Statue der Gottesmutter
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"Der Rosenkranz ist die stärkste Hilfe!"

Dass wir mit dem Rosenkranz siegreich sein können, zeigt ein Beispiel, das uns von Sr. Lucia dos Santos bekannt ist: „1975 wäre es in Portugal beinahe zu einem Bürgerkrieg gekommen. Sr. Lucia bat die Gottesmutter um Hilfe. Sie sagte, wenn 1 Million Menschen in Portugal den Rosenkranz beteten, wird sich die Revolution auflösen, was dann nach wenigen Tagen schon geschah.“

Marija Pavlovic-Lunetti erklärte einmal: „Der Rosenkranz ist die stärkste Hilfe! Ohne, dass die Muttergottes uns das je gesagt hätte, war uns klar, dass es das Gebet ist, das ihr am kostbarsten, am teuersten ist. Sie hat gesagt: „Die Waffe gegen den Satan ist der Rosenkranz!… Schon in den ersten Tagen, als wir auf den Erscheinungsberg gegangen sind, da hat Maria gesagt: „Geht in die Felder in der Nähe eurer Häuser. Betet, und ich werde kommen.“ Und sie ist gekommen, sie ist erschienen. Wir haben den Rosenkranz gebetet, und sie hat sich sehr gefreut, weil wir den Rosenkranz für ihre Anliegen gebetet haben … Der Rosenkranz ist eine viel stärkere Waffe als eine Atombombe. Das haben wir erfahren dürfen.“

Für den Rosenkranz braucht man keine großen Voraussetzungen. Selbst kleine Kinder können ihn schon beten – wenn man sie beten lehrt. Zudem ist der Rosenkranz fast überall einsetzbar – denn seine zehn Finger hat man immer bei der Hand. Sind diese nicht frei, kann man den Rosenkranz auch mit den 9 Chören der Engel beten, wobei man bei jedes Ave Maria mit einem Engelschor betet und das letzte mit allen 9 Chören. Das ist eine alte Zähltechnik, die von unseren früheren Mitschwestern verwendet wurde, wenn sie die Hände bei der Arbeit nicht frei hatten. Eine andere Variante ist die, bei der man Maria mit jedem Ave grüßt: 1000 Mal Gegrüßt seist du, Maria…“ Beim letzten Ave grüßt man die Gottesmutter 10000 Mal.

Sofern man nicht geistig gefordert ist, kann der Rosenkranz auf diese Weise bei sehr vielen Arbeiten gebetet werden. Dieses Gebet ist eine Hilfe, um den biblischen Auftrag „betet zu jeder Zeit“ zu erfüllen.

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Sr. Lucia aus Fatima

Seit die Jungfrau Maria dem Rosenkranz eine solche Macht verliehen hat, gibt es weder ein materielles noch ein geistiges, weder ein nationales noch ein internationales Problem, das man nicht mit dem Rosenkranz und unseren Opfern lösen könnte!“

 

Bitte für uns, Königin des Rosenkranzes

Heilige Mutter Christi und der Kirche,
wir kommen zu dir und betrachten den Rosenkranz:
Gib, dass wir anhand der heiligen Geschehnisse
die Geheimnisse des Heiles erwägen
und so Licht über das Geheimnis unseres Lebens empfangen.

Heilige Maria, Mutter der Freude,
Frau des „Ja“, lehre uns den Plan Gottes,
wie du, für unser Leben anzunehmen.
Besuche unsere Häuser wie das der Elisabeth,
und schenke uns die lebendige Gegenwart des Herrn.
Lass deinen Sohn ständig in uns geboren werden,
und mit ihm stelle uns dem Gott des Heils vor
im heiligen Tempel, der die Kirche ist.

Heilige Maria, Mutter des Lichtes,
gib, dass wir von der Taufe Jesu im Jordan glauben,
dass er „der geliebte Sohn des Vaters“ ist.
Schenke uns, die du in Kana die Zeit vorweggenommen hast,
die Ankunft des Reiches Gottes anzunehmen.

Heilige Maria, Mutter der Schmerzen,
lehre uns den Mut, bei Christus zu stehen
auch in der Stunde der Angst und der Prüfung.
Gib, dass wir durch seine Wunden von ihm geheilt werden.
Gewähre uns deine Treue beim Kreuz,
damit wir uns schließlich durch seinen Tod
am Geschenk seines Lebens erfreuen.

Heilige Maria, Mutter der Herrlichkeit,
gib, dass wir glauben, dass der Gekreuzigte und Auferstandene
der Erste ist unter denen, die auferstehen werden.
Schenke uns die Hoffnung, dass auch wir zum Ort auffahren werden,
der denen bereitet ist, die ihm nachfolgen.

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Essen hat etwas mit Kultur zu tun.

Beim Essen setzt man sich zu Tisch, man erwartet sich gewisse Tischmanieren, gepflegte Konversation und Kleidung. Essen hat auch etwas mit dem Geist zu Tun.  Wer schon gesehen hat, wie sich Schweine oder Wildhunde über ihr „Mittagessen“ stürzen oder Hunde ihr „Frühstück“ oder „Abendessen“ auf dem Fressnapf schlabbern, wird wohl kaum von essen sprechen können.

Dieser Unterschied zwischen Mensch und Tier ist von Natur her gegeben. Man wird einen Hund nicht zwingen können, mit Messer und Gabel zu essen. Es geschieht kein Unrecht, dem Tier sein Fressen zu lassen.

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Die Ordnung der Schöpfung wird durch die Anthromorphisierung der Tierwelt subtil aus den Angeln gehoben. Wenn diese von Gott gegeben Ordnung durcheinander gebracht wird, darf man sich nicht wundern, wenn es Unordnung in unserer Umwelt gibt.

Man muss eben eine Katze eine Katze sein lassen – sie hat wie jedes Tier ihre eigenen Bedürfnisse und ist dem Menschen untergeordnet. Der Mensch als Krone der Schöpfung trägt die Verantwortung auch für die Einhaltung dieser göttlichen Ordnung. So ist es auch entgegen dieser Ordnung, die Männchen und Weibchen der Tierwelt zu Mann und Frau zu erheben, wie es seit einiger Zeit in Tierdokumentationen geschieht.

Im Gegenzug spricht man aber nicht mehr davon, dass der Mensch als Mann und Frau erschaffen wurde, sondern nur mehr männlich und weiblich… Werden wir in Zukunft nur noch Männchen und Weibchen sein? Die Sprache ist ein hohes Gut, mit dem wir achtsam umgehen müssen.

Tiere sind keine Menschen. Daran kann auch eine sprachliche Manipulation nichts ändern. Tiere sind nicht fähig zu beten wie der Mensch, der als Abbild Gottes geschaffen ist. Sie besitzen dennoch ein Gespür für ihren Schöpfer, was darin begründet liegt, dass die ganze Schöpfung auf Gott hingeordnet ist. Hund und Katz aber dahingehend zu trainieren, dass sie vor dem Essen „beten“ indem sie ihre Pfoten „falten“, wie es in manchen Youtube Videos zu sehen ist, steht in einem krassen Widerspruch zur Wirklichkeit.

In Absatz 2416 hält der Katechismus fest: „Tiere sind Geschöpfe Gottes und unterstehen seiner fürsorgenden Vorsehung [Vgl. Mt 6,26]. Schon allein durch ihr Dasein preisen und verherrlichen sie Gott [Vgl. Dan 3,57-58]. Darum schulden ihnen auch die Menschen Wohlwollen. Erinnern wir uns, mit welchem Feingefühl die Heiligen, zum Beispiel der hl. Franz von Assisi und der hl. Philipp Neri, die Tiere behandelten.“

Es erweckt oft schon Mitleid zu sehen, dass Haustieren Kleidung und fragwürdige Frisuren und Styls verpasst werden, um sie zu Modepuppen und Kindersatz zu missbrauchen.

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Während darum gekämpft wird, dass Menschen durch Euthanasie getötet werden dürfen, werden Haustiere immer häufiger oft qualvoll mit fragwürdigen Therapien und Eingriffen am Leben erhalten. Unsummen werden dafür oftmals ausgegeben.

Der Katechismus sagt dazu: „Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“ (KKK 2418)

Die Vermenschlichung des Tieres ist ebenso Tierquälerei, wie die Vernachlässigung des Tierwohls. Wenn wir unseren Planeten retten wollen, dann müssen wir bei der Wahrheit bleiben und einen vernünftigen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt pflegen beziehungsweise wieder erlernen. Einer, der uns hier als Fürsprecher zur Seite stehen kann, ist der heilige Franziskus. Er lehrt uns den liebevollen Umgang mit der Tierwelt ebenso, wie den sparsamen Gebrauch der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen der Schöpfung.

Aus dem Katechismus:

 

Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat [Vgl. Gen 2, 19—20; 9,1—14].

Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen.

Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen.

Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. (KKK 2417)

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Er ist jener, der nie von uns weicht, bis wir den Himmel erreichen.

In der Bibel lesen wir: „Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig. Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen. Wenn mein Engel dir vorausgeht.“ (Ex 23,20 ff)

Auch Jesus selbst sprach über den Schutzengel: „Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.“ (Mt 18,10)

„Jedem, der an den Herrn glaubt, steht ein Engel zur Seite, wenn wir ihn nicht durch unsere bösen Werke vertreiben. Der Engel behütet dich von allen Seiten und lässt nichts unbeschützt.“, versichert uns auch der heilige Basilius. Dieses Wissen sollen wir in unserem Alltag wach halten. Der heilige P. Pio oder die heilige Franziska haben uns ein deutliches Beispiel gegeben, wie unser Leben in der Gemeinschaft mit dem Schutzengel gelingen kann. Wer die Beziehung zu seinem Schutzengel vernachlässigt, bringt sich um die Freude einer wundervollen Freundschaft. Und man darf nicht vergessen: Es ist eine Freundschaft, die Gott uns geschenkt hat. Diese Verbundenheit mit dem Schutzengel ist eine ganz enge. Wir müssen sie nur wieder entdecken.

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Unter dem Schutz des Höchsten

 

Wer im Schutz des Höchsten wohnt

und ruht im Schatten des Allmächtigen,

der sagt zum Herrn:

«Du bist für mich Zuflucht und Burg,

mein Gott, dem ich vertraue.»

Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers

und aus allem Verderben.

Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,

unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,

Schild und Schutz ist dir seine Treue.

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht

nicht zu fürchten,

noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,

nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,

vor der Seuche, die wütet am Mittag.

Fallen auch tausend zu deiner Seite,

dir zur Rechten zehnmal tausend,

so wird es doch dich nicht treffen.

Dir begegnet kein Unheil,

kein Unglück naht deinem Zelt.

Denn er befiehlt seinen Engeln,

dich zu behüten auf all deinen Wegen.

Sie tragen dich auf ihren Händen,

damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;

du schreitest über Löwen und Nattern,

trittst auf Löwen und Drachen.

(Psalm 91)

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So lernen wir Jesus täglich besser kennen

 

Denn der Rosenkranz soll keine fromme Übung bleiben. Er erfordert unser aktives Einlassen auf die Geheimnisse, die wir beim Wiederholen der Ave Maria betrachten. So wird klar, dass es sich bei diesem Gebet um ein auf Christus zentriertes Beten handelt. Maria will damit den Blick nicht auf sich selbst richten sondern immer auf Jesus. Deshalb hat sie bei so vielen Erscheinungen den Rosenkranz als Heilmittel für die Welt und für die Lösung aller Probleme erbeten.

 

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Aber warum heilt der Rosenkranz die Welt?

 

Weil wir auf Christus schauen. Dieser Blick auf ihn wandelt uns. Denn was wir anschauen, das werden wir. Im Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae“ erklärte Johannes Paul II.: „Mit dem Rosenkranz geht das christliche Volk in die Schule Mariens, um sich in die Betrachtung der Schönheit des Antlitzes Christi und in die Erfahrung der Tiefe seiner Liebe einführen zu lassen.“

Wenn unser Blick auf den fällt, der uns liebt, so werden wir zu Geliebten. Umso mehr wir seine Liebe wahrnehmen, umso mehr werden wir uns selbst als von Gott geliebte Menschen erfahren. Und diese Erfahrung ändert uns, verändert unsere Ausstrahlung und unser Auftreten, unser Denken und Handeln.

 

Wer den Rosenkranz ernsthaft betet, mit dem Hintergrund, sich ganz auf das Liebestun Christi einzulassen, wird dadurch gewandelt und begegnet der Welt zunehmend im Frieden und in der Liebe Christi.

 

Mutter  Teresa sagte einmal: „Versuche Gott zu lieben und verlange danach, ihn zu finden.“ Im Rosenkranz werden wir Jesus finden, wenn wir uns nicht dem monotonen Gebet hingeben, sondern uns wachsam mit den Geheimnissen befassen. Das erfordert eine geistige Anstrengung, soll es nicht ein sinnloses „herunterleiern“ aneinandergeketteter Gebete werden.

Den Rosenkranz muss man auskosten und dazu müssen wir aktiv sein. „Suche Gott nicht in fernen Ländern. Dort ist er nicht. Er ist ganz nahe: Er ist in dir.“, mahnt uns Mutter Teresa. Beim Rosenkranzgebet muss unser Herz zu einer Rose werden, die Christus in sich trägt.

 

 

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Ein Herz, in dem Christus wohnt, verströmt den lieblichen Duft einer Rose.

Ein weiteres Element, das beim Rosenkranzgebet wirksam wird, ist die Bindung des Gebets an bestimmte Anliegen. Gott erhört den Rosenkranz in dem gewählten Anliegen. Das können ganz persönliche Bitten sein, oder auch jene Anliegen, die uns die Gottesmutter beispielsweise in Guadalupe im Zusammenhang mit dem Mantelapostolat gegeben hat.

Neben diesen Anliegen soll der Rosenkranz auch fruchtbar werden für uns selbst, indem er mit einer Bitte um eine bestimmte Tugend verbunden wird, die wir mit dem Rosenkranz oder dem einzelnen Gesätzchen erlangen wollen. Der heilige Ludwig Maria Grignion machte darauf aufmerksam, dass das Unterlassen dieser Aufopferung und das damit verbundene (relativ) absichtslose Beten der einzelnen Geheimnisse als großes Übel und als Ursache, warum der Rosenkranz oft wenig verändernde Wirkung entfaltet.

Als Beispiel sei hier die Aufopferung des Gesätzchens „Jesus, der von den Toten auferstanden ist“ angeführt:

Aufopferung vor dem Gesätzchen

Wir opfern dir auf, Herr Jesus Christus, dieses Gesätzchen zu Ehren deiner siegreichen Auferstehung und bitten dich durch dieses Geheimnis und die Fürsprache deiner heiligsten Mutter um unerschütterlichen Glauben.

Bitte nach dem Gesätzchen

Die Gnaden des Geheimnisses deiner Auferstehung mögen in unsere Seelen herabsteigen und uns mit unerschütterlichem Glauben erfüllen.

 

Sehr gut erklärt ist diese Gebetsweise beim „Biblischen Rosenkranz“, der eine alte Form des Rosenkranzgebetes ist, die vereinzelt wieder neu belebt wird und sehr hilfreich ist, wenn man die Betrachtung einüben möchte.

Informationen und Gebetsanleitungen zu den einzelnen Rosenkränzen finden Sie unter https://www.biblischer-rosenkranz.at/ .

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Bedingungen für einen vollkommenen Ablass

Das Rosenkranzgebet ist unter den gewöhnlichen Bedingungen

·        Beichte verbunden mit vollkommener Abkehr von jeder Sünde
gültig etwa zwei Wochen vorher und nachher für mehrere Ablässe;

·        Kommunionempfang

·        Gebet in Meinung des Heiligen Vaters:
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater

mit einem vollkommenen Ablass versehen,

·        wenn es in einer Kirche, in einer öffentlichen Kapelle oder in Gemeinschaft gebetet wird.

·        Es genügt ein Drittel des Rosenkranzes zu beten (fünf Geheimnisse), ohne Unterbrechung.

·        Das mündliche Beten muss von der geistlichen Betrachtung begleitet sein.

Werden nicht alle Bedingungen erfüllt, gewinnt man einen Teilablass.

Aus „Rosarium Virginis Mariae“:

In der Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse schöpft der Gläubige Gnade in Fülle, die er gleichsam aus den Händen der Mutter des Erlösers selbst erhält.

 

Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet.

 

Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe.

 

In der Tat ziehen vor dem Hintergrund der Worte des Ave Maria vor den Augen der Seele die wichtigsten Ereignisse des Lebens Jesu vorbei.

 

So bekommt das schlichte Gebet des Rosenkranzes den Rhythmus des menschlichen Lebens.

 

Den Rosenkranz beten ist tatsächlich nichts anderes, als mit Maria das Antlitz Christi zu betrachten.

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Alles, was wir erlebt haben, macht uns verständnisvoller für Menschen, denen es ähnlich geht. Josef weiß um die Angst, die verfolgte Menschen begleitet. Es ist die Angst um das eigene Leben. Väter sind hier auch, und vielleicht vor allem, mit der Angst um das Leben ihres Kindes belastet. Man will, das es den Kindern gut geht, dass sie es besser haben, dass sie eine Zukunft haben.

Es war die Sorge um den Sohn Gottes, dessen Ziehvater er war, die ihn auf dem Weg nach Ägypten antrieb. Er versuchte sicher, jeden Tag ein größtmögliches Wegstück zurücklegen mit Mutter und Kind, um schneller zu sein als die  Verfolger, um sie in Sicherheit zu bringen – in eine ungewisse Sicherheit. Wovon werden sie leben? Es ist Josef vor dem Auftrag des Engels sicher nie in den Sinn gekommen, auszuwandern. Gott stellt ihn völlig unvorbereitet in diese Situation. Er wird wieder mutig und erfinderisch sein müssen, um seine Familie zu ernähren. Und vor allem wird er weiterhin genau auf Gott hören müssen, um zu wissen, was Gottes Plan ist, wann und wo er wieder aktiv werden soll.

Am Ende aller Szenen, in denen Josef eine wichtige Rolle spielt, vermerkt das Evangelium, dass er aufsteht, das Kind und seine Mutter mit sich nimmt und das tut, was Gott ihm befohlen hat (vgl. Mt 1,24; 2,14.21). In der Tat sind Jesus und Maria, seine Mutter, der wertvollste Schatz unseres Glaubens. Im Heilsplan kann man den Sohn nicht von der Mutter trennen. Sie ging »den Pilgerweg des Glaubens. Ihre Vereinigung mit dem Sohn hielt sie in Treue bis zum Kreuz“.

Josef spürte diese innige Verbindung zwischen Maria und ihrem Kind. Er wurde vom Engel unterrichtet, dass dieses Kind der Messias ist. Gewiss ist es ein großer Gnadenvorzug, in der Gesellschaft von Maria und Jesus zu leben. Aber mehr noch bedeutete diese Auserwählung für Josef eine ungeheure Sorge und Verantwortung. Erst durch sie ist er in viele schwierige Situationen geraten. Sein ruhiges Leben war mit der Menschwerdung Jesu vorbei. Von nun an stand er vollkommen im Dienst am Allerhöchsten. Ständig begleitet von Sorge und Unverständis der Menschen, die ja nicht wussten, wer dieses Kind war.

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Das Bewundernswerte an Josef ist, dass er niemals mutlos wurde. Er besaß Kämpfergeist, wusste sich einzusetzen für seine heilige Familie. Wir können davon ausgehen, dass seine Liebe zu Jesus und Maria seine Kreativität immer weiter steigerte. Es geht ja nicht nur um die lebensnotwendigen Herausforderungen, wie es die Flucht nach Ägypten war, es geht auch um die vielen kleinen Aufgaben, die das tägliche Leben abverlangen. Und wenn man nahezu bettelarm ist, werden diese einfachen Ansprüche zu schwer zu lösenden Problemen. Die Kreativität, die Josef allem Anschein nach in einem hohen Maß geschenkt worden ist, kann ein Leben in Armut erleichtern – und sie bewahrt vor der Mutlosigkeit. Kreativität fördert die Resilienz des Menschen. Sie macht wiederstandsfähiger und ist sinnstiftend.

Wir müssen uns immer fragen, ob wir Jesus und Maria, die auf geheimnisvolle Weise unserer Verantwortung, unserer Fürsorge, unserer Obhut anvertraut sind, mit all unseren Kräften behüten.  

Der Sohn des Allmächtigen kommt als schwaches Kind in die Welt. Er macht sich von Josef abhängig, um verteidigt, geschützt, gepflegt und erzogen zu werden. Gott vertraut diesem Mann, ebenso wie Maria, die in Josef denjenigen findet, der nicht nur ihr Leben retten will, sondern der immer für sie und das Kind sorgen wird. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass der heilige Josef der Schutzpatron der Kirche ist, denn die Kirche ist die Ausdehnung des Leibes Christi in der Geschichte, und gleichzeitig ist in der Mutterschaft der Kirche die Mutterschaft Mariens angedeutet. Indem Josef die Kirche beschützt, beschützt er weiterhin das Kind und seine Mutter, und indem wir die Kirche lieben, lieben auch wir immerfort das Kind und seine Mutter.

In einer Zeit wie der unsrigen, zumindest in unseren Breiten, wird es ein immer dringenderer Anruf an uns, Jesus und Maria zu verteidigen. Sie zu beschützen vor Verunehrung und Herabwürdigung. Vor Beleidigungen aller Art. Wie sehr auch Maria darunter leidet, dass Gott beleidigt wird, aber auch sie selbst von den Menschen tief verletzt wird, wissen wir von Jesus und Maria selbst. In Pontevedra sah Sr. Lucia, die einstmals kleine Seherin von Fatima am 10. Dezember 1925 in Pontevedra in ihrer Klosterzelle, die Gottesmutter mit dem Jesuskind. Maria legte ihre Hand auf Lucias rechte Schulter und zeigte ihr ein von Dornen umgebenes Herz. Da wandte sich das Jesuskind an Lúcia und sagte: „Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt leisten würde, um sie herauszuziehen.“

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Maria bekräftigt die Worte ihres Sohnes und sagte: „Meine Tochter, schau mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten ständig durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten.“

Danach beauftragte sie die Seherin Lúcia, der Menschheit ihre Bitte und Verheißung zu überbringen. Maria sagte: „Teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil ihrer Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.“

Die Kirche zu schützen, können wir nicht nur dem heiligen Josef überlassen. Es ist unser aller Aufgabe, sie zu schützen – durch unsere Liebe zu ihr. Man schützt nur, was man liebt, was einem lieb und teuer ist. Die Liebe bringt dann alles andere notwendige hervor. Die Kirche ist der Leib christi, dessen Glieder wir sind durch die Taufe. Folglich bedeutet es, die Kirche nicht zu lieben, uns selbst nicht zu lieben und Christus nicht zu lieben. Wir dürfen nicht an der „Institution Kirche“ stehen bleiben. Sie ist notwendig, um die formalen Angelegenheiten der Kirche in dieser Welt zu regeln. Wir dürfen die Kirche nicht verwerfen, weil einzelne Mitglieder schwerwiegenden Verfehlungen begangen haben, weil Sünder am Werk waren oder sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass jeder einzelne von uns ein Sünder ist. Und Gott verwirft uns nicht. Gott hat den Mut, mit uns armen sündigen Menschen seine Kirche zu bauen. Aus lebendigen Steinen, die er nicht zu verwerfen versucht, sondern zu heilen.

 

Die Kirche zu schützen bedeutet somit auch für uns, sie zu heilen, zu vergeben und aufzubauen. Die gesamte Kirche hier auf Erden, in der wir ein Teil, ein Baustein sind, ist noch auf dem Weg zur Vollendung. Sie ist geheiligt durch Christus, aber noch unvollkommen durch unsere Unvollkommenheiten.

Ein Teil der Kirche ist vollkommen heilig – nämlich jener Teil, der sich bereits im Himmel befindet. Es sind die Heiligen, die sich hier auf Erden, oder danach im Fegefeuer geheiligt haben. Das bedeutet, dass ihre Liebe vollkommen ist, in der Liebe Christi vollendet. Dahin ist unsere pilgernde Kirche hier auf Erden und die leidende Kirche im Fegefeuer unterwegs. Wir müssen uns in der Liebe vollenden lassen. Das geht nicht ohne Barmherzigkeit. Der Blick auf unsere Kirche muss ein Blick der Barmherzigkeit sein, nicht der Verurteilung. Wir leiden an den schweren Sünden einiger Mitglieder, aber wir müssen darauf mit dem Blick Gottes schauen und vergeben und den Angeklagten die Hand reichen, damit sie sich wieder auf den guten Weg machen.

In Fatima finden wir einen Weg der Liebe und der Wiedergutmachung dieser Verfehlungen. Neben Maria hat auch das Jesuskind zu uns gesproche, wie bereits erwähnt. Der Heilige Vater schreibt in „Patris Corde“:

Eben dieses Kind wird einmal sagen: »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan« (Mt 25,40).

So ist jeder Bedürftige, jeder Arme, jeder Leidende, jeder Sterbende, jeder Fremde, jeder Gefangene, jeder Kranke „das Kind“, das Josef weiterhin beschützt. Deshalb wird der heilige Josef als Beschützer der Elenden, der Bedürftigen, der Verbannten, der Bedrängten, der Armen, der Sterbenden angerufen. Und deshalb kann die Kirche nicht umhin, in besonderer Weise die Geringsten zu lieben, weil Jesus für sie eine Vorliebe hatte und sich persönlich mit ihnen identifizierte. Von Josef müssen wir die gleiche Fürsorge und Verantwortung lernen: das Kind und seine Mutter zu lieben; die Sakramente und die Nächstenliebe zu lieben; die Kirche und die Armen zu lieben. Jede dieser Wirklichkeiten ist immer das Kind und seine Mutter.

Heiliger Josef, Du Mann nach dem Herzen Gottes!

Heiliger Josef,
Du Mann nach dem Herzen Gottes!
In allen Situationen Deines Lebens
hast Du auf Gott vertraut.
Deine feste Hoffnung und Dein unerschütterliches Vertrauen sind mir ein wertvolles Vorbild
in den Widerwärtigkeiten des Alltags.

Mein gütigster Beschützer,
erlange mir jene feste Hoffnung,
die durch nichts erschüttert wird,
jene siegreiche Hoffnung,
die alle Hindernisse überwindet
und alle Versuchungen unverletzt besteht.

Erwirke mir jenes liebende Vertrauen,
dem selbst Gott nicht widerstehen kann.
Erflehe mir jene Hoffnung,
die mir im Leben kraftvolle Stütze
und im Sterben heilsamer Trost sein wird.

Um deiner großen Verdienste willen bitte ich Dich: Gewähre mir an diesem Tag die besondere Gnade …,
die ich mit Vertrauen erhoffe.

Heiliger Josef,
mein liebster Freund und Arznei für meine Wunden, blicke auf mich armen Sünder.

Heiliger Josef, Dir vertraue ich meine Seele an!
Heiliger Josef, rette Seelen, rette die Gottgeweihten!
(Kirchenlehrerin Heilige Theresia von Avila)

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Im Sakrament der Taufe stehen wir unter dem Kreuz und werden zu Kindern Gottes, weil Jesus uns in seinen Tod und in seine Auferstehung mit hinein nimmt. Die Umwandlung in ein Kind Gottes bewirkt der Heilige Geist, die Erlangung der Gotteskindschaft hat uns der Sohn erwirkt. Die Taufe ist auf Golgotha begründet. Und Maria hat uns alle in Jesus angenommen. Noch mehr, sie hat uns in Jesus, zu dessen mystischen Leib wir gehören, empfangen, geboren und hingegeben. Alles, was sie für ihren Sohn getan hat, hat sie für uns getan, weil wir im Sakrament der Taufe eingegliedert wurden in den Leib Christi. Maria hat in Christus diesen Leib Christi geboren – schmerzlos in Betlehem, leidend unter dem Kreuz auf Golgotha.

Die Lehren des P. Chaminade, dem Gründer der Marianisten, verfasste P. Emile Neubert als Dialog mit Jesus, den er darin zu uns sprechen lässt: „Eine Mutter ist eine Frau, die das Leben gibt. Maria hat dir das Leben gegeben, das wertvollste Leben. Sie gab es dir in Nazareth, auf Kalvaria und bei deiner Taufe. Als sie mich in Nazareth empfing, hat sie zugleich auch dich empfangen. … Sie war bereit, mir das Leben zu geben und dadurch auch dir. Indem sie meine Mutter wurde, wurde sie auch die deine. Von dieser Stunde an gehörtest du nach den Absichten Gottes und auch nach den ihrigen – weil sie Gottes Absichten erkannte und mit ganzer Seele zustimmte – meinem mystischen Leib an. Ich war das Haupt des Leibes, du ein Glied desselben. Und beide trug Maria in ihrem Mutterschoß (wenn auch auf verschiedene Weise), denn Haupt und Glieder sind voneinander nicht getrennt. Auf dem Kalvarienberg gebar sie dich, indem sie mich für dich zum Opfer brachte… Auf Golgotha verdiente ich dir durch meinen Tod die Gnade, mein Leben zu leben. Es war aber in Vereinigung mit ihr, Maria, dass ich dieses Werk vollbrachte.

Als Opferlamm hat sie mich empfangen; im Hinblick auf meine Opferung hat sie mich ernährt, erzogen; in meiner Todesstunde brachte sie mich zu deinem Heil dem Vater dar und verzichtete zu deinen Gunsten auf alle ihre Mutterrechte über mich. Sie, die allzeit Jungfrau geblieben, die ihren Erstgeborenen in Freude geboren hatte, gebar dich und deine Brüder in den furchtbarsten Schmerzen.

In diesem Augenblick kam ihre Mutterschaft über dich zur Vollendung. Das ist der Grund, weshalb ich in diesem Augenblick diese ihre Mutterschaft laut verkünden wollte, indem ich Maria Johannes anvertraute und Johannes Maria anempfahl. Meine Worte bewirkten nicht diese Mutterschaft, sondern bezeugten, bekräftigten und vollendeten sie in der feierlichsten Stunde meines Lebens, in jener Stunde, in der meine Mutter die deine ward im wahrsten Sinne des Wortes, und in der sie am besten ihre mütterliche Sendung zu begreifen imstande war.

In der Taufe gab dir Maria das Leben selbst, nicht nur das Recht darauf, wie auf Kalvaria. Deine irdische Mutter brachte bloß ein totes Kind zur Welt. Die heiligmachende Gnade musste dir in der Taufe eingegossen werden, und erst dann kamst du zum Leben.

 

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Maria war es, die dir diese heiligmachende Gnade erwirkte, sie, ohne die nie eine Gnade gewährt wird. Als du aus einem Kinde des Zornes ein Kind Gottes wurdest, da war es Maria, die dich zum neuen Leben gebar. … Um dich zu gebären, opferte sie unvergleichlich mehr als deine irdische Mutter; sie opferte in bitterstem Leid das Leben, das ihr unendlich teurer war als ihr eigenes Leben.

Sie sorgt für dich dein ganzes Leben lang, während die irdischen Mütter dies nur so lange für ihre Kinder tun, bis sie erwachsen sind. Immer bleibst du Mariens Kindlein, das sie immer von neuem gebiert, bis Christus in dir gebildet ist. …Nun aber ist Maria deine wahre Mutter, sie ist eine so vollkommene Mutter, weil sie meine Mutter ist. Du bist mein teuerster Bruder, meine teuerste Schwester, weil mein Vater dein Vater und meine Mutter die deine ist!“

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Vom Kreuz Jesu können wir ablesen, dass sich der Herr für uns geopfert hat. Wir lesen in diesem „Buch“, das die heilige Helena für uns gefunden hat, dass wir zum Opfer bereit sein sollen. Hier ist neben den täglichen kleinen Opfern – Aufgaben, die uns schwerfallen – vor allem das Opfer der stellvertretenden Hingabe zu verstehen. Es geht nicht um uns selbst. Der Blick muss auf unsere Mitmenschen fallen. Wir müssen lernen, bereit zu sein, Ungerechtigkeit in Liebe zu ertragen und zu tragen, als Sühne, als stellvertretende Wiedergutmachung der Schuld derer, die mit uns gehen. Opfer dienen als Liebesbeweis. Und gerade diese Liebe ist es, die die Schuld Gott gegenüber wieder gut macht.

Wir nennen das Buße, wenn es um unsere eigene Schuld geht, und Sühne, wenn es sich um die Schuld anderer handelt. Das Opfer als Gabe wird erst durch die Liebe zu Gott möglich und rein. Der christliche Maler Vincent van Gogh sagte: „Man soll lieben, soviel man kann, und darin liegt die wahre Stärke, und wer viel liebt, der tut auch viel und vermag viel, und was in Liebe getan wird, das wird gut getan.“

Vom Buch unseres Lebens können wir ablesen, wie wir uns hingeben sollen: in Demut und Frieden! Wenn wir Jesus am Kreuz betrachten, so scheint sich sein Schmerz im Frieden augelöst zu haben, durch seine demütige Liebe. Demut, der Mut zum Dienen, erfüllt den Dienenden mit einer stillen Freude und ordnet den Menschen in die Schöpfung ein. Das wiederum führt uns in den Frieden mit Gott und den Menschen.

Es ist die Demut, die uns versöhnt, uns zu „Söhnen Gottes“ macht. Der demütige Pfortenbruder Konrad konnte mit ganzem Herzen sagen: „Es geht mir immer gut. Ich bin immer glücklich und zufrieden in Gott; ich nehme alles mit Dank von dem lieben Himmelsvater an, sind es Leiden oder Freuden. Er weiß ja, was uns das Beste ist, und so bin ich immer glückselig in Gott.“

Das Kreuz lehrt uns einen dreistufigen Weg in die Tiefe des Herzens Gottes: Wir kommen von der Hingabe zur Liebe und letztlich zur Demut. Vom „ICH gebe mich hin“ zum „aus Liebe zu dir und den Menschen“ hin zum „Du bist Herr meines Lebens!“

Die Hingabe ist der Anfang, die Liebe der Weg, die Demut, welche in die Vergebung mündet, ist die Vollendung der liebenden Hingabe.

Bei Jesus sehen wir, dass zwischen dem Akt der Hingabe am Ölberg und der vollendeten, alles verzeihenden Demut am Kreuz, ein langer, beschwerlicher und kräfteraubender Kreuzweg liegt. Wenn wir unser gesamtes Leben als Kreuzweg bezeichnen wollen, so müssen wir auch feststellen, dass wir innerhalb dieses „großen Kreuzweges“ viele kleine Kreuzwege zu gehen haben.

Ständig gelangen wir an Weggabelungen, die von uns in den einzelnen Situationen eine Entscheidung für die Hingabe an den Willen Gottes verlangen. Danach erfolgt die Ausführung der Hingabe durch vertrauensvolle Liebe und schließlich gelangen wir in die Haltung der Demut, in der wir uns dem Willen Gottes ganz eingefügt haben und ihm ähnlich geworden sind – ähnlich in der verzeihenden Liebe. Ist uns das mit Hilfe der göttlichen Gnade gelungen… stehen wir sicher wieder vor dem nächsten Scheideweg – und der Prozess beginnt von Neuem.

Hingabe, Liebe und Demut sind die drei großen Kapitel im Buch des Lebens. Diese Kapitel haben mehrere Unterkapitel, die wir durch betrachtendes Gebet erforschen können und sollen. Dabei hilft es uns, wenn wir ein Kreuz in die Hand nehmen und still auf Jesus schauen. Das, was wir sehen, wird auf uns übergehen. Seine Haltung, seine Liebe, wird sich allmählich in uns wiederspiegeln.

14. September: Fest Kreuzerhöhung

Schon im 5. Jahrhundert pflegte man in Jerusalem am Tag nach dem Kirchweihfest der von Kaiser Konstantin erbauten Auferstehungskirche (13. September 335) dem gläubigen Volk das Kreuzesholz zu zeigen. Daraus entstand das heutige Fest, das in allen orientalischen Kirchen feierlich begangen wird. Im 7. Jahrhundert wurde es auch in Rom eingeführt. (Direktorium Graz-Seckau, S 209)

Gefunden wurde das wahre Kreuz Christi von der heiligen Helena. Dieses Kreuzesholz verehren wir heute noch in unzähligen Reliquien.

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Gebet vor dem Kreuz

Jesus, du hast das Leiden
aus Liebe angenommen,
und so ist es
zum erlösenden Leiden geworden.

Wir danken dir für deine Wunden
und für die drei Stunden Todesagonie.

Wir danken dir
für dein Wort am Kreuz
mit dem du uns Maria zur Mutter
gegben hast;
„Siehe deine Mutter“ (Joh. 19,27)

Wir danken dir für dein Wort
am Kreuz, mit dem du uns zeigst,
was Verzeihen ist:
„Vater, vergib ihnen, denn sie
wissen nicht, was sie tun! (Lk 23,34)

In dieser Stunde kommen wir
vor dein Kreuz und bringen dir
alle unsere Leiden dar:
die Leiden der Familien,
der Kirche und der Welt.

Wir wissen: Du, o Jesus, wirst uns erlösen.

Maria, du liebende Mutter
unter dem Kreuz,
bitte jetzt mit uns und für uns:

Durch das Kreuz,
dieses Zeichen des Heiles,
möge uns der allmächtige Gott
von allem Einfluss des Bösen befreien!
Durch das Kreuz,
dieses Zeichen des Sieges,
möge der allmächtige Gott
alle befreien, die unter dem Einfluss
des Bösen leiden!

Durch dieses heilige Kreuz möge uns Gott alle notwendigen Gnaden schenken: die Gnaden der Versöhnung und des Friedens, der Liebe, des Glaubens und der Heilung.

Es segne und behüte uns alle
durch dieses Zeichen des Kreuzes
der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist. Amen.

Aus „Handbuch für Medjugorje-Pilger“ Gebetsaktion Medjugorje, Wien

© pixabay free
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Herr, du hast mich erforscht und kennst mich.

Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.

Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, hast auf mich deine Hand gelegt. Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.

Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen? Wenn ich hinaufstiege zum Himmel – dort bist du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt – siehe, da bist du.

Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.

Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen und das Licht um mich soll Nacht sein! Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, die Nacht leuchtet wie der Tag, wie das Licht wird die Finsternis.

Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.

Dir waren meine Glieder nicht verborgen, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewirkt in den Tiefen der Erde. Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.

Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe! Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. Ich erwache und noch immer bin ich bei dir. (Ps 139,1 ff)

Sei gegrüßt, Herrin, heilige Königin, heilige Gottesmutter Maria,
du bist Jungfrau, zur Kirche gemacht
und erwählt vom heiligsten Vater im Himmel,
die er geweiht hat mit seinem heiligsten
geliebten Sohn und dem Heiligen Geiste,
dem Tröster; in der war und ist alle Fülle
der Gnade und jegliches Gute.

Sei gegrüßt, du sein Palast.
Sei gegrüßt, du sein Gezelt.
Sei gegrüßt, du seine Wohnung.
Sei gegrüßt, du sein Gewand.
Sei gegrüßt, du seine Magd.
Sei gegrüßt, du seine Mutter.

Und seid gegrüßt, ihr heiligen Tugenden alle,
die durch die Gnade und die Erleuchtung des Heiligen Geistes
in die Herzen der Gläubigen eingegossen werden,
um sie aus Ungläubigen zu Gott getreuen Menschen zu machen.

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