Statue der Gottesmutter
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Jesu Blut bezeugt seine Demut

Darstellungen dieser Art präsentieren uns nur einen kleinen Aspekt der Blutvergießung Jesu.
Das erste Mal vergoss Jesus sein Blut für uns bei seiner Beschneidung als kleines Kind im Tempel.
Vor seinem Leiden schwitzte er Blut.
Es drang aus allen Poren als er am Ölberg darum rang, den Willen des Vaters vollkommen anzunehmen.

In seiner ganzen menschlichen Schwäche willigte er in den Willen Gottes ein.
Er, der das Leben ist, sagte ja zum Tod, weil er uns zum Leben führen wollte.
Dieser blutige Schweiß ist der erste große Zeuge der Demut Jesu während seines Sühneleidens.
Diesen ersten Bluttropfen sollten aber noch ungezählte Tropfen folgen.

Jesus nahm die Demütigung der Geißelung und der Kreuzigung an.
Geduldig ertrug Jesus auch die Verspottung als König, während der er mit einer Dornenkrone gekrönt wurde.

Auf dem Turiner Grabtuch konnten 370 Geißelhiebe festgestellt werden.
Bereits hier hat Jesus ungeheuer viel Blut verloren.
Sein ganzer Leib war „voller Beulen, Striemen und frischer Wunden“ (Jes 1,6), wie es in der Heiligen Schrift heißt.
Die Striemen entstanden durch das Schlagen mit Ochsenriemen und Ruten.
Sie gingen der qualvollen und oft tödlich endenden Geißelung voraus.

 

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Die Verehrung des kostbaren Blutes ist untrennbar mit der Passion verbunden

Zudem konnte anhand des Grabtuches nachgewiesen werden, dass Jesus mehrfach ein Fesselgürtel angelegt wurde, der an seiner Innenseite Eisendornen trug, die sich bei jeder Bewegung in das Fleisch bohrten. Blut floss auch, als Jesus bestialisch der Bart ausgerissen wurde, einer Folter als Strafe für seine vermeintlichen Gotteslästerungen.

Nirgendwo erleben wir Jesus gedemütgter, als bei seiner Krönung mit dem aus Dornen geflochtenen Kranz. Auch hiervon ist das Grabtuch von Turin ein Zeuge dieser Grausamkeiten.

Den Abbildungen auf dem Leichentuch nach, wurde Christus zweifach gekrönt: Mit einer Dornenhaube, mit der er mittels dieser „hohen Priesterkrone“ als Hoherpriester der Juden verspottet wurde, und mit einem dornenumwundenen Binsenreifen, der heute noch in Notre Dame verehrt wird, um ihn mit dieser „Nachbildung“ eines Lorbeerkranzes als politischen König zu verhöhnen. Durch diese zweifache grausam Demütigung verlor Jesus wiederum viel Blut; Blut, das unseren Hochmut sühnen sollte.

Viele weitere Blutvegießungen folgten: Man halte sich hier Jesu Schulterwunde durch den Kreuzesbalken vor Augen oder seine Wunden und aufgeschlagenen Knie, die er bei jedem Sturz erlitt. Die unsanfte Enblößung seines Leibes vor der Kreuzigung brachte seine zahlreichen Wunden erneut zum Bluten. Nicht zuletzt quoll Blut hervor bei der Annagelung auf dem Kreuz.

Die Verehrung des kostbaren Blutes, das auf dem Passionsweg unbeachtet auf die Erde tropfte, und auf dem seine Peiniger achtlos herumtrampelten, ist untrennbar verbunden mit den Leiden Christi. Worauf auch immer wir die Verehrung des Blutes Jesu festlegen – auf seine Passion oder das kostbare Blut in der Eucharistie – wir stoßen unweigerlich auf den leidenden Christus, dessen Leiden stets ein Ausdruck seiner unübertrefflichen Demut ist.

 

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Die Erniedrigung des Kreuzes annehmen

Papst Franziskus sagte am 05.12.2017, dass sich die Demut Gottes in der Demut Jesu zeigt. Der Heilig Vater sagte weiter: „Manch einer meint, demütig zu sein, wenn er wohlerzogen, freundlich ist und die Augen beim Beten schließt.“ Demütig sein bedeute nicht eine Art „Heiligenbildchengesicht“ zu haben, sagte der Papst, der weiter ausführte: „Es gibt da ein Zeichen, ein Signal, das einzige: die Erniedrigungen anzunehmen. Demut ohne Erniedrigungen ist keine Demut. Demütig ist jener Mann, jene Frau, die fähig sind, die Erniedrigungen zu ertragen, wie sie Jesus ertragen hat, der Erniedrigte, der große Erniedrigte. … Wenn wir erniedrigt werden, wenn wir uns von jemandem gedemütigt fühlen, dann spüren wir oft sofort den Wunsch, darauf zu reagieren oder uns zu verteidigen… Im Augenblick der größten Erniedrigung sagte Jesus nichts.“ Denn, so der Papst, „es gibt keine Demut ohne die Annahme der Erniedrigungen.“ Also „besteht Demut nicht nur darin, ruhig und friedlich zu sein. Nein, nein. Demut heißt, die Erniedrigungen anzunehmen, wenn sie kommen, wie es Jesus getan hat.“ Der Christ sei dazu aufgerufen, „die Erniedrigungen des Kreuzes“ anzunehmen, wie Jesus.

Die eigentliche Lehre der Verehrung des kostbaren Blutes ist die Demut. Dieser Demut Gottes begegnen wir in jeder Heiligen Messe, wenn das Brot und der Wein in Jesu Leib und Blut gewandelt wird und die Passion Christi auf dem Altar in unblutiger Weise gegenwärtig gesetzt wird.

Mit Leidenschaft hat der heilige Franziskus die Demut Gottes besungen: „Seht doch, jeden Tag erniedrigt er sich aufs Neue, wie er einst von seinem königlichen Thron herab in den Schoß der Jungfrau kam. Täglich steigt er aus dem Schoß des Vaters in einer bescheidenen Gestalt zu uns herab, in die Hände des Priesters. …
O erhabene Demut! O demütige Erhabenheit, dass der Herr des Weltalls, Gott und Sohn Gottes, sich so klein macht und sich für unser Heil unter der schlichten Gestalt des Brots verbirgt! Seht, ihr Brüder, die Demut Gottes, und öffnet ihm eure Herzen!“

Mit dem Leib Christi empfangen wir auch das Blut Christi, denn im Leib ist der ganze Christus. Wir empfangen den lebendigen Christus, in dem ein Herz schlägt und Blut fließt. Gott hat das in vielen eucharistischen Wundern bestätigt. So etwa in der Hostie von Lanciano. Eine spätere Untersuchung ergab, dass es sich bei der Hostie um menschliches und lebendiges Herzmuskelgewebe handelt, welches zudem die selbe Blutgruppe (AB) aufweist, wie das Grabtuch und das Schweißtuch Jesu.

Während uns das Herz Jesu vor allem von seiner vollkommenen Barmherzigkeit spricht, weist uns das kostbare Blut auf die erhabene Demut Gottes hin. Wie uns die Herz Jesu Verehrung barmherzig machen soll, so muss eine echte Verehrung des Blutes Jesu den Betrachter unweigerlich in die Demut führen. Barmherzigkeit und Demut sind die Früchte, die wir durch die Betrachtung des Herzens Jesu und seines heiligen Blutes hervorbringen sollen.

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Der ganze Mensch erschauere,

die ganze Welt erbebe und der Himmel juble,
wenn auf dem Altar in der Hand des Priesters
Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist!
O wunderbare Hoheit und staunenswerte Herablassung!
O erhabene Demut!
O demütige Erhabenheit,
dass er sich zu unserem Heil
unter der anspruchslosen Gestalt des Brotes verbirgt!
Seht, Brüder, die Demut Gottes
und schüttet vor Ihm eure Herzen aus!
Demütigt auch ihr euch, damit ihr von Ihm erhöht werdet!
Behaltet darum nichts von euch für euch zurück,
damit euch als Ganze aufnehme,
der sich euch ganz hingibt.

Franz von Assisi

Befreiungsgebet zum kostbaren Blut

Herr Jesus Christus, versiegle uns und alle Menschen mit Deinem kostbaren Blut.Mit deinem kostbaren Blut und durch Dein kostbares Blut, befreie alle Bewohner der Erde von allem Bösen, versiegle sie gegen das Böse und beschütze sie vor dem Bösen. Von ganzem Herzen bereuen wir unsere Sünden und die Sünden die von unseren Völkern begangen worden sind und treten für sie ein. Wir bitten Dich, verbanne aus uns allen all das, was die Ursache zu Bösem sein könnte. Zerreiße auch alle Ketten, die uns immer noch fesseln und reinige uns innerlich und äußerlich mit Deinem kostbaren Blut.

Herr Jesus Christus, wir beten für uns und für alle Menschen in unseren Ländern, versiegle mit Deinem kostbaren Blut unseren Geist, unsere Seelen, unsere Herzen, unseren Verstand, unsere Körper, ja unser ganzes Sein. Versiegle mit Deinem kostbaren Blut unsere Familien, jeden Einzelnen von uns.  Schütze uns vor den Machenschaften des bösen Feindes, vor dessen Helfern und Helfershelfern
und vor allen Personen, die uns Schaden zufügen können oder Schaden zufügen wollen. Versiegle mit Deinem kostbaren Blut auch all unsere Unternehmungen und auch die Menschen, mit denen wir zu tun haben oder die uns begegnen werden.

Versiegle unsere Geschwister und ihre Familien, unsere Patenkinder und Paten, unsere Verwandten und Bekannten, unsere Freunde, unsere Feinde und alle,die uns besonders nahestehen, alle, an die wir denken, alle über die wir reden, auch alle, denen wir unser Gebet versprochen haben, besonders jene, die vom rechten Weg abgekommen sind. Ganz innig bitten wir dich, versiegle mit deinem kostbaren Blut die Kranken, die Leidenden und die Sterbenden. Versiegle mit Deinem kostbaren Blut unsere Häuser von innen und außen, jedes Zimmer und alle Dinge, die sich darin befinden, auch alle unsere Mitbewohner und alle, die unser Haus heute betreten oder uns besuchen werden, auch unsere Nachbarn. Versiegle mit Deinem kostbaren Blut die Beichtväter, Seelsorger und Priester, damit sie, von Deinem Geist beseelt, uns den wahren Geist vermitteln, der uns die unverfälschten Werte des Lebens
erkennen lässt. Versiegle mit Deinem kostbaren Blut die Ordensleute und alle, die in Deinen Diensten stehen. Amen.

Ewiger Vater, wir opfern Dir das höchst kostbare Blut Deines geliebten Sohnes Jesus Christus auf, zusammen mit allen Heiligen Messen, die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden, für alle Armen Seelen im Fegefeuer, für alle Sünder überall, besonders die Kranken, die Sterbenden, für alle in der Weltkirche und diejenigen in unseren Familien und in unseren Häusern! Amen

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Gebet der heiligen Katharina von Siena (+1380)

Jesus, du bist Güte,
Jesus, du bist Liebe!

Um uns mit dem Leben
der Gnade zu bekleiden,
hast du dein eigenes Leben verschenkt.

Am Holz des heiligen Kreuzes
hast du deinen Leib ausgespannt.
Du erschienst wie ein geschlachtetes Lamm,
das an allen Gliedern blutet.

Im Blut hast du uns neu geschaffen
für das Leben der Gnade.

Guter Jesus,
meine Seele sehnt sich danach,
in deinem Blut gebadet und untergetaucht zu werden.

Denn im Blut findet sie die Quelle des Erbarmens,
im Blut die Güte,
im Blut das Feuer,
im Blut die wahre Frömmigkeit,
im Blut wird die Schuld überwunden,
im Blut findet das Erbarmen die Nahrung,
im Blut löst sich unsere Herzenshärte,
im Blut werden die bitteren Ereignisse süß
und die schweren Lasten leicht.

Weil in deinem Blut, o Christus,
die Tugenden wachsen,
so berausche und ertränke in diesem Blut meine Seele, damit sie sich mit den wahren und wirklichen Tugenden bekleide.

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Probleme dankbar annehmen

 

Wir müssen uns fragen, warum wir so häufig Probleme haben, die Ereignisse unseres Lebens dankbar anzunehmen. Oft spiegelt diese Unfähigkeit unsere mangelnde oder falsch geprägte Gottesbeziehung wieder. Manchmal zeigt sie einfach nur auf, wie egozentrisch unser Handeln, Denken und Fühlen beschaffen ist. Das Hadern mit unserem Schicksal können wir ablegen, wenn wir auf Gott schauen und versuchen, ihn und seinen Willen – der immer gut für uns ist – kennenzulernen.

Wie können wir Gott näher kommen? Eine Antwort, die wir heute schnell präsentiert bekommen, ist: In der Natur. Und das stimmt auch. Gott hat überall seine Spuren hinterlassen, versteckte Botschaften seiner Liebe zu uns. Es ist aber zuwenig, Gott nur in der Natur zu suchen. Es braucht eine Beziehung, ein Gespräch von Herz zu Herz und einen Glauben, der dieser gelebten Freundschaft mit dem Schöpfer ein Fundament gibt. Diese Grundlage dazu finden wir in der Heiligen Schrift. Sie berichtet uns, in vom Geist Gottes inspirierten Niederschriften, vom Wirken Gottes in der Schöpfung und seinem Handeln an uns Menschen, die er als seine Kinder liebt.

Sollen unser Glaube und Gebet authentisch sein, müssen sie sich ausrichten an den Lehren Christi, wie auch des Alten Bundes, und an den Lehren der Kirche, doppelt belegt sind: Zum Einen bekräftigen sie die Biblische Lehre, zum Anderen unterstreichen sie diese durch die geprüften Glaubens- und Gotteserfahrungen der Gläubigen.

Gut katholisch können wir nur sein, wenn wir unser Leben nach diesen Lehren geformt haben – und nichts ausklammern oder hinzufügen.

Wir leben in einer Zeit, in der wir als Christen immer häufiger unser Glaubensleben überprüfen müssen. Zuviele andere Strömungen werden oftmals bedenkenlos in den christlichen Glauben integriert. Der Wahrheitsgehalt schwindet und  wird verwässert.

Josef war ein Jude, der sich an Gottes Wort orientierte. Nur so konnte er der „Gerechte“ werden, weil er von Gott, dem Gerechten, lernte, wie er in seinem Leben agieren sollte.

Christen sind wir durch die Taufe. Heilige und Gerechte werden wir durch die Art und Weise, wie wir unsere Taufe leben.

Paulus wandte sich an die Römer, um ihnen das Geschehen bei der Taufe bewusst zu machen: „Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ (Röm 6,3ff)

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Josef ist kein passiv resignierter Mann.

Kann die Welt an uns erkennen, dass wir Menschen sind, die von der Hoffnung auf die Auferstehung getragen sind? Tragen wir die Freude des neuen Menschen in uns? Oder lassen wir gerne die Hände in den Schoß sinken, um bedauernd zu sagen: „Da kann man halt nichts machen?“ Wir können immer etwas machen. Das Schicksal anzunehmen ist ein aktives Mitwirken im Plan Gottes und keine missmutige Ergebenheit in eine Situation. Der Christ ist immer gefordert, aktiv zu sein, weil er Partner Gottes sein darf.

Ein Mann, der viele größere und kleiner Missgeschicke in seinem Leben erfuhr, sagte einmal: „Jedesmal, wenn in meinem Leben etwas Schlimmes passiert, ist meine erste Frage: Gott, was willst du mir damit sagen?“ Im Hinterfragen des Ereignisses können wir Gottes Willen erkennen. Wir müssen geduldig auf seine Antwort warten. Meistens liegt es ja nicht an Gott, der so langsam ist mit seiner Antwort – meistens sind es ja wir selbst, die so schwer von Begriff sind, dass wir seine Antwort nicht erkennen oder verstehen können.

Was für die Gottesbeziehung essentiel wichtig ist, ist das Hinhören auf Gott, die Geduld mit Gott und uns selbst im Hören und Erspüren seiner Antwort, seines Willens.

„Josef ist kein passiv resignierter Mann.“, stellte Papst Franziskus fest. „Er ist ein mutiger und starker Protagonist. Die Fähigkeit, etwas annehmen zu können, ist ein Weise, wie sich die Gabe der Stärke, die vom Heiligen Geist kommt, in unserem Leben offenbart. Nur der Herr kann uns die Kraft geben, das Leben so anzunehmen, wie es ist, und selbst dem, was darin widersprüchlich, unerwartet oder enttäuschend ist, Raum zu geben.“

Josef ist auch heute vom Himmel aus ein „mutiger und starker Protagonist“, der für unsere Sorgen und Nöte vor Gott eintreten wird. Sein Leben ist ein ausgezeichneter Maßstab für unser Arbeiten und Beten. Es kann für uns sehr fruchtbar sein, das Leben dieses großen Heiligen zu betrachten. In ihm finden wir immer einen väterlichen Freund, der weiß, wo es lang geht.

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Heiliger Josef, wo finde ich den Herrn?

 

Heiliger Josef, wo finde ich den Herrn?

Auch du hast ihn gesucht

und du hast ihn gefunden.

Sag mir wo er ist!

 

Sag mir wo er ist,

wenn die Tage dahinfliegen,

ohne Spuren zu hinterlassen.

 

Sag mir wo er ist,

wenn Prüfung und Leid

mein täglich Brot sind.

 

Sag mir wo er ist,

wenn ich ihn nicht mehr suchen will

in meiner Bequemlichkeit.

 

Sag mir wo er ist,

wenn man zu mir kommt,

um Trost, Rat,

Freundschaft und Freude zu suchen.

 

Hl. Josef, mein Freund,

lehre mich im Alltag des Lebens

dem Herrn zu begegnen!

 

 

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Präfation für Marienmessen

 

„Du [Gott, allmächtiger Vater]

hast der seligen Jungfrau Maria

ein kluges und verständiges Herz geschenkt,

bereit, auf dich zu hören

und deinen Weisungen in allem zu folgen;

 

ein neues und mildes Herz,

in das du selbst das Gesetz

des Neuen Bundes geschrieben hast;

 

ein schlichtes und reines Herz,

mit dem sie als Jungfrau

deinen Sohn empfing

und mit dem sie dich schauen darf

in ewiger Freude;

 

ein waches und starkes Herz,

das das Schwert des Leidens

furchtlos ertrug

und die Auferstehung des Sohnes

gläubig erwartete.“

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Ein Versprechen aus der Kriegszeit

So ist es nicht verwunderlich, dass am Ende des Krieges, als Vorau Frontgebiet war, die Schwestern ein Gelübe ablegten, das dem Herzen Jesu Sühne bringen sollte. In unserer Chronik ist dazu vermerkt:

„Am 27. April [1945] schlug eine Granate ins Wirtschaftsgebäude ein. Abteilungsarzt Dr. Braun hatte gerade vorher die Verwundeten ins Rettungsauto gebracht, wurde von einem Granatsplitter in der Herzgegend getroffen und war sofort tot. Viele Fensterscheiben waren durch den Luftdruck zerbrochen. Das Kreuz vor dem Hause stand noch immer, doch der Kopf des Gekreuzigten war gespalten, das Antlitz fehlte; man fand es später im Straßengaben. Da es sonst nicht entstellt war, konnte es von den Schwestern, als wieder Ruhe herrschte, an seinen Platz gebracht werden. Die Verwundung des Gekreuzigten durfte durch die Bordwaffen geschehen sein, da das Blechdach über dem Kreuze mehrere Löcher hatte.

Der Gartenzaum in der Nähe des Kreuzes war durch die brennenden Autos, die Explosionen und später durch die herumfahrenden Autos umgeworfen und stark beschädigt. Die Statue des hl. Josef mit dem göttl. Kinde an der Nordostseite des Hauses bot ein trauriges Bild. Dem hl. Josef fehlte der Kopf, dem göttl. Kind einige Finger.

Die von den ehrw. Gründern an der Südostseite des Hauses, an der Stelle, wo ganz zuerst die Kapelle war, an der Kirche außen angebrachte Statue unserer lieben Frau vom hlgst. Herzen blieb unversehrt. Es war, wie wenn die Mutter Gottes fortwährend ihre schützenden Hände über das Haus und seine Bewohner ausgebreitet hätte, dass uns nichts geschah.

Da die Gefahr, dass die Russen wieder zurückkommen immer größer wurde, beschloss Hochw. Herr Pfarrer Hartmann mit den Schwestern ein Gelübde zu machen.

Bei der Abendandacht sprach er von der Notwendigkeit der Sühne und forderte die Schwestern auf, jede möge sich im Sinne der Buße etwas Bestimmtes vornehmen. Dann las er laut die Gelübdeformel: Göttliches Herz Jesu wir geloben vor dir und der dreimal wunderbaren Mutter, wenn die Stiftskirche und unser Haus erhalten bleibt und die Russen nicht mehr als Feinde zu uns kommen eine Wallfahrt nach Mariazell und jedes Jahr in der Nacht vor dem Herz Jesu Feste vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Anbetung zu halten. Diese Verpflichtung soll solange dauern, als Schwestern leben die diese Kriegszeit mitgemacht haben.“

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Erneuerung des Gelübdes

Sr. Josefa Breineder CCIM war die letzte lebende Schwester, die bei  der Ablegung des Gelübdes dabei war. Mit ihrem Tod am August 2011 erlosch die Verpflichtung zu dieser Anbetungsnacht.

Aus Dankbarkeit behielten wir diese Gebetsnacht bei und erneuerten 2016 das Gelübde, mit dem wir einerseits um den Schutz des Herzens Jesus für uns, unsere Familiaren und Familien bitten, andererseits wollen wir dem Herzen Jesu Sühne leisten, weil gerade in der heutigen Zeit sein Herz so oft und tief verwundet wird.

 

Die Anbetungsnacht zu Ehren des Heiligsten Herzen Jesu begehen wir alljährlich in der Spitalskirche in Vorau und seit 2016 auch in der Vorauer Kapelle in Graz, Stiftingtal.

Zu dieser Gebetsnacht laden wir alle herzlich ein, die mit uns dem Herzen Jesu Sühne leisten wollen – oder anders gesagt, die Jesus eine Freude bereiten möchten.

 

Bedingt durch Corona bitten wir Sie darum,

sich vorher anzumelden:

 

Vorau: 03337-2254-416                                   

Graz: 0664-101 27 93

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Göttliches Herz Jesu!

 

Im Gedenken an Deine Liebe zu uns

opfern wir Dir heute auf

unser Beten und Arbeiten,

Leiden und Sorgen

und unsere Freuden.

 

Wir vereinigen alles mit Deinem Opfer,

das Du am Kreuz

dem ewigen Vater dargebracht hast

und täglich auf unseren Altären erneuerst,

zur Sühne für unsere Sünden

und für die Ausbreitung

Deines Reiches auf Erden.

 

Wir tun alles in Gemeinschaft

mit dem unbefleckten Herzen Mariens!

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Die Kirche lebt vom eucharistischen Christus.

Der heilige Papst Johannes Paul II. war nicht nur ein glühender Marienverehrer, er zählt auch zu den bedeutenden Anbetern, dem die Ausbreitung der Verehrung der Eucharistie am Herzen lag, wie es die oben genannte Enzyklika bezeugt: „Dieses »Staunen« über die Eucharistie möchte ich mit der vorliegenden Enzyklika neu wecken, und zwar in Fortführung jenes Erbes des Jubiläums, das ich der Kirche mit dem Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte und mit seiner marianischen Krönung Rosarium Virginis Mariae übergeben wollte. Das Antlitz Christi betrachten und es mit Maria betrachten, ist das »Programm«, auf das ich die Kirche am   Beginn des dritten Jahrtausends hingewiesen habe und mit dem ich sie einlade, mit Enthusiasmus für die Neuevangelisierung auf das Meer der Geschichte hinauszufahren. Christus betrachten bedeutet ihn erkennen, wo immer er sich zeigt, in den vielfältigen Formen seiner Gegenwart, vor allem aber im lebendigen Sakrament seines Leibes und seines Blutes. Die Kirche lebt vom eucharistischen Christus. Von ihm wird sie genährt, von ihm wird sie erleuchtet. Die Eucharistie ist Geheimnis des Glaubens und zugleich »Geheimnis des Lichtes«. Jedesmal, wenn die Kirche sie feiert, können die Gläubigen in gewisser Weise die Erfahrung der beiden Emmausjünger machen: »Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn« (Lk 24, 31).“

 

An einer anderen Stelle betont er: „Die Eucharistie ist die heilbringende Gegenwart Jesu in der Gemeinschaft der Gläubigen und ihre geistliche Nahrung, sie ist das wertvollste Gut, das die Kirche auf ihrem Weg durch die Geschichte haben kann…. Die Kirche lebt unaufhörlich vom Erlösungsopfer. Ihm nähert sie sich nicht nur durch ein gläubiges Gedenken, sie tritt mit ihm auch wirklich in Kontakt. Denn dieses Opfer wird gegenwärtig und dauert auf sakramentale Weise in jeder Gemeinschaft fort, in der es durch die Hände des geweihten Priesters dargebracht wird. Auf diese Weise wendet die Eucharistie den Menschen von heute die Versöhnung zu, die Christus ein für allemal für die Menschen aller Zeiten erworben hat. In der Tat: »Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer«. … Die Messe macht das Opfer des Kreuzes gegenwärtig, sie fügt ihm nichts hinzu und vervielfältigt es auch nicht. Was sich wiederholt, ist die Gedächtnisfeier, seine »gedenkende Darstellung« (memorialis demonstratio), durch die das einzige und endgültige Erlösungsopfer Christi in der Zeit gegenwärtig wird.“

 

 

Die Verehrung nicht auf einen Tag begrenzen

Fronleichnam ist nur ein Fest an einem bestimmten Tag im Jahr – wie etwa der Muttertag. Die Verehrung des Allerheiligsten, der Glaube an die Gegenwart Christi in Leib und Blut, werden an diesem Tag bezeugt und die besondere liturgische Gestaltung ist ein gutes Mittel, um das eucharistische Verständnis, die Anbetung und den würdigen Kommunionempfang zu fördern. Aber wie beim Muttertag reicht ein besonderer Tag nicht aus. Angesprochen auf die Feier des Muttertags, meinte eine Mama: „Ich bin froh, wenn meine Kinder das ganze Jahr über brav sind.“

Auf diese Fragestellung hin müssen auch wir uns immer wieder neu prüfen, ob wir das ganze Jahr lang Jesus gegenüber „brav“ sind. Was nützt eine Prozession, wenn wir nicht an Jesu Gegenwart im Allerheiligsten glauben? Wenn wir nicht respektvoll mit ihm umgehen? Wenn wir ihm die Verehrung schuldig bleiben oder ihn gar in schwerer Sünde empfangen?

Im ersten Brief an die Korinther schreibt der heilige Paulus über das unwürdige Verhalten bei der Feier des Herrenmahls: „Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.“ (1 Kor 11,27-29)

Der heilige Augustinus erklärt, worum es beim Kommunionempfang geht: „Niemand isst von diesem Fleisch, wenn er es vorher nicht angebetet hat … Wir begehen nicht nur keine Sünde, wenn wir es anbeten, sondern wir sündigen, wenn wir es nicht anbeten.“

Der selige Carlo Acutis verstand die Verehrung der Eucharistie als „eine Autobahn in den Himmel“. Er war sich sicher: „Je mehr wir die Eucharistie empfangen, desto mehr werden wir wie Jesus werden,
so dass wir auf Erden einen Vorgeschmack auf den Himmel haben werden… Wenn wir uns der Sonne zuwenden, werden wir braun …
aber wenn wir in der Eucharistie vor Jesus stehen, werden wir heilig.“

Anbetungsgebet

 

O Herr Jesus,

Sohn Gottes von Ewigkeit her!

 

Ich danke Dir,

dass Du in Deiner

unbegreiflichen Liebe

Dich unter den Gestalten

des Brotes und Weines

verborgen hast,

indem Du sie

in Dein Fleisch und Dein Blut

verwandelst,

damit ich sie als Nahrung

für das ewige Leben speisen kann.

 

Vor der ganzen Welt bekenne ich,

dass Du mein Herr, Erlöser und Gott bist!

 

Ich vertraue Dir,

ich liebe Dich und bete Dich an,

der Du in der Allerheiligsten Hostie

anwesend bist,

aber auch in meinem Herzen,

jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Die 12 Verheißungen für Herz Jesu Verehrer

 

  • Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird. 

 

  • Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben. 

 

  • Ich werde ihren Familien den Frieden schenken. 

 

  • Ich werde sie in all ihren Leiden trösten. 

 

  • Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein. 

 

  • Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichen Segen begleiten. 

 

  • Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden. 

 

  • Die lauen Seelen werden eifrig werden. 

 

  • Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen. 

 

  • Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren. 

 

  • Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden. 

 

  • Ich verspreche allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren, die Gnade eines bußfertigen Endes erhalten, so dass sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden.

Ursprung der Liebe

Ich glaube an Gott,

der Beziehung ist,

der sich erfahrbar macht

in Vater, Sohn und Geist,

der mir täglich neu begegnet

im Gegenüber der Menschen,

in seiner Schöpfung.

 

Ich glaube an Gott,

der Liebe ist,

dessen Liebe

mich ins Leben gerufen hat,

der mich zuerst geliebt hat,

bedingungslos,

ohne zurückzufordern.

 

Ich glaube an Gott,

den Ursprung aller Liebe,

dessen Liebe

mich liebesfähig macht,

damit ich von dieser Fähigkeit

Gebrauch mache,

bedingungslos,

ohne zurückzufordern.

 

Gisela Baltes

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