Statue der Gottesmutter
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Predigt von der Nachprimiz von H. Patrick Schützenhofer CRSA

Schwestern und Brüder im Herrn!

Was für ein Ereignis! Der Evangelist berichtet uns heute von einem echten Höhepunkt. Die Verklärungsszene ist erzähltechnisch ein Spannungsbogen, hin, zu einem späteren Ereignis. Es ist eine heilsgeschichtliche Vorausinterpretation dessen, was noch bevorsteht. Was die Leserin und der Leser des Evangeliums noch nicht wissen kann: Nämlich ein Vorgeschmack auf die Auferstehung. Wir haben gehört, wie Jesus mit einer erlesenen Schar von Jüngern auf den Berg geht, und der Berg, das ist in der Vorstellung der Bibel, der Ort der Gottesbegegnung schlecht hin.

Das berühmteste Beispiel ist Moses selbst am Berg Sinai, wo er Auge in Auge mit Gott spricht. Ein anderes Beispiel ist der Prophet Elia, der Gott am Berg begegnet. Und ihr erkennt jetzt sicher schon einen Zusammenhang, denn Mose und Elia sind genau diese 2 Propheten, denen Jesus am Berg begegnet. Jesus steht also, so die Heilige Schrift, in dieser mächtigen Tradition. Er ist in einem Atemzug zu nennen mit den größten der Propheten und am Ende des Textes überbietet er sogar alles, was bisher da gewesen ist, mit dem Hinweis auf seine eigene Auferstehung. Im Markusevangelium kommt dann noch so ein interessanter Zusatz dazu, wo die Apostel sich fragen: „Was ist das, vom Tode auferstehen?“ Das zeigt, dass der Evangelist hier versucht, die Menschen hinzuführen zu diesem Geheimnis.

Die Szene ist also Hinweis auf eine noch viel gewaltigere. Ein wichtiger Hinweis dafür ist das weiße Gewand. In unserem Kulturkreis steht das strahlend weiße Gewand für Keuschheit, für Reinheit, aber tatsächlich meint das Weiß in der Sprache der Bibel, einfach Freude. Es ist die Farbe der Freude. Darum tragen die Engel, oder die Männer bei den Auferstehungserzählungen, immer weiße Gewänder, so wie Jesus selbst hier in der Verklärungsszene. Die Leserin und der Leser des Evangeliums sollen also vorbereitet werden. Sie sollen darauf vorbereitet werden, dass es einen Menschen gibt, der in der Liebe Gottes die Macht des Todes überwindet und dass dieser Jesus nicht einfach ein Wanderprediger mit verrückten Ideen ist, sondern, dass er wirklich Gottes Sohn ist, wie die Stimme aus der Wolke bekräftigt.

Für uns, die wir den Ausgang des Evangeliums schon kennen, wir alle sind auf Tod und Auferstehung Jesu Christi getauft worden, ist das oft zu selbstverständlich. Vom Auferstandenen zu hören, gehört für diejenigen unter uns, und das sind wohl die Meisten, die regelmäßig zum Gottesdienst kommen, einfach zum Alltäglichen. Und doch hat Gott den Menschen kein größeres Geschenk gemacht, als dieses. In seiner Auferstehung ruft Christus uns alle in die Gemeinschaft mit Gott hinein. Dadurch wird unser Leben, ähnlich wie die Verklärungsszene selbst, verwandelt. Es wird schon jetzt zu einem Bild dessen, was wir einmal sein werden: Nämlich wahrhaft Kinder Gottes, seine Freunde, wie es im Johannesevangelium sogar heißt. Freunde, die er zu sich einlädt an seinen Tisch. Und dieser Tisch steht hier vorne. Es ist der Altar, auf dem wir miteinander Tod und Auferstehung Jesu Christi in der Eucharistie feiern. Damit wird die Eucharistie selbst zu einer Art Verklärungsszene, die uns im Glauben stärkt, im Leben stützt und hinführt zu etwas, was Gott uns jetzt schon versprochen hat und worauf wir aber noch zugehen müssen.

In seiner Auferstehung ruft Christus uns alle in die Gemeinschaft mit Gott hinein

Ähnlich wie die Jünger können aber auch wir nicht permanent am Berg der Verklärung bleiben. Unser Weg führt uns aus der Feier der Eucharistie hinaus in die Welt, in unseren Alltag, sei es bei der Arbeit, bei euch zu Hause, sei es hier im Krankenhaus, sei es einfach bei unseren Mitmenschen, mit denen wir uns jeden Tag auseinandersetzen, uns freuen und uns manchmal ärgern müssen. All das, gehört dazu. Nur so wird die Botschaft Jesu wirklich lebendig, indem wir diese frohe Botschaft, gleich dem verklärten Christus, hinausleuchten lassen, aus unseren Kirchenbauten in die Welt hinein, und den Menschen zeigen: „Gottes Sohn ist mit euch. Er liebt euch, auf ihn sollt ihr hören.“ Amen

Gott-Vater-Novene

Gebet von Mutter Eugenia

Mein Vater, der du bist im Himmel, wie zärtlich und sanft ist es für mich zu wissen, dass du mein Vater bist und ich dein Kind! Vor allem, wenn der Himmel meiner Seele finster ist und mein Kreuz am schwersten, dann fühle ich das Bedürfnis, dir zu wiederholen: Vater, ich glaube an deine Liebe für mich! Ja, ich glaube, dass du mir in jedem Augenblick meines Lebens Vater bist und dass ich dein Kind bin! Ich glaube, dass du mich mit unendlicher Liebe liebst! Ich glaube, dass du Tag und Nacht über mich Wache hältst und dass ohne deine Einwilligung kein Haar von meinem Kopf fällt! Ich glaube, dass du, der unendlich Weise, besser als ich erkennst, was mir nützlich ist. Ich glaube, dass du, der unendlich Mächtige, das Gute auch aus dem Bösen herauslösen kannst! Ich glaube, dass du, der unendlich Gute, alles den dich Liebenden zum Guten gereichen lässt; und auch unter strafenden Händen küsse ich deine heilende Hand! Ich glaube, …vermehre aber in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe!

Lehre mich immer, deine Liebe als Führung in jedem Ereignis meines Lebens zu sehen. Lehre mich, mich dir wie ein Kind in den Armen der Mutter hinzugeben. Vater, dir ist alles bekannt, du siehst alles, du kennst mich besser als ich mich selber kenne: du kannst alles und du liebst mich! Mein Vater, da du willst, dass wir uns immer zu dir hinwenden, bin ich voll Vertrauen hier, um dich mit Jesus und Maria zu bitten, um …….. (die gewünschte Gnade erbitten).

In diesem Anliegen und vereint mit den Heiligsten Herzen, bringe ich dir all meine Gebete, meine Opfer und Abtötungen, mein Handeln und eine größere Treue in meinen Pflichten dar.

(Als Novene gebetet, sollte man folgendes hinzufügen: Ich verspreche dir, großmütiger zu sein, besonders in diesen 9 Tagen, bei dieser Angelegenheit …….., dieser Person gegenüber).

Gib mir das Licht, die Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes! Bestärke mich in diesem Geist, damit ich ihn nie verlieren, noch betrüben, oder in mir schwächen möge. Mein Vater, im Namen Jesu, deines Sohnes, bitte ich dich darum! Und du, o Jesus, öffne dein Herz und lege meines zu jenem Mariens, bringe sie unserem göttlichen Vater dar!… Erflehe mir die Gnade, die ich brauche! Göttlicher Vater, rufe alle Menschen zu dir. Möge die ganze Welt deine väterliche Güte und deine göttliche Barmherzigkeit verkünden! Sei mir ein zärtlicher Vater und beschütze mich überall wie deinen Augapfel. Mach, dass ich immer dein würdiges Kind bin: Erbarme dich meiner!

Göttlicher Vater, süße Hoffnung unserer Seelen, sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!

Göttlicher Vater, unendliche Güte, die sich über alle Völker ergießt. Sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!

Göttlicher Vater, wohltätiger Tau der Menschheit, sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!

Bei der Fußwallfahrt auf den Pöllauberg regnete es zuerst heftig, doch nach einem kräftigen Lobpreis klärte sich der Himmel und die traditionelle Prozession konnte, abgekühlt durch den Regen, bei angenehmer Temperatur stattfinden.

Wir konnten hier beim Pöllauer Jugendfest für einige Tage intensiv erfahren, dass die Kirche jung ist und eine Verheißung für die Zukunft hat. Viele junge Priester und Ordensleute gaben Zeugnis, dass Christus auch heute Menschen ganz persönlich ruft  und dass Gott glücklich macht. Die Freude an Gott und durch Gott kam in den strahlenden Gesichtern zum Ausdruck. Neben berührenden und vertiefenden Vorträgen gab es für die Jugendlichen die Möglichkeit, in Workshops ihre Kreativität einzusetzen. Nicht nur die Kreativität der Jugendlichen beindruckte uns, auch ihre innere Reife war erstaunlich. Neben dem großen geistlichen Angebot blieb auch genügend Zeit für Austausch und sportliche Betätigungen.

Das Gebet, Morgenlob und heilige Messe gaben den Teilnehmern eine feste Struktur. Aber wovon lebt das Jugendtreffen? Von der Anbetung! Während des gesamten Jugendtreffens war das Allerheiligste im Anbetungszelt ausgesetzt, wo man sich zum Gebet zurückziehen konnte. Das innere Gebet, das Verweilen vor Gott, sowie die Vorträge über die Beichte, boten eine intensive Möglichkeit, sich auf eine gute Beichte, auf die Versöhnung mit Gott, vorzubereiten.

Unzählige junge Menschen wurden beim Abend der Barmherzigkeit und beim Heilig-Geist-Abend tief berührt und reich beschenkt. Nicht zuletzt auch unsere beiden Novizinnen und unsere vier Kandidatinnen, die beim Jugendfest teilnahmen und teilweise schwer im Einsatz für die Jugendlichen waren. Ihre Erzählungen über diese intensive Woche schlossen sie mit dem einhelligen Statement: „Für uns steht fest, dass wir auch nächstes Jahr wieder dabei sein möchten!“ Wir wünschen es ihnen und der österreichischen Jugend.

Predigt zur Jubiläumsmesse für unsere Mitarbeiter Pfarrer Mag. Lukas Zingl

Liebe geistliche Feiergemeinschaft!
Es ist wohl gut und recht, diesen Tag heute in dieser besonderen Weise auch zu feiern und zu begehen. Ein Tag, in dem wir wohl in unseren Herzen spüren, auf eine besondere Weise gestimmt zu sein: festlich, feierlich, freudig. Ich denke, das ist ja auch mitunter ein sehr, sehr wesentlicher Grund, von dem wir leben. Die ehrwürdigen Schwestern und alle miteinander dürfen diese Feierlichkeiten ja immer wieder auch in mehrfacher Weise erleben. So ist das eben, wenn man große Jubiläen feiern darf.

Ich denke, dass vielleicht ein Dreifaches für diesen heutigen Tag, für diesen Anlass, bemerkenswert ist.

Ein Erstes: Es ist wohl die tiefe Dankbarkeit, die wir in unseren Herzen spüren, für dieses Haus und es gebietet heute wohl wirklich der Anlass, dass wir in besonderer Weise der Gründerin dieses Hauses, Barbara Sicharter, gedenken. Dass wir ihr auch unsere Dankbarkeit gleichsam spüren lassen und ihr unsere Dankbarkeit übergeben, weil sie es war, die offen war für den Ruf Gottes; weil sie es war, die sich ganz konkret auf den Weg gemacht hat und dem Glauben sozusagen Hände und Füße gegeben hat. Weil sie es war, die nicht nur sich gestärkt hat, fromm mit dem Wort Gottes und dem Gebet, sondern, weil sie versucht hat, das auch wirklich umzusetzen ins Leben, ganz konkret und ganz direkt. Das ist doch ein christliches Leben, so wie es, denke ich, von unserem Herrn Jesus her gedacht ist. Und ihrer heute zu gedenken, unserer Wurzeln gleichsam zu gedenken, und sie dankbar in unserem Herzen aufzunehmen, dass ist das Eine.

Ein zweites: Weil es heute das Fest aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Hauses ist. Wir spüren wohl immer und vielleicht sogar immer mehr, dass wir in unserem Leben mit all unseren Kräften gefordert sind und gerade ihr Dienst, den sie hier tun in diesem Haus, ist wohl in besonderer Weise ein Kräfte raubender Dienst. Ein Dienst, der sich ganz den Mitmenschen widmet, Menschen, die in Not sind, Menschen die auch wahrscheinlich in ganz besonderer Weise Hilfe brauchen, Zuspruch brauchen, Trost brauchen, Liebe brauchen.

Und in einem solchen Dienst zu stehen, ist wohl einerseits großartig, auf der anderen Seite aber auch Kräfte raubend und zutiefst anstrengend. Aber wir spüren, wir müssen alles tun, was in unseren Kräften liegt, damit dieses Haus auch immer wieder gut in die Zukunft blicken kann. Wir müssen alles tun und das hängt von jedem ab, von jedem einzelnen Mitarbeiter und jeder einzelnen Mitarbeiterin, ganz egal welchen Dienst sie hier in diesem Hause tun. Jeder ist wichtig auf seinem Platz und jeder ist gerufen, das Beste für die Menschen und für das Haus zu geben und da wünsche ich ihnen allen eben genau diese Kraft, immer wieder neu an die Herausforderungen heranzugehen, die sich ihnen täglich stellen, jeden Tag neu. Ich erinnere mich an eine Erzählung, die ich erzählt bekommen habe von einem Mitbruder des Stiftes, der schon längst verstorben ist, der bei einer Feldersegnung einmal gesagt haben soll, wo sie vorbeigekommen sind: „Da hilft kein Gebet mehr, da gehört ein Mist her!“ und das heißt: Das ist eben genau das, was, denke ich, auch für diesen Tag entscheidend ist. Dieser Mist (im guten Sinne), dieser gute Dünger, den müssen wir beisteuern, der kommt von uns.

Und ein Drittes: Ein solches Fest, wie das Heutige, das lässt uns in unseren Herzen auf besondere Weise spüren, dass wir in diesem unseren Dienst, der nicht einfach ist, nie allein sind und ich wünsche Ihnen allen, dass Sie ganz einfach dieses Miteinander immer wieder spüren können. Diese Freude und Dankbarkeit auch für jeden Einzelnen der diesem Haus geschenkt ist und wir dürfen so, wie es heute im Evangelium geheißen hat, eben darauf blicken, was Jesus uns gesagt hat, was Jesus in diesem ersten Gottesknechtslied aus dem Buch Jesaja, der gleichsam dieser Knecht Gottes ist, der für die Menschen da ist und so wie es dann geheißen hat, so wünsche ich uns allen, Ihnen allen, dass sie spüren dürfen: Auf seinem Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen, auf seinen Namen dürfen Sie, liebe Schwestern und Brüder, ihre Hoffnung setzen und wir dürfen darauf vertrauen, dass der Segen Gottes, Sie alle auch weiterhin begleiten wird. Amen