennen. Wir müssen uns fragen: „Sind nicht auch wir so?“ Wo sind heute die Zeichen und Wunder Jesu? Sie sind da! Wir müssen nur sehen, wie groß seine Wunder sind. Wir brauchen nur unsere Augen öffnen und wir werden sie sehen: Heilungen, große Bekehrungen und Befreiungen. Wir sehen sie nur oft nicht, weil wir sie heute zwar erleben, aber morgen schon nicht mehr daran denken.

Wir müssen unseren Glauben stärken, unseren Sinn ganz auf ihn lenken. Denn er ist es, der uns seine Gnade schenkt, der uns durch seine Priester, in der Heiligen Messe, in der Beichte …, seine Zeichen und Wunder schenken will. Er will durch seine Priester Heilung und Befreiung schenken.

Wir sind oft bedrängt von den Dämonen und werden vom Geist dieser Welt beherrscht. Jesus will uns befreien, damit wir wieder in Frieden und Liebe leben können. Die Priester sollen diesen Geist im Namen Jesu bannen und um Befreiung beten, damit wir wieder frei werden. Im Namen Jesu werden wir befreit.

Das Heil Jesu Christi ist der Kirche anvertraut worden. Am Kreuz hat er uns gezeigt, wie groß seine Liebe zu uns ist. Und er hat uns befreit. Jesus hat nicht einer kleinen Gruppe in der Kirche das Heil zugesagt. Er hat nicht gesagt, dieser Gruppierung habe ich 20% des Heils gegeben, jener 35%, einer anderen Gruppierung 25% … und er hat das Heil auch nicht nur einer Gruppe gegeben. Nein, Jesus hat das Heil zu 100% der ganzen Kirche anvertraut, deshalb muss die Kirche in Einheit sein. Wenn wir eins sind, können wir dieses Heil erkennen und erhalten. Er hat die Kirche erwählt, um uns durch sie zu erlösen.

In der letzten Botschaft (siehe unten) hat die Gottesmutter gesagt, dass wir stolz sein sollen. Viele haben mir gesagt: „Was soll das, ich habe jahrelang meinen Stolz gebeichtet und jetzt sagt die Gottesmutter, dass ich stolz sein soll?“ Was meint die Muttergottes mit der letzten Botschaft, mit dem Aufruf „stolz zu sein“? Sollen wir stolz sein? Ja, aber in Liebe; wir müssen neu stolz sein auf Gott, unsere Mutter Kirche und aufeinander. Wir dürfen darauf stolz sein, dass wir Kinder Gottes sind. Im Deutschen gibt es für STOLZ nur ein Wort. Im Italienischen gibt es dafür zwei Wörter: den guten und den schlechten Stolz, der Sünde ist. Maria meint den guten Stolz. Wir dürfen und sollen auch stolz sein auf unseren Vater, auf unsere Mutter, unsere Kinder, unsere Familie. Es gibt ein positives Stolz sein. Wir müssen wieder darauf stolz sein Kinder Gottes zu sein. Wenn wir nicht froh und dankbar sind, dass wir erlöst sind, können die anderen es nicht merken. Die Menschen kommen zu uns und wollen sich an uns festhalten. Wir leben doch in Gott, in seiner Liebe! Das müssen die anderen bemerken, wenn sie uns sehen. Unser Leben muss ihr Interesse wecken, sodass sie sich fragen werden: „Wie leben die, wie treten sie auf, wie gehen sie …?“ Gehen wir aufrecht durch unser Leben und bezeugen wir unseren Glauben? Oder gehen wir nur gebückt und mit hängendem Kopf und weinerlicher Stimme durch die Welt, in falscher Demut? Nach dem Motto: „Ich bin ja nichts, ich bin ja so arm. Wir armen Christen, wir sind ja nur ein Häufchen Elend; wir werden verfolgt; aber wir wehren uns nicht, denn wir sind ja so demütig…“ Nein, keine falsche Demut! Wir sind Kinder Gottes, die selbst von den Engeln beneidet werden! Wir müssen stark sein und Zeugnis geben! Wir müssen erwachsen werden! Und dankbar sein für Angebote, die uns im Glauben stärken.

Hier bei den Vorauer Marienschwestern wird es im Jahr des Glaubens eine Vortragsreihe mit vielen Vorträgen zur Glaubensvertiefung geben, um stark zu werden im Glauben, um geistliche Muskeln zu bekommen. In ganz Europa entstehen heute immer mehr Orte des Glaubens und der geistlichen Formung, weil Gott uns stark machen will. Gott sieht uns, er schaut auf uns und denkt sich: „Die Armen, die brauchen mich, die muss ich jetzt stark machen.“

Einer dieser Orte ist St. Ruprecht/Raab. Der Ort wurde neu belebt durch die Familie Wagner. In St. Ruprecht/Raab lebte Maria Sieler, eine Mystikerin. Sie opferte ihr Leben für die Erneuerung des Priestertums, das die ganze Kirche erneuern wird. Für diese Erneuerung hat sie viel gelitten. Sie sagte: „Wenn die Priester nicht mehr eins sind mit dem Glauben, dann kann die Kirche zerbrechen.“ Deshalb hat Maria Sieler so viel für die Priester gelitten. Die Priester dürfen das Heil und die Erlösung den Menschen zusprechen. Die heilige Messe ist ein wunderbares Erlebnis. Wir sind hineingenommen in das Reich Gottes. In diesem Ereignis wollen wir jetzt Zuflucht nehmen. Danke Jesus, für den Abend der Barmherzigkeit, und dass wir heute wieder in deinem Herzen Platz nehmen dürfen. Amen.

Botschaft der "Königin des Friedens" vom 25. Juli 2012

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch zum Guten auf. Seid Träger des Friedens und der Güte in dieser Welt. Betet, dass Gott euch die Kraft gibt, damit Hoffnung und Stolz* immer in eurem Herzen und Leben herrschen, weil ihr Gottes Kinder und Träger Seiner Hoffnung seid für diese Welt, die ohne Freude im Herzen und ohne Zukunft ist, weil sie ihr Herz nicht für Gott offen hat, der euer Heil ist. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

(* gemeint ist: Stolz darüber zu sein, Gottes Kinder zu sein)

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Was führt uns hier einmal im Monat her? Warum kommen wir zum Abend der Barmherzigkeit? Weil Jesus selbst uns ruft und sieht und weiß, dass wir sein Blut brauchen, um gesund zu bleiben oder um wieder gesund zu werden an Leib und Seele. Jesus sagt: „Die Kranken brauchen den Arzt!“ In diesem Spital, hier in dieser Kapelle, ist Jesus Christus der Arzt, der die Wunden unserer Seele heilt. Wir sind bedürftig nach dem einen großen Gut, das wir in Jesus finden. Dieser beste Arzt will uns heute heilen – heute und nicht morgen! Deshalb können wir jetzt unsere Wunden Jesus hinlegen. Er wird uns heute tief heilen im Innersten. Wir werden heute rausgehen und gefüllt sein, geheilt sein. Er will seine Größe in der Liebe offenbaren.

Jesus sagt uns zu: „Ihr werdet noch Größeres tun in meinem Namen“, damit wir im Glauben an seine Realpräsenz im Allerheiligsten Altarsakrament gestärkt werden. Sein Heil wird wieder über uns herabkommen, weil er uns liebt und es gut mit uns meint.

Der Herr hat uns Hirten erwählt, die uns führen zu der Quelle des Heils. Er hat jeden einzelnen beim Namen gerufen und gesagt: „Ich liebe dich, fürchte dich nicht!“ Er ist bereit, alles zu geben für seine Kleinen.

Heute ist der Gedenktag der heiligen Maria Goretti, die eine große Heilige für unsere Zeit ist. Sie hat 1902 ihr Leben hingegeben für die Jugend und die Reinheit der Herzen und des Leibes. Sie hat ihre Reinheit verteidigt bis aufs Blut. Als sie zwölf Jahre alt war, wollte ein Bursche sie vergewaltigen. Sie aber hat Nein zur Sünde gesagt. Nur wenn wir Nein sagen zur Sünde und zu Satan, können wir ganz Ja sagen zu Gott. Der Bursche hat sie in Zorn, Wut und Gier getötet. Bedenken wir, sie als kleines Mädchen hat schon diese große Liebe zu Gott gehabt. Sie lehrt uns Nein zu sagen zur Sünde und zu Satan, der will, dass wir blind werden für die Liebe und Schönheit Gottes.

Dafür ist Jesus gestorben, dass die Sünder wieder diese Liebe und Schönheit Gottes finden. In der Beichte wird uns alle Sünde genommen. Gott ruft uns, denn er hat Sehnsucht nach uns. Er wird uns nicht loslassen.

Maria Goretti hat gebetet für den, der sie ermordet hat. Während er seine Gefängnisstrafe verbüßt hatte, erfuhr Gorettis Mörder eine Bekehrung. Später hat er bei den Kapuzinern gelebt. Ein Kapuzinerpater sagte über diesen jungen Mann: „Er ist ein Heiliger geworden!“ Maria Goretti hat für ihn im Himmel sicher weiter gebetet. Sie betet auch heute für uns.