Statue der Gottesmutter
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1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens

„Die feierliche Definition der Unbefleckten Empfängnis ist wie die Göttliche Mutterschaft und die immerwährende Jungfräulichkeit Marias ein Teil der christologischen Lehre der Kirche, die jedoch als unabhängiges Dogma verkündet wurde. Obwohl das Dogma ein Privileg Marias hervorhebt, betont es in Wirklichkeit die Würde und Heiligkeit, der es bedarf, um Mutter Gottes zu werden. Das Privileg der Unbefleckten Empfängnis ist die Quelle und die Grundlage für die Allheiligkeit Marias als Mutter Gottes.“ (mary page) Der Autor fährt fort: „Im engeren Sinn erklärt das Dogma der Unbefleckten Empfängnis, »dass die Allerheiligste Jungfrau Maria vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an durch eine einzigartige Gnade und ein einzigartiges Privileg des allmächtigen Gottes und in Anbetracht der Verdienste Jesu Christi von jedem Makel der Erbsünde befreit war.«

Dieses Dogma hat sowohl eine negative als auch eine positive Bedeutung, die sich gegenseitig ergänzen. Die negative Bedeutung betont die Freiheit Marias von der Erbsünde dank der vorweggenommenen oder rückwirkenden (hier vorbeugend genannten) Gnade des Erlösungsaktes Christi. Durch das gleiche Vorkommnis weist das Dogma auf die Allheiligkeit Marias hin. Diese positive Bedeutung ist die Folge des Nichtvorhandenseins der Erbsünde. Das Leben Marias wird für immer und aufs Engste mit Gott verbunden, und auf diese Weise ist sie die Allheilige. … Indem die Kirche Maria als unbefleckt empfangen erklärt, ehrt sie in ihr jemanden, der niemals Gott das geringste Liebeszeichen verweigert hat. Das Dogma verkündet, dass vom ersten Augenblick ihres Daseins Maria außergewöhnlich heilig und in beständiger Verbindung mit der heiligmachenden Gnade des Heiligen Geistes war.“

1858, vier Jahre nach der Verkündigung des Dogmas, erlebte Bernadette Soubirous in Lourdes am 16. Juli die letzte der 18 Erscheinungen, bei der sich Maria mit den Worten „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“ zu erkennen gab.

Drei Jahre nach den Erscheinungen, am 8. Dezember 1861, erkrankte unsere Gründerin und an der Hand der Gottesmutter reifte in ihr die Berufung zur Gründerin der Vorauer Marienschwestern.

Ein Jahr später erklärte der Bischof von Tarbes die Echtheit der Erscheinungen in Lourdes.

In diesem Zusammenhang sehen wir uns auch eng verbunden mit Lourdes. Wir danken Maria, dass sie unsere Gemeinschaft so treu und mit großer Liebe führt und dass sie wie einst Mutter Barbara auch heute jede einzelne Schwester gerufen und an ihre Hand genommen hat.