Statue der Gottesmutter
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Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Jesus Christus, Ehre sei dir! Jesus Christus am Kreuz ist das Zentrum unseres Glaubens und die höchste Form der Hingabe ist das Kreuz. Darum gehört das Kreuz verehrt. Deshalb gehört es in die Mitte gestellt, denn so drückt Gott seine Liebe zu uns aus. Wir sagen so leicht: Ich liebe dich, ich würde mein Leben für dich hingeben. Wir sprechen davon, aber er, Jesus, hat es getan. Wir wollen wieder ganz bewusst Ja sagen zu ihm, das Höchste annehmen, das er für uns getan hat. Er hat sein Herz für uns geöffnet. Jetzt sind wir dran, unsere Herzen für seine Liebe zu öffnen. Er hat schon alles für uns getan.

In der Fastenzeit müssen wir alles tun, um umzukehren. Mit diesem Verlangen in uns wollen wir seine Liebe zu uns empfangen und verstehen lernen.

Was ist der große Schmerz Jesu? Sein größter Schmerz ist es, wenn wir seine Liebe und sein Kreuzesopfer nicht annehmen. Er ist das Lamm, das geschlachtet wurde und würdig ist, unser Lob anzunehmen. Vereint mit den Engeln und Heiligen dürfen wir rufen: Ihm gebührt Macht, Reichtum und Weisheit. Aber wir sind auch hier, um zu kämpfen und zu begreifen, dass Gott uns liebt und um diese Liebe anzunehmen. Jesus fleht uns an: Bleibt in meiner Liebe! Er hat uns ein einfaches Gebot gegeben: Liebt einander! Er hat sein Leben hingegeben, um uns aus den Fängen der Finsternis zu befreien.

In der Fastenzeit sehen wir Jesus in der Wüste. In diesen 40 Tagen hat Jesus für uns mit dem Teufel gekämpft, damit wir frei sind.

Wir müssen wieder mehr beten, damit wir eins werden mit Gott. Das Gebet, das ist unsere Wüste. Das Gebet ist ein Kampf der Liebe, der uns füllt mit Gnade. Jesus hat für uns schon gesiegt. Darum wissen wir, dass auch wir in diesem Kampf siegen werden. Es ist ein Sieg, den wir schon in der Tasche haben.

Wir müssen uns einen Ort des Gebetes suchen, an dem wir sagen können: Jesus, ich bin bei dir. – in der Gebetsecke, in der Kirche, …

Wenn wir in die Wüste gehen, werden wir wie Jesus erfüllt vom Heiligen Geist und gestärkt von der Liebe Gottes. In der Fastenzeit sind wir eingeladen, 40 Tage mit ihm zu sein und sich in dieser Liebe zu stärken. Dann aber kommt der Widersacher, er will nicht, dass wir eins werden mit Gott, er will das verhindern. Und wie macht er das? Er sagt: Du kannst ja ein bisschen fernsehen, ein bisschen im Internet surfen oder kauf dir etwas, …

Und wenn du wieder auf die Uhr schaust, sind 3-4 Stunden vergangen … Und wo ist die Beziehung zu Gott? Weg! Lassen wir uns nicht drankriegen mit diesen lächerlichen Angeboten des Teufels. Was will er uns geben, wenn doch schon alles Gott gehört?

Seien wir uns bewusst: Unendlich viele beten jetzt für uns – die Engel und die Heiligen, die Ordensleute auf der ganzen Welt beten, damit diese Zeit für uns eine Zeit der Gnade wird.

Nehmen wir die Fastenzeit beim Wort und fasten wir tatsächlich im ureigentlichen Sinn. Verzichten wir auf eine Mahlzeit – ein Mal pro Woche oder jeden Tag. Jeder wie er kann. Schauen wir auf Jesus: Er, den sie einen „Fresser und Säufer“ nannten, hat 40 Tage in der Wüste gefastet!

Wo sind die Christen, die Kämpfer sind? Die sagen: Für mich ist Gott der Wichtigste! Verwenden wir unsere ganze Energie, unsere Zeit und alles für Gott! Setzen wir unsere ganze Kraft ein für gottgefällige Opfer und ein rechtes Fasten. Alles andere kommt hinterher. Das ist christsein und katholisch sein. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat es uns vorgelebt. Ganz gezielt lehrte er eine klare Theologie. Er ist seinen Weg klar gegangen, ganz ausgerichtet auf Christus. Und das ist sein Erbe, das wir annehmen dürfen. Er regiert jetzt nicht mehr die Kirche, aber er ist noch immer Papst. Er betet und fastet für uns. Wir sehen, der Sieg ist wieder auf der Seite Gottes. Beten wir um einen guten Heiligen Vater.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Pfarrer Johann Schuster

Ich möchte heute ein Thema ansprechen, das sehr wichtig ist. Besonders den Jugendlichen und Kindern möchte ich sagen: „Lieber Jugendlicher, liebes Kind, wenn du das praktizierst, was ich dir jetzt sage, dann wirst du dir viele Probleme im Leben ersparen.“

P. Clemens Pilar stellte bei einem Einkehrtag die Frage: Wie werde ich Schüler Gottes? Als Schüler meinen wir oft, wir müssen eine Leistung erbringen, damit wir von Gott geliebt werden. Christen denken aber nicht so. Wir bleiben immer Schüler und wir Erwachsenen sollen immer lernen, damit wir jung bleiben. Also, wie werde ich Schüler Gottes? Früher war das so, dass ein Rabbiner von seinen Schülern ausgesucht wurde. Und diese Schüler schlossen sich dann dem Rabbi an und blieben bei ihm. Bei Jesus war das umgekehrt: Jesus beruft seine Jünger und Apostel, die dann bei ihm bleiben.

Nächste Frage: Was ist die Grundvoraussetzung im Gebet? Viele glauben, wenn sie viele mündliche Gebete sprechen, dann sind sie vollkommen im Gebet. Das sind dann jene, die zur Beichte kommen und sagen: „Ich komme mit dem Gebetsleben nicht klar, ich schaffe das alles nicht.“ Sie kommen mit ihrem Gebet nicht zurecht, weil sie zu viele Gebetszettel haben. Wenn ich ihnen dann sage: „Dann lassen Sie den einen oder anderen Gebetszettel weg.“, dann fahren sie auf: „Weglassen?! Das ist unmöglich! Ich hab es ja versprochen!“ Was also ist die Grundvoraussetzung für echtes Gebet? Im Gebet ist das Hören wichtig. Eines Tages kam eine Frau auf mich zu und sagte empört: „Herr Pfarrer, wie können Sie so was Falsches sagen!?“, worauf ich sie fragte, wie ihr Gebet ausschaut. Sie gab zur Antwort: „Ich rede eine halbe Stunde zu Jesus und dann gehe ich wieder.“ Ich habe sie dann gefragt: „Machen sie das auch mit ihrem Mann so? Eine halbe Stunde auf ihn einreden und dann gehen? Dann muss er aber sehr frustriert sein, wenn er nicht zu Wort kommt.“

Wir sollen keine Leistungsbeter sein, die denken, wenn sie fünf Rosenkränze gebetet haben, dann haben sie ihr Gebet erfüllt. Ich habe nichts gegen den Rosenkranz und das mündliche Gebet, aber das ist nicht das Wichtigste im Gebet. Jesus sagte: „Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 6,6)

Was heißt das: „Geh in deine Kammer?“ Was meint Jesus damit? Es bedeutet nicht, dass wir uns irgendwo verriegeln. Jesus meint: Geh in die Kammer deines Herzens! Geh in dein Inneres, verlass den Lärm dieser Welt. Jesus selbst hat das so gemacht, er „zog sich zurück“. Aber er hat sich nicht aus Frust zurückgezogen, sondern um im Inneren mit dem Vater zu sein. Nicht reden sondern hören ist zuerst wichtig. Das sehen wir schon bei den kleinen Kindern. Kinder, die nicht hören können, können auch nicht gut reden. Kinder müssen hören, um reden zu können, das Sprechwerkzeug allein genügt nicht.

Wir müssen also lernen, offen zu sein und zu hören. Wenn du ins Gebet gehst, stelle dich vor Gott hin, setze dich vor Gott hin – jeder hat so seine Gebetshaltung – tritt also vor Gott hin in der Stille und werde still. Und übe das Tag für Tag. Eine Stunde lang, sagt P. Clemens Pilar. Komm nicht zu Gott mit Gebetszetteln bewaffnet und mit Rosenkränzen bestückt, werde einfach still vor ihm. Denn Gott spricht in die Stille hinein, nicht in unser Reden. Gott spricht nicht im Sturm sondern im Säuseln des Windes. Gott macht sich bemerkbar, wenn wir uns auf ihn einlassen.

Beim Beten brauchen wir keine Leistung erbringen, wir müssen nichts tun. Du brauchst nur in der Stille bleiben, bis du zur Ruhe kommst, sodass Gott dich ansprechen kann. Du wirst keine äußere Stimme hören, die sagt: Mach das und das. Seine Stimme hören wir in unserem Herzen. Aber vielleicht hören wir gar nichts. Es kann sein, dass wir eine Stunde nur in seiner Liebe eingehüllt sind. Das ist erlösendes, heilendes Beten. Aber wir denken immer: „Gott ist so arm, ich muss für ihn etwas tun!“ Aber: Wir brauchen ihn, nicht er uns!

Beim Beten können wir gewiss sein: Unser Gott ist da und er ist ansprechbar. Das Problem ist nur, dass wir das oft nicht wahrnehmen. Der Grund dafür ist der innere und äußere Lärm, der uns ständig umgibt. Ich möchte an Sie die Einladung aussprechen: Haben Sie den Mut, die Stille zu üben.

Meine Ausführungen möchte ich mit den Aussagen eines Heiligen belegen.Der heilige Pfarrer von Ars hat einen Bauern beobachtet. Der Bauer hatte nichts mitgehabt, keinen Gebetszettel, keine Rosenkranz. Er ist einfach eine Stunde vor dem Allerheiligsten gesessen. Vianney fragte ihn: „Was tust du denn?“ Er hätte denken können: Du sprichst keine Gebete, du betest sozusagen nicht.

Der Bauer sagte: „Er schaut mich an und ich schaue ihn an.“ Sehen Sie, da ist kein Wort von reden. Im liebenden Austausch mit Gott, kontemplativ leben. Beten kann jeder, dazu braucht man keine theologische Ausbildung.

Wenn du keine wirkliche Gottesbeziehung und Gotteserfahrung hast, dann kannst du auch nicht gut beichten und Eucharistie feiern. Deshalb müssen wir bereit sein, ihn an uns heranzulassen. Diese Bereitung ist wichtig.

Maria lebte in der Stille des Hauses von Nazareth. Maria hatte vertrauten Umgang mit Gott und den Engeln. Daher ist sie auch nicht erschrocken, als der Erzengel Gabriel zu ihr kam. Nicht wegen des Engels war sie erschrocken, denn sie war den Umgang mit ihm gewohnt, sondern über die Anrede war sie erschrocken: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Lk 1,26 ff) Gott spricht immer zuerst!

P. Tomislav Ivančić sagte: „Die Frommen sind am schwersten zu bekehren!“ Denn sie sind oft eingefahren in ein System, sie sind nicht offen für Gott. Sie fahren wie ein Zug auf den Geleisen. Wenn du keine Gotteserfahrung hast, so ist die Frage nicht: „Wo ist Gott?“, sondern: „Wo bist du?“ Er hat uns schon lang gesucht, noch bevor wir ihn zu suchen begonnen haben.

Das 1×1 der Gottesbeziehung ist: Hören auf Gott! Zu singen und dazu die Hände erheben, im Lobpreis in die Hände zu klatschen, das ist gut, aber zuerst müssen wir in die Stille gehen, Gott wahrnehmen, bis er uns berührt.

Manche haben die Gabe der Herzensschau. Wir brauchen viele verschiedene Gaben. In einem Evangelisationszentrum in Deutschland habe ich viele kennengelernt, die verschiedene Gaben haben. Eine Frau hat bei vielen gesehen, wie sie Gott erfahren haben. Bei einem Gespräch sagte sie einmal zu mir: „Mich aber hat Gott noch nie berührt.“ Ich antwortete ihr: „Heute wird er sie berühren.“ Dann legte ich ihr die Hände auf und betete für sie. Nach dem Gebet ist sie still hinausgegangen. Gott hat es getan, er hat sie berührt.

Eines müssen wir wissen: Ohne Schüler Jesu zu sein, kann ich nicht Christ sein. Ohne Schüler Jesus zu sein, kann ich nur fromm sein, nicht mehr, aber ich kann kein Christ sein.

Carlo Caretto gibt uns einen Ratschlag: Ein Minimum für das geistliche Leben – hören wir genau hin: ein Minimum sagt er – ein Minimum für das geistliche Leben ist es, eine Stunde pro Tag zu beten, einen Tag pro Monat und eine 1 Woche pro Jahr offen zu sein für seine Liebe. Darunter geht es nicht! Und du wirst die Veränderung des Herzens nicht erleben.

Also, offen zu sein für Gott: eine Stunde pro Tag, einen Tag pro Monat und eine Woche pro Jahr. Wer das macht, braucht sich um nichts mehr Sorgen zu machen, sondern Gott ist dann für dich da als Vater und Mutter und Jesus Christus ist dein Lehrer. Wenn wir aber den ganzen Tag Radio hören oder den Fernseher laufen haben, geht das nicht. So können wir keine Beziehung zu Gott haben und auch keine Freude in unserem Leben. Durch die Liebe Gottes kommt die Freude! Sich lieben zu lassen von Gott, aus seiner schenkenden Liebe zu schöpfen, damit seine Gnade, die in uns überfließt, die Menschen berührt.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Gläubige, wir haben gehört, wie Jesus fragt: „Was wollt ihr?“ Das fragt er auch uns. Jesus braucht unsere Herzen, deshalb fragt er: „Was wollt ihr?“ Und wir antworten ihm: „Wir wollen dir unsere Herzen geben und ganz bewusst Ja sagen, denn ohne dich sterben wir. Du bist das Leben, die wahre Freude, die wir zu Weihnachten gefeiert haben.“

Wir wollen wieder herausgenommen werden aus dem Geist der Lethargie; um mit ihm Kinder des Lichtes zu sein. Wir wollen nicht, dass er zu Weihnachten umsonst gekommen ist.

Jesus kommt wieder und ist wiedergekommen. – Er kommt voll Freude – und wieviele haben das Herz nicht weit geöffnet! Er ist der wahre Retter und Erlöser, der uns als Einziger das wahre Leben schenken kann. Danke, dass du uns gesammelt und zu dir geführt hast.

Weil wir das wahre Licht brauchen, sind wir hier. Wir laufen nicht den Irrlichtern der Welt nach. Du bist das Lamm Gottes, auf das wir schauen sollen. Deshalb müssen wir unseren Blick ganz auf ihn ausrichten.

Im Jahr des Glaubens sollen wir Jesus als unseren einzigen Retter und Erlöser bekennen. Lassen wir uns nicht verwirren von den Irrlehren dieser Welt.

Jesus zu Weihnachten nur ein bisschen einzulassen, das ist nicht der wahre Glaube! Wir müssen ihn ganz in unser Herz eintreten lassen.

Viele fragen: „Wo sind die Zeichen und Wunder, die Jesus getan hat? Dazu braucht es unseren Glauben und unser vollkommenes Ja zu ihm.

Am Tag unserer Taufe hat er ganz Ja gesagt zu uns. Er lebt mit uns und ist mit uns. Er hat sich ganz für uns entschieden und sein Leben für uns hingegeben. Wir wollen seine Liebe annehmen und Danke sagen. Jesus, wir danken dir, dass du uns und unsere Umgebung, unsre Familie und Pfarre, angenommen hast.

Sein Leben, das ist das wahre Weihnachtsgeschenk an uns. Er will bei uns zu Hause sein. Weihnachten ist das Fest der Familie, das Fest der Hauskirche. Die Hauskirche ist sehr wichtig, denn da will er Liebe sein und uns in Liebe begegnen. Im Alltag, dort ist Jesus. Das wahre Weihnachten ist dort, wo wir unseren Nächsten in Liebe anschauen und ihm vergeben.

Betrachtet: Durch wen ist Jesus gekommen? Durch Maria! Deshalb beginnt das Jahr mit dem Hochfest der Mutterschaft Mariens, denn wo Maria ist, ist immer ein Neubeginn!

Danke Jesus, dass du uns Maria geschenkt hast.

2120 – Sakrilegien (vgl.) – (Verunehrung oder Entweihung von Sakramenten, insbesondere der Eucharistie, weiters von liturgischen Handlungen, gottgeweihten Personen, Dingen oder Orten)

2148 – Gotteslästerung (vgl.) – (durch Gedanken oder Äußerung von Worten des Hasses, des Vorwurfs, der Herausforderung gegen Gott, ferner zählt dazu schlecht über Gott reden, es in Worten an Ehrfurcht vor ihm fehlen lassen und den Namen Gottes missbrauchen.

2181 – Sonn- und Feiertagspflicht (vgl.) – Die sonntägliche Eucharistie legt den Grund zum ganzen christlichen Leben und bestätigt es. Deshalb sind die Gläubigen verpflichtet, an den gebotenen Feiertagen an der Eucharistiefeier teilzunehmen, sofern sie nicht durch einen gewichtigen Grund (z. B. wegen Krankheit, Betreuung von Säuglingen) entschuldigt oder durch ihren Pfarrer dispensiert sind [Vgl. CIC, can. 1245.]. Wer diese Pflicht absichtlich versäumt, begeht eine schwere Sünde.

2268 – Mord – Das fünfte Gebot verwirft den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. Der Mörder und seine freiwilligen Helfer begehen eine himmelschreiende Sünde [Vgl. Gen 4,10. ]. Kindesmord [Vgl. GS 51,3.], Brudermord, Elternmord und Gattenmord sind wegen der natürlichen Bande, die sie zerreißen, besonders schwere Verbrechen. Rücksichten auf die Gesundheit des Erbgutes und die öffentliche Gesundheit können keinen Mord rechtfertigen, selbst wenn er von der öffentlichen Gewalt angeordnet wäre.

2271 – Abtreibung – Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar;

2272 – Abtreibung – Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation. „Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation zu“ (CIC, can. 1398), „so dass sie von selbst durch Begehen der Straftat eintritt“

2303 – Hass – Willentlicher Hass verstößt gegen die Liebe. Hass gegen einen Mitmenschen ist eine Sünde, wenn man diesem absichtlich Böses wünscht. Er ist eine schwere Sünde, wenn man dem Nächsten wohlüberlegt schweren Schaden wünscht. „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet“ (Mt 5,44-45).

2390 – Außerehelicher Geschlechtsakt – Der Geschlechtsakt darf ausschließlich in der Ehe stattfinden; außerhalb der Ehe ist er stets eine schwere Sünde und schließt vom Empfang der Heiligen Kommunion aus.

Predigt vom Abend der Barmherzigkeit Kaplan Guido Martirani

Liebe Gläubige, wir sind wieder hier her gekommen, zum Abend der Barmherzigkeit Gottes und wir merken immer wieder, was wir am Nötigsten brauchen: Es ist die Barmherzigkeit Gottes. Wie viel Verlangen gibt es heute nach dieser barmherzigen Liebe.

Jesus ist das Licht, das die Botschaft der Liebe und der Vergebung bringt. Diese Liebe und Vergebung dürfen wir annehmen. Jesus lehrt uns von sich her, was die wahre Liebe ist. Am Schluss seines Lebens hat er diese schwere Verleumdung auf sich genommen und das schwere Kreuz getragen, damit wir Frieden und Einheit haben.

Um das zu empfangen brauchen wir Zeit mit Gott, wie wir vorhin im Zeugnis von der Nachtanbetung gehört haben. Aus dieser innigsten Beziehung zu Gott können wir neue Kraft schöpfen. Wenn wir vor dem ausgesetzten Herrn sind, merken wir, wie gut uns diese Liebe tut. Eine Gruppe von Frauen, die jede Woche zur Anbetung kommt, hat es auf sich genommen, in diesen Stunden der Nacht bei Jesus zu sein.

Jedem einzelnen von euch möchte Jesus diese Gnade schenken. Wenn wir bei ihm sind, geben wir ihm die Möglichkeit, dass er uns diese Liebe schenken kann. Im Himmel gibt es die immerwährende Anbetung!

In der Anbetung beschenkt uns Jesus. Er begnadet uns. Deshalb hat Maria auch frohlockt bei der Empfängnis ihres Sohnes. Maria ist das neue Licht, die neue Eva. Wenn wir Sehnsucht nach der Liebe Gottes haben, brauchen wir nur zu Maria gehen und sie führt uns zu ihm. Alles, was von Maria kommt, kommt von Gott. Sie weiß das, und will uns dieses Wissen vermitteln. Alles Schöne ist in Christus; in dieser Schönheit und Liebe jubelt und frohlockt Maria. Diese Fülle der Gottheit will sie mit uns teilen.

Maria sagt uns: „Öffnet euch Gott!“, damit sie uns mit der Liebe Gottes beschenken kann. Aber Maria weint auch, wenn wir in die Sünde fallen und sie empfindet Schmerz, wenn es uns nicht gut geht. Deshalb schenkt sie uns diesen neuen Weg: das Gebet. Maria ist unsere Schützerin, unsere Advokatin, die Rechtsanwältin vor Gott.

Wie macht sie das? Wir sehen das hier an der Statue der Unbefleckten Empfängnis. In betender Haltung und mit beiden Füßen zertritt sie die Schlange. Maria ist barmherzig zu allen, aber die Schlange mag sie nicht und sie sagt zu ihr: „Geh weg von meinen Kindern!“

Die Schlange klagt immer an! Denn der Teufel ist der Ankläger! Maria ist die Exorzistin dieser Zeit und seine Tage sind schon gezählt. Sie zertritt in der Autorität Jesu Christi diese Schlange. Und sie betet mit uns um die Ausgießung des Heiligen Geistes. Sie sagt uns: „Betet für die, die euch verfolgen. Tut das, was Jesus Christus getan hat.“ Denn Maria kennt das Evangelium am Besten.

Jesus Christus vergibt uns, weil er uns liebt. Er hat gerne für uns unsere Sünden auf sich genommen.

Der Sieg über Sünde, Satan und Tod ist die Beichte! In der Beichte dürfen wir dieses neue Paradies empfangen. Die Kirche ist schon ein Stück Paradies auf Erden. Darum sollen wir zu Jesus gehen und in der Beichte demütig seine Erlösung annehmen. Den Himmel auf Erden haben wir besonders auch in der Anbetung. Danke, Jesus, dass du unter uns bist im Allerheiligsten Sakrament des Altares.

Zeugnis über die Nachtanbetung von Gertrud Pölzler

Niemals hätte ich gedacht, dass ich hier vor Dir Jesus und vor der lieben Muttergottes einmal stehen würde. lch stehe hier nicht aus eigener Kraft, denn Jesus und Maria geben sie mir. Und ich stehe hier aus Liebe zu Gott und zur Gottesmutter.

Eigentlich wollten wir, die bei der Anbetung sind, zur Mutter Oberin sagen, dass wir noch nicht so weit sind und wir noch Zeit brauchen würden, um hier ein öffentliches Zeugnis abzulegen. Jesus war da wohl anderer Meinung, denn ich bekam als Antwort die Bibelstelle 2 Tim 1,6(+ff): „Aufforderung an Timotheus: Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.  Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde.“

Daraufhin ermutigte die Mutter Oberin uns nochmals dazu, diesen Schritt zu wagen. Dass diese Anbetung entstehen konnte, ist wohl die Frucht des Gebetes der lieben Schwestern hier. Welch große Liebe. Zweitens kamen meine Freundin und ich zu Kaplan Guido Martirani mit einem ganz besonderen Anliegen. Er riet uns, zu den Vorauer Marienschwestern zu gehen und sie um die Anbetung zu bitten, am besten um eine Nachtanbetung.

Anfangs dachten wir: „Was, in der Nacht? Wo wir doch solche Schlafmützen sind! Und Autofahrer sind wir auch nicht die besten!“ Dieser Rat kam aber wohl auch vom Heiligen Geist, denn alle, die bei dieser Anbetung sind, hätten aus familiären und beruflichen Gründen, am Tag keine Möglichkeit gefunden, zur Anbetung zu kommen.

Durch die herzliche Aufnahme der lieben Schwestern hier und ihrem herzlichen „JA“, konnten wir am 4. August 2011 mit der Anbetung beginnen. Herzlichen Dank! Übrigens, ist der 4. August der Gedenktag des heiligen Pfarrers von Ars, was uns damals gar nicht bewusst war. Er wird wohl auch unser Fürsprecher sein.

So möchten wir Dir, Jesus, von Herzen danken, dass Du alles so gefügt hast, und unser langersehnter Herzenswunsch nach Anbetung in Erfüllung gehen konnte. Wir freuen uns immer schon sehr auf den Mittwochabend und kommen mit großer Sehnsucht im Herzen nach Dir, Jesus, zur Anbetung hier her. Schon bei der Herfahrt mit dem Auto beginnt der Lobpreis. Wenn man dann in der Kapelle ankommt und vor dem Herrn ist, ist es einem im Herzen, als wenn man zu Hause angekommen wäre.

Wir kommen zu Dir Jesus, zu Deiner Ehre, um Dir unsere Liebe zu bringen, Dich anzubeten, zu loben, zu preisen, zu danken, zu bitten, Dich zu trösten, mit Dir zu wachen, Dir Freude zu bringen, Dir unsere Anliegen und die Anliegen unserer Mitmenschen zu bringen. Besonders beten wir für die Anliegen der Muttergottes. Das Rosenkranzgebet ist uns sehr wichtig geworden.

Ein Bischof aus Zentralasien gab uns einmal den Auftrag, Jesus Genugtuung zu leisten für die vielen Beleidigungen und Demütigungen, die wir Ihm zufügen, und zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der Welt.

Die Nachtanbetung läuft immer so ab: Um 20:30 Uhr beginnt jemand von der Hausgemeinschaft mit der Anbetung. Von 21:30 Uhr bis 6:30 Uhr früh kommen wir, die auswärtige Anbetungsgruppe, dann stundenweise abwechselnd. Ab 3:30 Uhr kommt jedes Mal eine liebe Schwester hinzu. Angefangen haben wir zu dritt, jetzt sind wir meistens schon zu zehnt. Danke Herr für dieses Wachstum. Wir hoffen, dass Du Herr noch viele Herzen rufst, denn Du wünscht Dir ja die immerwährende Anbetung. Und soviel ich weiß, wünscht dies unser Bischof besonders auch für dieses Haus hier.

Es brennt wohl ein kleines Feuer in unseren Herzen, ein kleines Glutnest so zusagen. Es ist eine eigene Stille und ein eigenes zur Ruhe kommen vor dem Herrn, das man sonst nirgendwo auf der Welt findet.

Es ist ein Geschenk für jeden von uns, Jesus unsere Herzen mit allem was darinnen ist, übergeben zu können: die Freuden, Leiden, Dank, Lasten, Bitten, Anliegen und unsere große Armseligkeit. Welch große Gnade ist es, alles in seine Hände legen zu dürfen, und wie wunderbar, wie erleichtert wir dann wieder weggehen können: Mit Freude, Kraft, Frieden, Hoffnung, Liebe im Herzen und Vertrauen, dass sich der Herr und unsere Mama Maria sich um alles kümmern werden. Es ist auch interessant, dass wir am nächsten Tag gar nie müde sind. Da geht es uns allen gleich. Als würde unser lieber Herr uns diese Zeit zurückschenken.

Christiane, eine liebe Mitanbeterin, sagte, dass sie den Wunsch nach Anbetung und auch den Wunsch um ein Auto in die Hände Mariens gelegt hat. Maria sorgt dafür, dass sie immer zur Anbetung kommen kann und innerhalb von kurzer Zeit hat sich auch der Wunsch nach einem Auto erfüllt. Ich freue mich jedes Mal sehr auf die Anbetung. Ich bekomme hier soviel Kraft und Freude geschenkt! Eine andere liebe Anbeterin meinte, dass sie schon bei vielen Exerzitien und Einkehrtagen war, aber das allerliebste, das allerhöchste, außer der Heiligen Messe, ist ihr diese Nachtanbetung. Jesus sorgt auch immer für schönes Wetter, besonders im Winter. Nur einmal konnten wir nicht zur Anbetung kommen.

Der selige Papst Johannes Paul II. sagte einmal: „Die Anbetung zur heiligen Eucharistie ist die erhabenste, denn sie hat Gott selbst zum Gegenstand. Sie ist auch die heilsamste, weil sie uns zum Urheber der Gnaden hinführt. Es ist die Andacht, die mit Liebe füllt, weil Gott die Liebe ist. Die eucharistische Andacht ist zusammen mit der marianischen eine himmlische Andacht, denn es üben auch die Engel und Heiligen aus. Also läuft man nie in Gefahr, mit der Verehrung der heiligen Eucharistie übertreiben zu können.“

So glaube ich, sind wir keine Verrückten, wenn wir nachts zu Jesus kommen. „Um dieser himmlischen Hochschule anzugehören, muss man nur lieben lernen.“, sagte die heilige Gemma Galgani.

Gott ist auf der Suche nach dir. Wenn man nach Jerusalem kommt, ist der Besuch des Kirchleins Dominus flevit besonders bewegend. Das ist die Stelle, wo der Herr über Jerusalem weinte und sagte: „Jerusalem, Jerusalem … Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt, aber ihr habt nicht gewollt.“ (Lk 13,34)

Weißt du, Jerusalem, das ist nicht nur eine Stadt, nicht Häuser, Mauern und Straßen. Jerusalem, das sind die Menschen, jeder einzelne. Jerusalem, das bin ich, das bist du: Erna, Gottfried, lrmgard, Peter … Wo bist du? Gott sucht dich! Dich, ganz persönlich! Er möchte, dass du Seiner Liebe antwortest. Geben wir Gott unser „JA“. Wenn Er uns ruft, sagen wir nicht nein. Damit Er nicht weinen muss über uns, und dass es Ihn nicht reut, dass Er uns geschaffen hat.

Noch ein zweites Zeugnis möchte ich geben über eine Heilung während des Glaubensnachmittags mit P. Ubald Rugirangoga hier bei den Marienschwestern. P. Ubald sprach während des Heilungsgebetes von einer Frau, die große Schmerzen in den Hüften und in den Oberschenkeln hat. Er sagte: „Besonders in der Nacht weiß sie nicht, soll sie sich nach links oder rechts drehen.“ Diese Frau bin ich, denn von diesem Tag an hatte ich keine Schmerzen mehr. Jesus, ich möchte Dir herzlich danken für die Heilung meiner Schmerzen in der Hüfte und in den Beinen. Danke, mein Heiland, danke! Mama Maria, Dir auch herzlichen Dank für Deine immerwährende Fürsprache für Deine Kinder. Danke!

Wenn Sie Interesse an der Anbetung haben und der Herr Sie ruft, melden Sie sich bei Mutter Oberin Marianne Schuh unter: Tel: 03337/2254-461 oder per Mail: konvent@marienschwestern-vorau.at