Statue der Gottesmutter
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Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Gläubige! So sind wir wieder hier, um die Nähe Jesu, die Nähe Gottes, zu erfahren. Jesus ist bei uns und er möchte uns berühren. Er spricht mit uns durch diese Gegenwart im Wort Gottes und will jeden einzelnen von uns berühren. Und wir dürfen nicht faul und träge sein im Lesen und Betrachten des Wortes Gottes. Wir wollen diesen Auftrag ernst nehmen und sagen: „Ja, die Heilige Schrift, das Wort Gottes, es lebt!“ Es ist kein totes Wort, es ist kein Wort der Menschen, es ist das Wort Gottes! Und wo das Wort Gottes ist, dort ist die Gegenwart Gottes. Wir können die Bibel öffnen – bei uns zu hause – und sie lesen, betrachten. Allein das öffnen der Bibel und das Betrachten des Wortes in einer Gebetsecke bei uns zu hause hat schon eine Wirkung, eine kostbare Wirkung. Gott ist da! Aber Gott ruft: „Komm zu mir und lies doch! Ich hab dir so vieles zu sagen! So viel Gutes zu sagen, so viel Weisheit zu sagen! Komm zu mir!“ Stellt euch vor: Diese Bibel zu hause, die offen liegt und Gott selbst, der da heraus spricht und sagt: „Komm und lies bitte! Ich bin da! Ich warte auf dich!“ Das ist der Kuss Gottes, die Begegnung Gottes. Gott will uns mehrmals am Tag küssen, einen heiligen Kuss geben durch dieses Wort Gottes. Denn für uns ist das Wort Gottes Nahrung: „Nicht nur vom Brot lebt der Mensch“, lesen wir, sondern vom Wort Gottes. Das ist die Hauptnahrung für uns, das ist große, wichtige Nahrung für uns. Und oft haben wir dann Aha-Erlebnisse: Ah, so ist Gott, er ist ja ganz anders, als wir Menschen oft denken.

Wie am heutigen Tag bei der Votivmesse zum Heiligsten Herzen Jesu, wo Jesus spricht: „Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen hast.“ Er hat es den Weisen und Klugen verborgen – sie erkennen etwas nicht, was andere erkennen. „…den Unmündigen aber offenbart hast.“ Also Unmündigen, den Armen und Schwachen, den Auserwählten, will Gott etwas offenbaren, etwas Besonderes geben. Unglaublich ist dieses Gebet von Jesus: Er dankt dem Vater, dass er uns, den Armen und Unmündigen etwas gibt, und den anderen eben verbirgt. Das ist die Gerechtigkeit Jesu, die sich mit der Liebe Jesu vereint. Denn es gibt Menschen, die ärmer sind, es sind Menschen, die eben mehr mitgemacht haben in ihrem Leben, vielleicht verspottet worden sind, die einfach arm sind oder einfach nicht die Möglichkeit gehabt haben, weise zu werden. Denen will Gott eben in seiner Gerechtigkeit etwas Besonderes geben. Das heißt nicht, dass die anderen nichts bekommen, aber denen gibt Gott etwas ganz Besonderes: Seine Weisheit. Und so will er uns erziehen und vieles sagen, innerlich aufbauen und erneuern. Er will, dass wir ihn erkennen.

Und dann sagt Jesus: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Und so ruft er uns zu sich und wir wissen, er ist ganz da, er ist gegenwärtig im Wort Gottes und in der Eucharistie. Er ruft uns und will, dass wir bei ihm sind. Er will, dass wir Zeit mit ihm verbringen. Jesus ist verlassen, Jesus ist traurig, weil so wenige Menschen diesen Ruf hören: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Und das ist unser Glaube. Wir wollen daran glauben, dass es Jesus ist, der uns aufrichten kann, der uns helfen kann, der uns seine Nahrung durch seine Gegenwart geben kann, der uns das geben kann, was uns kein Mensch und kein Geschöpf geben kann. Jesus kann alles! Jesus ist da und er ruft uns! Jesus hat uns hier her gerufen, weil er uns liebt, weil er uns wieder etwas schenken möchte, weil er uns wieder etwas sagen möchte. Wir wollen unseren Glauben erneuern lassen, unsere Sehnsucht erneuern lassen. Wir wollen zulassen, dass Gott uns rüttelt und schüttelt in dieser Zeit der Gnade, in der wir unsere Herzen öffnen wollen. Es ist eine Zeit der Gnade und Gnade ist etwas, das man umsonst bekommt – aus dem Herzen Jesu. Wer will diese Gnade bekommen? Jesus, schenk uns diese Gnade! Jesus, du selbst bist unsere Gnade, Halleluja! Jesus will, dass wir uns ihm öffnen, dass wir Ja sagen zu ihm, denn er will uns beschenken, weil wir die sind, die Sehnsucht nach ihm haben. Wir sind das Elend, ja, aber das berufene Elend, die armen Menschen, die Jesus in seine Nähe holen möchte. Wir wollen uns mit dieser Liebe beschenken lassen, die nur er geben kann. Wir sind und leben in dieser Begrenztheit. Wir merken, dass ohne der Gnade Gottes wir begrenzt sind. Aber die Gnade ist uns geschenkt. Die Gnade will Gott uns immer wieder schenken. Dieses große Geschenk will Jesus uns geben – immer wieder neu.

Jesus will, dass wir eine Familie werden, dass wir einander Gutes tun, dass wir einander Barmherzigkeit erweisen. Er will, dass hier keine Streitigkeit ist, kein Neid, kein böser Gedanke. Er will, dass wir die Liebe lernen, denn wir brauchen die Liebe. Der neben uns, der braucht unsere Liebe. Gott will uns die Vollkommenheit schenken. So wie der Vater, der die Sonne strahlen lässt über den Guten und Bösen, so wollen auch wir selbstlos alle die uns begegnen lieben. Gutes tun, Gutes wünschen, segnen, keine verwünschen! Bitte, verwünschen wir keinen, sondern lieben wir die Menschen! Egal wer uns begegnet, lieben wir die Menschen, segnen wir sie, beten wir für sie. Und wenn irgendwer über den Nächsten in unsere Umgebung schimpft, oder auch wir selbst, dann müssen wir sofort erkennen, dass es die List des Teufels ist, denn wir wollen einander lieben! Wir wollen die lieben, die gehasst werden. Wir wollen auch die unmöglichsten Menschen lieben! Wir alle brauchend die Liebe. Auch wir Priester brauchen die Liebe, wie ich voriges Mal gesagt habe. Und wir sind oft die unmöglichsten Menschen, wirklich unmöglich – ja, ich kenne mich gut! Aber wenn uns die Gläubigen mit Liebe entgegenkommen, da schmelzen dann die Herzen, das ist wohltuend. Nur mit der Liebe können wir frei werden, wenn wir den Menschen wirklich annehmen, und zwar so, wie er ist! Wir dürfen nicht sagen: Ja einen Teil von diesem Menschen nehme ich schon an, aber das nicht. Weil dort weiß ich, dort erkenne ich, (denn ich bin ja fast wie Gott), dass er sich ändern muss. Nein, wir sind nicht wie Gott! Zum Glück sind wir nicht wie Gott! Denn Gott liebt seine armen Kinder. In der Liebe dürfen wir sein wie Gott, OK, aber nur in der Liebe, in der Güte, im Frieden. Aber das Gericht übergeben wir unserm Herrgott. Und wir werden einmal staunen, wer alles im Himmel sein wird! Und wir werden sagen: Du bist da? Das gibt es ja nicht! Dass ich in den Himmel komme, ja natürlich, ich war ja so fromm! Aber dass du auch hier bist? Bist nicht du der … von …? Was machst du eigentlich hier? Ich habe dich ja immer verurteilt … Lassen wir Gott das Urteil! Gott weiß, wieso einer vielleicht den falschen Weg eingeschlagen hat. Vielleicht wurde er falsch beraten, falsch erzogen oder es wurde in der Kindheit schon etwas fehlgeleitet. Man weiß es nicht. Gott schon. Und das macht die Liebe aus. Die Liebe ist alles.

Das ist das Rezept Gottes: Wer Liebe gibt, der bekommt Liebe. Umso mehr man Liebe gibt, umso mehr bekommt man sie. Deswegen: Ich entscheide mich alle zu lieben, auch den unmöglichsten Menschen, und wir werden uns im Willen Gottes befinden. Und Gott wird eins sein mit uns. Gott wird unser Freund sein, weil wir in seinem Willen sind. Werden wir hingegen nur ein bisschen im Willen Gottes sein, und ein bisschen der Ankläger und Richter sein, dann sind wir nicht in Gott. Also, wenn wir nicht aufhören mit den Anklagen in der Kirche, in der Familie, bei unseren Nachbarn, dann werden wir keinen von der Botschaft des Glaubens überzeugen. Keinen! Wieso hat dieser Papst jetzt so viele Zuhörer? Weil er ein Papst der Liebe ist, der alle liebt, der die Kirche liebt, der alle umarmt und aufs Wesentliche geht: auf Jesus Christus. Und Jesus Christus ist die Liebe! Er ist diese einfache Liebe. Der Papst will keinen Klerikalismus – weder auf der einen Seite noch auf der anderen. Der Priester ist der Diener, er ist beauftragt, zu lieben. Er ist beauftragt, im Namen Jesu Gutes zu tun, das Volk zu speisen, auszuteilen das Brot – und alle werden vom beim Brot des Lebens, der heiligen Eucharistie, in der sich Gott ganz gibt – jedem einzelnen! Es könnt einer sagen: Ja der Priester bekommt ja das größere Stück von der Hostie! Und ich bekomme nur ein kleineres. Er könnte ja sagen: Ich will auch einen großen Jesus haben! Aber wir wissen, dass auch im kleinen Stückchen der ganze Christus ist. Denn wenn sich Christus gibt, dann gibt er sich ganz. Und er macht keinen Unterschied, er gibt sich ganz. Er gibt seine Liebe ganz, seine Erlösung ganz. Und das macht er durch dieses Brot, durch sich selbst. Diese Speise der Liebe bekommen wir in bei jeder Kommunion von Jesus selbst. Er selbst gibt uns diese Speise. Er gibt sich selbst.

Und er will uns erlösen in der Beichte, das ist unglaublich. Wir müssen bekennen: Ich habe falsch gehandelt – nicht die anderen immer anklagen. Die arme Maria Magdalena! Ja, wir stehen alle gleich mit dem Stein in der Hand und sagen: Ja, die hat gesündigt! Aber was hat Jesus gesagt? Sie hat gesündigt, ja, aber diese Anklage ist nicht die Haltung, die Gott wünscht! Und das ist schön. Ich bete sehr oft, auch in den Pfarreien wo ich tätig bin, das Schuldbekenntnis: „Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld…“ Weil es wichtig ist zu erkennen: Ich habe da einen Fehler gemacht. Ich habe den Menschen nicht vergeben. Ich habe den Menschen nicht geliebt. Was hat Jesus alles mitgemacht? Und was betete er am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Er hat noch immer alle geliebt. Er hat nicht nur alle geliebt, sondern er hat sogar seinen Schmerz, sein Leiden, für uns hingegeben. Schmerz und Leid Jesu wird dadurch zu unserer Rettung und Erlösung. Er hat keinen verurteilt. Das ist Jesus. Jesus ist der, der sein Herz öffnet für alle. Jesus ist der, der sich freut, umso mehr Menschen zu ihm kommen. Und in diesen Kampf wollen wir eintreten, in diesen Kampf für die Seelen. Wir wollen wie Jesus die Menschen lieben. Wir wollen verzeihen wie Jesus und hoffen, dass die Menschen anfangen, die Kirche zu lieben. Wir wollen lieben, vergeben und den Menschen nur Gutes tun. Und wir wollen allen Menschen nur Gutes wünschen. Wehe, wir wünschen auch nur einem nichts Gutes! Das ist auch Beichtmaterie, wenn wir zur nächsten Beichte gehen: Ich habe zu wenig geliebt! Ich habe zu wenig verziehen! Viele kommen und sagen: Meine Kinder sind schwierig, mein Ehemann ist schwierig, meine Ehefrau ist schwierig, mein Pfarrer ist der Schwierigste, … Ja, wie verblendet sind wir denn? Und du selbst, frage ich dann den Beichtenden? Aber diese Frage kommt oft gar nicht an. Und du selbst? Das merken wir nicht, dass wir hier verblendet sind, dass wir im Einfluss des Geist des Bösen sind, dem Geist des Anklägers. Das wollen wir aber nicht mehr. Wir wollen stattdessen lieben und versuchen, die anderen wahrzunehmen und anzunehmen und zu lieben. Wie geht es meinem Nächsten zu hause? Wie geht es meinem Nachbarn wirklich? Gehe ich hin? Frage ich nach? Wie geht es meiner Ehefrau/meinem Ehemann wirklich? Frage ich nach? Wie geht es meinen Kindern wirklich? Wie geht es meinem Pfarrer? Mache ich etwas Gutes für ihn, frage ich nach? Ist mir der andere wirklich ein Anliegen?

Das ist der Wille Gottes: Gutes zu tun in beiden Richtungen – zu den Menschen hin und natürlich auch zu Gott hin. Denn auch Gott braucht unsere Nähe, auch Gott braucht unsere Liebe, auch Gott sehnt sich nach uns. Gott will sich uns offenbaren, besonders bei der heiligen Messe. Er will sich selbst schenken – er sehnt sich nach uns! Er hat eine Riesensehnsucht nach uns! Aber es kommt keiner zu ihm! Es bleibt keiner bei ihm, wenigstens für eine Zeit lang. Nehmen wir uns doch Zeit für ihn im Allerheiligsten Sakrament oder in der Heiligen Schrift. Er will uns ja nur lieben und seine Liebe ausschütten!

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben, wir haben gehört, wie Johannes der Täufer im heutigen Evangelium wieder auf Jesus hinweist. Es ist immer wichtig für uns, dass einer kommt und aufzeigt, wo unsere Aufmerksamkeit hingehen soll. Unsere Aufmerksamkeit soll zum Retter, zum Erlöser, zu Jesus Christus hingehen. Denn Johannes der Täufer sagt eben von sich selbst: „Ich bin gekommen und taufe mit Wasser.“ Er tauft zur Umkehr. Deswegen ist er auch eine große Person im Advent, auf die wir schauen. Aber richten wir unseren Blick wieder auf Jesus: Denn er wird kommen und wird taufen mit dem Heiligen Geist. Sind wir bereit diese Taufe zu bekommen? Ja? Ja, ein bisschen? Ein bisschen Heiliger Geist, der als „kleines Vogerl“ kommt und auf unserer Schulter zu landen versucht? Den wir verjagen können, wenn er uns stört? Aber Jesus möchte mit der Fülle des Heiligen Geistes taufen. Wir müssen uns ernsthaft fragen: Nehmen wir ihn an, wenn er kommt, oder nicht? Komm Heiliger Geist, entflamme uns neu, entzünde uns neu und lass uns Überraschungen erfahren in deiner Liebe und deiner Güte. Jesus will uns wirklich bereichern und beschenken. Er möchte die Gabe unseres Lebens sein. Er ist gekommen und hat sich selbst geschenkt, ist Mensch geworden und will geliebt werden, will angenommen werden. Er will, dass wir Ja zu Ihm sagen und ihn in unsere Herzen hinein nehmen. Er will uns ausstatten und er hat vor, eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes in dieser Zeit zu schenken. Wir wollen diese Ausgießung des Heiligen Geistes annehmen.

Einen neuen Geburtstag, eine neue Geburt Jesu Christi haben wir zu Weihnachten gefeiert. Wir wollen uns freuen für diese Gabe des Heiligen Geistes, dieses Wiederkommen Jesu Christi – jetzt ganz besonders in dieser Endzeit, durch Maria. Maria, die Mutter Gottes will die Kirche erneuern. Sie will, dass wir voller Glauben und Kraft Jesus in dieser Zeit bekennen. Deswegen sammelt Maria die Gläubigen, um sie zu stärken, um sie an sich zu drücken. Sie formt uns, sie macht uns fähig, bereit zu sein für das Erkennen Jesu Christi. Deswegen wollen wir das Angebot der Liebe annehmen.

Es gibt keinen Abend der Barmherzigkeit, wenn wir die Muttergottes nicht wirklich annehmen. Und so ist es wunderbar, wenn wir an jedem Abend der Barmherzigkeit zu ihr gehen und sagen: „Maria, wir nehmen diesen Weg mit dir an. Hilf uns dabei.“ Und sie hilft uns tatsächlich. Sie nimmt uns in ihr Herz hinein und dort finden wir Wohnung. Dort finden wir Schutz vor allen Gefahren, vor allem Bösen. Sie stattet uns aus, denn Sie betet für uns um die Gaben des Heiligen Geistes, die wir so notwendig brauchen. Deswegen lassen wir uns von der Muttergottes formen und nehmen wir diese große, unglaubliche Hilfe an. Immer wieder dürfen wir in dieser Zeit erfahren, dass es nur diesen einen Weg gibt, den sicheren Weg, den Weg mit Maria. Sie schenkt uns immer wieder neu den Glauben. Sie schenkt uns immer wieder neu Jesus Christus. Sie will, dass wir Jesus Christus erkennen und lieben lernen, so wie sie ihn liebt. Die Schule der Liebe der Muttergottes ist eine einfache Schule, keine hohe Theologie, sondern ein einfacher Weg. Wir brauchen nur zu ihr gehen, zu ihrem Herzen und sie führt uns dann zur Liebe, sie führt uns zu Jesus Christus. Sie führt uns zur Eucharistie und sagt: „Schaut, wo Jesus ist. Schaut, wie sehr er euch liebt. Schaut, wie er euch vergibt und Vergebung schenkt. Schaut, wie er da ist, stärker wie nie zuvor.“ Denn Gott ist ein starker Gott. Er ist geboren als kleines Kind, aber er ist der starke Retter. Wir wollen ihn annehmen, denn wir brauchen in dieser Zeit einen starken Retter. Gott rettet! Nur er kann retten und niemand anderer. Das ist das kleine Kind: Der starke Gott, den wir brauchen. Heute feiert die Kirche den heiligsten Namen Jesu. Gott rettet. Wollen wir diese Liebe Gottes annehmen? Ja oder Nein? Ja? Denn Gott ist gekommen, um uns zu retten, Halleluja.

Euch alle liebt er in einer unglaublichen Art und Weise. Und er liebt die gesamte Kirche. Und er will durch seine Kirche Heil und Rettung über das Volk Gottes bringen. Wir sind das Volk Gottes! Schaut, wie viele Getaufte es auf der Welt gibt, wie viele Getaufte hier in Österreich, wie viele Priester und Bischöfe – und das ist die Kirche Gottes, die im Auftrag Jesu Christi rettet, Halleluja! Nehmen wir die Rettung an? Ja? Wunderbar! Gott hat uns alles gegeben, wir sind eine starke Kirche. Gott hat uns alles geschenkt: Bischöfe, Priester, Brüder und Schwestern – wir sind sein Körper, sein Leib. Schaut den Nachbarn neben euch an, berührt ihn. Das ist der Leib Jesu Christi. Wir sind ein Leib und können uns einander so viel helfen, wenn wir nur erkennen: Das ist der Leib Christi. Bitte umarmt eure Lieben auch öfter. Indem ihr sie umarmt, umarmt ihr Jesus Christus, seine Kirche. Umarmen wir im Geiste auch unsere Bischöfe, unsere Priester, denn sie sind ein Geschenk Gottes, unsere Hirten. Umarmen wir auch unseren Heiligen Vater, der nicht müde wird zu lieben. Auch unser Papst Franziskus geht auf die Straße, umarmt die Kinder und küsst sie, weil er weiß: Jesus Christus ist dort, die menschgewordene Liebe. Viele erkennen das nicht, aber die menschgewordene Liebe ist dort, bei den Armen.

Jesus will jetzt da sein, bei uns und seine Liebe, sein Herz, uns und den Gläubigen dieser Welt schenken. So viele dürsten und hungern nach Liebe. Am Petersplatz rufen die Menschen: „Viva el Papa!“ Aber in Wirklichkeit schreien sie: „Wir brauchen die Liebe Gottes! Diese kostbare Gabe Gottes: Geliebt sein von ihm.“ Durch Papst Franziskus, der im Namen Gottes da ist, zeigt Gott uns, dass er uns liebt. In seiner Art zu sein, zeigt er uns, dass Gott uns liebt. Und das brauchen die Menschen, die Gläubigen. Egal, wer mich verurteilt, Gott liebt mich. Das ist unglaublich! Nehmen wir jetzt im Geiste auch diese Umarmung des Papstes an.

In der Umarmung unserer Hirten nehmen wir auch die Gaben und Charismen an, die Gott ihnen für uns gegeben hat. Umarmen wir unsere Familie – besonders jene, die etwas schwieriger sind und schenken wir ihnen unsere Liebe. Das ist jetzt der Beginn von Weihnachten: Frieden auf Erden! Und so entsteht die Neugeburt Jesu in unseren Herzen. Wenn wir nicht einüben, unsere Mitmenschen zu umarmen – auch die schwierigen – dann kann Jesus nicht in unsere Herzen kommen. Und Jesus freut sich, wenn wir einander umarmen: Jetzt darf ich leben! Wir müssen Stroh und Disteln aus unseren Herzen nehmen, damit Jesus in uns wohnen und leben kann. Er darf in uns lieben und aus unserer Mitte heraus Frieden und Liebe schenken. Jesus liebt uns so sehr, er beschenkt jeden einzelnen mit seiner Liebe, mit seinem Erbarmen.

Gott wurde Mensch, ein kleines Kind, aber durch ihn kam eine so große, allmächtige Liebe und so viel Licht in diese Welt. Wir wollen diese Liebe annehmen, weil er Durst hat nach uns, nach unserer Nähe, nach unserem Ja.

Jesus wir brauchen Dich. Danke, dass Du gekommen bist. Wir freuen uns, dass das Jesuskind da ist. Jesus schenkt uns seine Liebe ganz umsonst, weil er nicht anders kann als zu lieben – euch zu lieben, uns alle zu lieben. Das ist Weihnachten, die Fülle der Gnade. Das ist seine Stärke, seine Freude. Wir dürfen uns freuen und diese Rettung und Erlösung annehmen. Die Erlösung ist absolute Freiheit! Und die wollen wir heute annehmen. Egal was wir machen – wir sind Kinder Gottes, wir sind geborgen und brauchen keine Menschenfurcht mehr zu haben. Er ist in unserer Mitte, er lebt und wirkt in seiner Kirche.

Ihr seid kostbar in seinen Augen. Er hat euch erschaffen und ihr dürft so sein, wie ihr seid. Er will, dass wir leben, dass wir die Freude in dieser Welt sind. Wir sollen seine Freude in diese Welt bringen. Wir sollen auch feiern – Christen sollen auch feiern können, wie bei der Hochzeit zu Kana. Könnt Ihr Euch auch vorstellen, wie Jesus feiert? Das ist auch Jesus. Er ist auch der Dornengekrönte – natürlich. Aber wir können nicht immer die Dornenkrone tragen – und wenn einer kommt und sie uns wegnimmt, sagen wir: „Gib uns die Dornenkrone wieder!“ Nein: Er hat uns errettet, er hat uns erlöst. Das ist die heilige Messe: Die Rettung, die Erlösung und Befreiung. Wir sind mitunter in einer falschen Leidensmystik verfangen. Die Leidensmystik gibt es natürlich auch, aber wir müssen aufpassen, dass wir unsere Leiden nicht falsch einschätzen oder überbewerten. Wir sind oft in dieser falschen Leidensmystik drinnen, so dass wir es gar nicht zulassen, dass er uns befreit! Bei jeder heiligen Messe erfahren wir diese Erlösung und Befreiung!

In jeder heiligen Messe hilft uns Jesus das Kreuz zu tragen. Aber wir wollen es nicht zulassen, dass er uns hilft. Wir wollen das Kreuz lieber selber tragen. Jesus kommt und will uns das Kreuz abnehmen und wir sagen: „Lass mich in Ruhe, ich muss erst noch ein bisschen Sühne machen!“ Oder wir gehen mit der Dornenkrone umher und jammern – und nehmen damit Jesus den Platz weg, denn er hat sie ja für uns getragen. Heute wollen wir aber alles Unnötige weggeben. Wir wollen uns an diesem Abend der Barmherzigkeit von Jesus beschenken lassen mit diesen Gaben, die er uns schenken will. Wir wollen auch die Gabe der Freude annehmen. Das andere, das Leiden, kommt ohnehin in unserem Leben, aber wir wollen uns in erster Linie einmal beschenken lassen von ihm. Danke Jesus, für deine Gnaden und Gaben. Danke Jesus, dass du da bist. Danke, dass du mit uns bist. Danke für deine Mutter Maria, die uns hilft und die für uns betet. Amen.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics

Wer schon einmal zum Bruder Klaus von der Flüe gepilgert, in die Ranftschlucht hinunter gestiegen ist, kennt die Kapelle mit der angebauten Einsiedlerzelle, in der Bruder Klaus fast 20 Jahre hauste. Diese Zelle hat 3 winzige Fenster. Durch das eine Fenster blickt man auf den Weg, auf dem man herunter gekommen ist. Das andere Fenster gibt den Blick frei auf die Strecke, die zum Talschluss führt. Durch das dritte Fenster blickt man auf den Altar in der Kapelle. Schauen wir in dieser Stunde aus der Enge unseres Ich durch diese drei Fenster auf unser Leben.

Durch das erste Fenster schauen wir zurück, auf unseren bisherigen Lebensweg, den wir gegangen sind. Wir danken Gott zuerst für das Geschenk des Lebens, unseren Eltern, dass sie dieses Geschenk von Gott angenommen haben. Obwohl wir heute im Wohlstand leben, sagen nur wenige Eltern JA zu einem Kind! Wir danken Gott für die Berufung und Wegbegleitung durch Höhen und Tiefen. Es gibt einen weiteren Grund, dankbar zu sein: Seit 70 Jahren ist uns das Glück der Freiheit und des Friedens geschenkt. Wir dürfen in einem Land leben, in dem wirklich Milch und Honig fließen. Ein Blick auf andere Länder, auf die Elendsviertel, Hunger, Seuchen, Naturkatastrophen, Krieg und Terror zeigt, dass auch unser Wohlstand nicht selbstverständlich ist. Wie oft sind wir Menschen unzufrieden und jammern wegen Kleinigkeiten. Ordensleute bezeugen mit ihrem einfachen Leben einen anderen Weg, der glücklich und zufrieden macht! Schließlich findet jeder von uns in seinem persönlichen Leben noch vieles, wofür es zu danken gilt. Wir denken dankbar an unsere Eltern und Geschwister, Lehrer, Seelsorger, Mitschwestern und Freunde, die uns durchs Leben begleiten. Wir denken an den Beruf, an Erfolge und Misserfolge, an die geschenkte Kraft, Schweres zu meistern. Das sehen wir durch das erste Fenster, das uns dankbar zurückblicken lässt auf unseren bisherigen Lebensweg.

Blicken wir nun durch das zweite Fenster, das den Weg in Richtung Talschluss zeigt. Er erscheint uns noch unbekannt, geheimnisvoll, voller Gebüsch und Gestein. Er zeigt uns vor allem, dass unser Leben begrenzt ist. Darum sollen wir jeden Tag, der uns geschenkt ist, sinnvoll nützen. Das tun wir dann, wenn wir andere lieben, ihnen helfen und Freude bringen. Jeder Mensch braucht Menschen, mit denen er seine Freude teilen, zu denen er mit seiner Last kommen kann und bei denen er Trost findet.

Die Marienschwestern von Vorau sind solche Menschen – als Christen und als Ordensfrauen! Sie haben Ihr Leben dem Herrn verschrieben, bemühen sich wie Maria seine Liebe den Mitmenschen im Krankenhaus und in der Altenbetreuung weiterzuschenken. Ihr seid eine Tankstelle, eine Hoffnung für andere, weil ihr ihre Freuden und Lasten mittragt. Vergelt’s Gott für den Liebesdienst!

Wer sich so Tag für Tag neu in den Dienst der anderen stellt, folgt Jesus nach, gibt seinem Leben Freude und Sinn, bringt reiche Frucht. Das sagt unser Blick durch das zweite Fenster der Zelle der Bruders Klaus.

Schließlich machen wir noch durch das dritte Fenster der Ranftklause einen Blick. Es war für Bruder Klaus das wichtigste Fenster. Wir sehen durch dieses Fenster direkt auf den Altar der angebauten Kapelle, auf dem immer wieder die Eucharistie, Jesu Tod und Auferstehung, unsere Erlösung gefeiert wird. 20 Jahre hat Bruder Klaus nur von der Eucharistie und vom Blick auf das Kreuz gelebt.

Im Blick auf das Kreuz Christi haben auch sie Vater und Mutter verlassen, auf eine eigene Familie verzichtet und sind dem Herrn ganz nachgefolgt. Sie haben in ihrem bisherigen Leben immer wieder das Kreuz angenommen und sind dem Herrn dorthin gefolgt, wo er sie haben wollte – bis in die Kongregation der Marienschwestern von Vorau. Sie haben wie die beiden Blinden im heutigen Evangelium dem Herrn geglaubt und vertraut, dass er ihnen helfen und sie heilen kann – auch wenn es nicht immer leicht für sie war oder ist – und sind so von Gott gesegnet und vielen Menschen zum Segen geworden. In der Begegnung und Berührung mit Jesus wurden ihre Augen geöffnet, bekommen sie die Kraft für ihren Dienst an den Kranken, erzählen sie von ihm in der ganzen Gegend und bezeugen ihn. Das ist Neuevangelisierung ganz konkret!

Der gekreuzigte und auferstandene Herr in der Eucharistie gibt ihnen die Kraft und Freude für den Dienst, ihr Blick auf das Kreuz Christi, ihr festes Vertrauen auf Jesu Herz, seine Barmherzigkeit und auf Maria, der sie ihr Leben anvertraut haben, ist ihnen in der Nachfolge Wegweisung und Hilfe.

Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir diese drei Fenster der Zelle des Bruders Klaus zu Lichtblicken unseres Lebens machen! Ich danke ihnen für ihr Glaubenszeugnis und ihren treuen Dienst! Ich bete mit ihnen um neue geistliche Berufungen für unsere Kirche und besonders auch für ihre Kongregation!

Wenn wir jetzt gemeinsam die Eucharistie feiern, dann danken wir Gott für das Geschenk der Berufung und Erlösung sowie für seine Gnaden und Wohltaten, vor allem aber für seine unendliche Güte und Barmherzigkeit, die er mit uns hat. Bitten und beten wir nun mit dem heiligen Bruder Klaus:

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir. Amen.

P. Lukas Hofer SAC leitete im Anschluss an die feierliche Messe das Heilungsgebet und spendete gemeinsam mit P. Domonkos Mèszàros OP den eucharistischen Einzelsegen. Viele haben heute wieder das Sakrament der Versöhnung empfangen.

Nirgends ist uns Gottes Barmherzigkeit näher als in den Sakramenten, in denen er erbarmungsvoll an uns wirkt. Jesus möchte alle Menschen heilsam berühren. Geben Sie ihm die Möglichkeit dazu – vielleicht beim nächsten Abend der Barmherzigkeit, am 3. Jänner 2014. Den Ablauf des Abends finden Sie hier.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Pfarrer Johann Schuster

Was macht einen Getauften zu einem Jünger Jesu? Der Papst sagt, es gibt sogar Kardinäle, die keine Jünger sind. Denn Jünger sein heißt: Hinter Jesus herzugehen und mit Jesus verbunden zu sein. Jesus Christus sagte: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.“ (Joh 15,16) Jünger sein heißt: Die Erwählung anzunehmen. Was hindert uns daran? Manche glauben, wenn sie sich selbst suchen, dann werden sie Gott finden. Sie suchen ihr Glück, aber sie merken dann, dass sie es nicht finden.

Sich im geistlichen Bereich verführen zu lassen heißt, eigene Wege zu gehen. Diese Menschen werden dann so unnatürlich fromm, dass wir sie letztendlich nicht mehr ertragen können.

Tomislav Ivancic sagt: „Am schwersten zu bekehren ist der, der in der Frömmigkeit erstarrt, versteinert ist.“

Andere suchen das Wissen, die Befriedigung der geistlichen Neugier. Manche glauben, wenn sie nur viele Opfer bringen, dann sind sie Jünger Jesu. Aber wenn wir traurig, düster und erstarrt beten, werden wir keinen Hund vom Ofen hervorholen!

Ein Jünger ist der, der ganz im Meister ist und der Meister ganz in ihm ist.

Ich darf die Liebe nicht in der Erfüllung meiner Wünsche suchen.

Das Gute tut auch ein Atheist – das ist Ethik, Philosophie. Wenn Sie viel tun, Bedeutendes tun, dann sind Sie noch nicht Jünger Jesu. Denn Jesus hat nicht gesagt, dass wir viel tun müssen, er hat gesagt: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Lk 9,23) Jünger Jesu zu sein heißt: Jeden Tag sein Kreuz auf sich zu nehmen und in Demut hinter Jesus herzutragen.

Jeder will etwas bewegen, aber nicht der Jünger bewegt, sondern der Geist Gottes bewegt!

Mutter Teresa wurde einmal gefragt: Was muss ich ändern? Den Papst, die Strukturen, die Kirche, die Bischöfe, …? Mutter Teresa sagte: „Ich und Du.“ Wir müssen das Kreuz und die Leiden an und in der Kirche annehmen, um nicht zu verbittern.

Es gibt so viele gerechte Fromme, die verbittern. Jesus sagt uns: Wer mein Jünger sein will, der versöhne sich. Wer noch Feinde hat, ist noch kein Jünger Jesu. Jesus sagt: Vergebt den Feinden! Was möchte Christus von mir? Dass ich lebe!

Jesus sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14,6) Den Weg Jesu zu gehen bedeutet: Auf die Stimme des Meisters zu hören – und auf die Stimmlage zu achten! An der Stimme erkennen wir, ob es Jesus ist oder der Täuscher. Nicht jede Eingebung ist von Jesus.

Bei Jesus gibt es keine Ehrentitel zu vergeben. Von  der roten Farbe der Kleidung her ist ein Kardinal dazu gerufen, Zeugnis zu geben mit seinem Blut für die Ehre Christi. Das ist die Ehre eines Christen, wenn er sein Blut für Gott hingibt.

Jünger Jesu sein heißt: Einander die Füße zu waschen. Wer glaubt, Steine werfen zu müssen, ist noch sehr weit weg von Christus.

Paulus hat über seine eigene Situation nicht geklagt, sondern gesagt: Freut euch, für Jesus leiden zu dürfen!

Jünger sein heißt: Mit Jesus zu leiden, mit ihm zu gehen, den kleinen demütigen Weg der kleinen Therese zu gehen. Jünger sein heißt: Demut haben, um Verzeihung bitten, den anderen höher einschätzen als sich selber, alles zu ertragen um Christi Willen. Der Jünger steht nicht über dem Meister! Der Meister ist der Herr auch deines Lebens!

Nur Gerechtigkeit zu leben ist eine Fehlform. Wer nur aus seiner Gerechtigkeit leben will, der rühmt sich selber. Was hat Jesus gesagt? Nur der Vater ist gut, wer kann sagen, dass er gerecht ist? Die gerechten Frommen sind Leistungsbeter, die dann meinen, Probleme einfach wegbeten zu können. Wenn es in der Ehe Probleme gibt, dann soll man sie nicht wegbeten versuchen. Man muss dem Problem ins Auge schauen und nicht ins Gebet flüchten! Es gibt heute viele fromme Flüchtlinge!

Der Jünger hat in sich das Herz des Meisters, das weit offen steht für alle, die in Not sind; ein Herz, das nicht verbittert ist ob der Schläge.

Der höchste Akt der Liebe ist die Vergebung bis zur Vollendung. Dorthin bewegt sich der Jünger Jesu und nimmt durch sein Zeugnis viele mit auf diesem Weg.