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Dich, o Herr, will ich anbeten
Johannes Paul II. sagte am 1. Juni 1980: „Jesus, du willst dich uns nicht nur in der Heiligen Eucharistie schenken, sondern du willst auch in uns im Tabernakel unseres Herzens wohnen. Du erwartest alle, die du liebst, um diesen Austausch »von Herz zu Herz« geschehen zu lassen.
Wie sagt der gute Papst Johannes XXIII.: „Mein Leben scheint dazu bestimmt zu sein, sich im Lichte, das vom Tabernakel ausgeht, zu verschenken. Zum Herzen Jesu muss ich meine Zuflucht nehmen, um die Lösung aller meiner Schwierigkeiten zu finden. Jesus, erfülle mein Herz mit Vertrauen auf deine eucharistische Gegenwart. Jesus, gib mir ein solches Vertrauen, dass ich regelmäßig komme, um dir zu begegnen. Gib mir die Gnade, dass ich komme, dich anzubeten, dich zu loben und lass mich auch alles, was notwendig ist, aus dieser Begegnung der Liebe schöpfen, damit mein Leben Gott, unseren Vater, verherrliche! In der Heiligen Eucharistie feiern wir die immer wieder sich erneuernde und wirksame Gegenwart des einmaligen Kreuzesopfers, in dem die Erlösung ein ewig gegenwärtiges Ereignis ist, das unlösbar an das vermittelnde Einschreiten des Erlösers selbst gebunden ist. In der Heiligen Eucharistie treten wir in Vereinigung mit Christus selbst, dem einzigen Priester und der einzigen Hostie, die uns in die Bewegung seiner Hingabe und Anbetung hineinzieht, er, der die Quelle jeglicher Gnade ist. In der Heiligen Eucharistie – das ist auch der Sinn der ewigen Anbetung – treten wir in die Bewegung der Liebe ein, aus der jeder innere Fortschritt und apostolische Erfolg kommt: »Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.« (Joh 12, 32)“
Wer sich dem gütigen Herzen Jesu nähert, wird die Sogkraft seiner Liebe erfahren. Das Herz des Gekreuzigten steht uns offen, nicht nur in den Kreuzesdarstellungen, sonder vor allem auch in der Eucharistie, welche der stets neue Vollzug des unblutigen Kreuzesopfers ist. An dieser Stelle möchten wir Sie wieder ermuntern, so oft als möglich die Heilige Messe zu besuchen und die Zeiten der Anbetung zu nutzen. „Wir dürfen unser Leben nicht von der Eucharistie trennen. In dem Moment, wo wir es doch tun, zerbricht etwas. … Die Zeit, die wir in unserer täglichen Audienz mit Gott verbringen, ist der wertvollste Teil des ganzen Tages.“ (Mutter Teresa)
Sein Leben in Abgeschiedenheit sollte nicht lange dauern und mutet, im Nachhinein betrachtet, einer Vorbereitung zu einer großen Sendung an. Für die nächsten zwei Jahre beauftragte ihn sein Provinzial mit dem Kampf gegen die Irrlehre der Katharer und die Waldenser, wobei er weite Reisen auf sich nahm.
Seine Liebe zur Armut verlieh dem redegewandten Bußprediger jene Glaubwürdigkeit, die ihm den Beinamen „Hammer der Ketzer“ einbrachte. Antonius nahm bei seinen Predigten kein Blatt vor den Mund: „Je länger der Sünder die Buße verschiebt, umso mehr Züchtigung hat er zu erwarten.“
Als erster Lehrer des Franziskanerordens verstand er es, in klaren, eindeutigen Worten die Wahrheit unverblümt auszusprechen: „Der Heuchler fastet, damit man ihn lobe; der Geizhals, damit man seine Börse fülle; der Gerechte, um Gott zu gefallen. … Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.“ Antonius Sinn war ganz auf die Ewigkeit ausgerichtet und seine Sorge galt dem Heil aller Seelen, wie eines seiner Gebete bezeugt: „O Herr, verlasse jene nicht, die du erlöst hast. Verlasse sie nicht, die nur dich besitzen.“
Unnütze Worte sind ein Hindernis auf dem Weg ins Himmelreich, deshalb riet der Heilige: „Unsere Sprache ist eindringlich, wenn unser Tun redet. Ich beschwöre euch daher: lasst doch euren Mund verstummen und eure Taten reden.“ Das durch Gebet und Arbeit geheiligte Leben bestimmt jeden klösterlichen Alltag und bringt die Seele zum Reifen.
Hierin ist uns der heilige Antonius, der einer unserer Ordenspatrone ist, ein großes Vorbild. Denn letzten Endes sind es nicht die vielen Worte, die einen guten Redner ausmachen, sondern das in der stillen Gegenwart Gottes gereifte Wort, das im Handeln des Redners bewahrheitet wird. Jesus selbst ermahnt uns: „Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen.“ (Mt 12,36) Unnütze Worte bringen keine Frucht hervor, sie sind nur Schall und Rauch.
Ein nützliches Wort hingegen wirkt auf den Zuhörer befruchtend und belebend. Gott sagt von sich: „So ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.“ (Jes 55,11) Mit dieser göttlichen Gabe war der beredte Kirchenlehrer Antonius von Padua reichlich gesegnet. Bitten wir ihn um seine Fürsprache, damit auch unser Reden gesegnet und durch unser Handeln bewahrheitet sei.
Ehrfurcht gegen die Eltern: Jesus Sirach 3,1-16
Hört, ihr Söhne, was das Recht des Vaters ist,
und handelt danach, damit es euch gut geht.
Denn der Herr hat den Kindern befohlen, ihren Vater zu ehren,
und die Söhne verpflichtet, das Recht ihrer Mutter zu achten.
Wer den Vater ehrt, erlangt Verzeihung der Sünden,
und wer seine Mutter achtet,
gleicht einem Menschen, der Schätze sammelt.
Wer den Vater ehrt, wird Freude haben an den eigenen Kindern,
und wenn er betet, wird er Erhörung finden.
Wer den Vater achtet, wird lange leben,
und wer seiner Mutter Ehre erweist, der erweist sie dem Herrn.
Wer den Herrn fürchtet, ehrt seinen Vater
und dient seinen Eltern wie Vorgesetzten.
Mein Sohn, ehre deinen Vater in Wort und Tat,
damit aller Segen über dich kommt.
Der Segen des Vaters festigt die Wurzel,
doch der Fluch der Mutter reißt die junge Pflanze aus.
Such deinen Ruhm nicht darin, den Vater herabzusetzn,
denn das ist keine Ehre für dich.
Die Ehre eines Menschen ist die seines Vaters;
wer seine Mutter verachtet, sündigt schwer.
Mein Sohn, wenn dein Vater alt ist, nimm dich seiner an
und betrübe ihn nicht, solange er lebt.
Wenn sein Verstand abnimmt, sieh es ihm nach
und beschäme ihn nicht in deiner Vollkraft!
Denn die Liebe zum Vater wird nicht vergessen,
sie wird als Sühne für deine Sünden eingetragen.
Zur Zeit der Bedrängnis wird sie dir vergolten werden;
sie lässt deine Sünden schmelzen wie Wärme den Reif.
Wie ein Gotteslästerer handelt, wer seinen Vater im Stich lässt,
und von Gott ist verflucht, wer seine Mutter kränkt.